MEDI GENO http://www.medi-geno.de/ Neues von MEDI GENO de MEDI GENO http://www.medi-geno.de/fileadmin/images/logo.png http://www.medi-geno.de/ 230 90 Neues von MEDI GENO TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Mon, 11 Sep 2017 17:28:00 +0200 Ärzte zur Wahl: Reformen ja, Systemwechsel nein http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=143 Kurz vor der Bundestagswahl positioniert sich die niedergelassene Ärzteschaft: Freiberuflichkeit... Kurz vor der Bundestagswahl positioniert sich die niedergelassene Ärzteschaft: Freiberuflichkeit und Selbstverwaltung seien ein tragendes Element des deutschen Systems, dessen Verstaatlichung der falsche Weg. „Bald werden wir wissen, wer Deutschland in den kommenden vier Jahren regieren wird. Unabhängig vom Wahlergebnis appellieren wir an die künftige Regierung: Sorgen Sie dafür, dass unser weltweit hochgeschätztes Gesundheitssystem nicht von den Beinen auf den Kopf gestellt wird!“ Das hat der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, heute in Berlin gesagt. Zwei Wochen vor der Bundestagswahl stellte er, gemeinsam mit der Allianz Deutscher Ärzteverbände, die Positionen der niedergelassenen Ärzte zur Wahl vor.

Sowohl KBV-Chef Gassen als auch der Sprecher der Allianz, Dr. Werner Baumgärtner, warnten insbesondere vor einer zunehmenden Verstaatlichung des Gesundheitswesens. „Ein Blick in andere europäische Länder macht schnell deutlich, wohin eine zentralistische Organisation der Gesundheitsversorgung führen kann. Die Folgen sind unter anderem die Abschaffung der freien Arztwahl sowie monatelange Wartezeiten auf ärztliche Eingriffe“, so Gassen.

„Wir brauchen deutlich mehr Spielräume, um bundesweit neue Versorgungskonzepte mit den Krankenkassen umzusetzen – sowohl im Bereich des Kollektivvertrags als auch im Bereich der Hausarzt- und Facharztverträge“, ergänzte Baumgärtner.

Ein typisches und wesentliches Element des deutschen Erfolgsmodells sei die Selbstverwaltung, so Gassen. „Sie ist am besten in der Lage, Lösungen für Probleme – die es unbestritten auch bei uns gibt –gemeinsam mit allen Beteiligten zu erarbeiten, statt per Ordre de Mufti. Ein aktuelles Beispiel ist die Versorgung im Not- und Bereitschaftsdienst. Hier haben wir als ärztliche Selbstverwaltung ein tragfähiges Konzept erarbeitet, das allen Anforderungen einer modernen und bedarfsgerechten Versorgung Genüge trägt. Der Patient wird mit modernen Kommunikationsmitteln in die Lage versetzt, die für ihn richtige Anlaufstelle zu finden. Eine enge Zusammenarbeit von Rettungs- und Bereitschaftsdienst soll dafür die Grundlage bilden. In enger und vertrauensvoller Abstimmung der Niedergelassenen mit ihren angestellten ärztlichen Kolleginnen und Kollegen werden wir eine sinnvolle und versorgungsgerechte Patientenkoordination passgenau gestalten“, betonte Gassen. Weitere wichtige Themen für die kommende Legislaturperiode seien die Anpassung der Versorgungsstrukturen an die zunehmende Ambulantisierung der Medizin, die Digitalisierung, der ärztliche Nachwuchs sowie eine verbesserte Kooperationen mit anderen Gesundheitsberufen.

„Die Allianz Deutscher Ärzteverbände unterstützt die KBV in allen aufgeführten Punkten“, stellte Allianz-Sprecher Baumgärtner klar. „Zusätzlich fordern wir den Erhalt der Verpflichtung für Hausarztverträge und eine Förderung für den freiwilligen Abschluss von Facharztverträgen im § 140a SGB V.“

Hier gelangen Sie zum Positionspapier der Allianz Deutscher Ärzteverbände.]]>
Pressemitteilung Mon, 11 Sep 2017 17:28:00 +0200
MEDI Baden-Württemberg trauert um Ekkehard Ruebsam-Simon http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=142 Der langjährige stellvertretende Vorsitzende von MEDI Baden-Württemberg, Dipl.-Pol. Ekkehard...
Abschied von Ekkehard Ruebsam-Simon

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

am Sonntag verstarb mein langjähriger Stellvertreter und Mitstreiter Ekkehard Ruebsam-Simon nach langer und schwerer Krankheit.

Er hat viele Jahre gegen seine Krankheit gekämpft, dabei jedoch nicht viel Aufhebens um die Nebenwirkungen seiner Therapien gemacht, die wir als Ärztinnen und Ärzte selbst fürchten. Er war über Jahre das, was ich ein „Stehaufmännchen“ nenne, deshalb habe ich, genauso wie er, bis zuletzt gehofft, dass eine neue Behandlung erneut zum Erfolg führen würde. Leider kam es anders und das ist sehr traurig für uns alle.

Er war seit 2004 mein Stellvertreter bei MEDI Baden-Württemberg, vorher Vorsitzender der Nordbadischen Ärzteinitiative (NAI) und es war sein historisches Verdienst, dass die NAI in MEDI Baden-Württemberg aufging. Dieses bei ärztlichen Verbänden und deren Vertretern einzigartige Vorgehen machte es dann möglich, dass MEDI als fachübergreifender Verband die Standespolitik in Baden-Württemberg mitbestimmte und prägte. Wir werden in Baden-Württemberg nicht ohne Grund um unsere Rahmenbedingungen beneidet, dafür hat er bis zuletzt gearbeitet und dafür gilt ihm besonderer Dank.

Sein Herz schlug für das Fachübergreifende, für Hausärzte und Fachärzte, ohne Unterschied. Er kämpfte für Freiberuflichkeit und Selbstständigkeit und für eine bessere Politik und Standespolitik. Das hat uns zusammengeschweißt und unseren Verbund erfolgreich gemacht. Sein scharfer Intellekt, seine brillante Rhetorik und sein Teamgeist werden mir und uns allen sehr fehlen.

Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Carla und seinen Kindern und Angehörigen – wir trauern mit ihnen. Als sein Freund und als Christ hoffe ich darauf, ihn in einem anderen Leben wiederzutreffen.

In freundschaftlichem Gedenken

Dr. Werner Baumgärtner

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News Tue, 15 Aug 2017 11:57:00 +0200
Positionspapier zur Bundestagswahl: Vertragspartner fordern mehr Wettbewerb um beste Versorgung http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=141 Die AOK Baden-Württemberg, der Hausärzteverband im Land sowie MEDI Baden-Württemberg sehen sich in... Die AOK Baden-Württemberg, der Hausärzteverband im Land sowie MEDI Baden-Württemberg sehen sich in ihrem jahrelangen Engagement für ihr gemeinsames Haus- und Facharztprogramm bestätigt. Wie eine aktuelle repräsentative Befragung des Meinungsforschungsinstituts Kantar TNS zeigt, halten mehr als 93% der Baden-Württemberger die bestehende Verpflichtung der Krankenkassen zu einer hausarztzentrierten Versorgung (HZV) für sinnvoll. Auch in den übrigen Teilen der Republik sind 87% der Befragten dieser Meinung. Dort weiß jedoch nur weniger als die Hälfte (41,5%) überhaupt, dass auch ihre Krankenkasse einen Hausarztvertrag anbietet – in Baden-Württemberg sind es zwei von drei. In einem gemeinsamen Forderungspapier zur Bundestagswahl begründen die Vertragspartner im Südwesten diesen Unterschied damit, dass derzeit außerhalb Baden-Württembergs solche Selektivverträge im Interesse der Versicherten nicht genug ausgeschöpft würden. Im Südwesten dagegen sorge der seit neun Jahren voranschreitende alternative Aufbau der Regelversorgung durch Haus- und Facharztverträge nachweislich für mehr Qualität und Wirtschaftlichkeit.
Um den Versorgungswettbewerb zu beleben, hat der Gesetzgeber 2008 alle Krankenkassen verpflichtet, ihren Versicherten Hausarztverträge als Alternative zur Kollektivversorgung anzubieten. Das nutzt insbesondere chronisch kranken und älteren Patienten, die einer intensiven und koordinierten Versorgung bedürfen. Bundesweit nehmen 4,3 Millionen Versicherte an Hausarztverträgen teil, davon über ein Drittel allein bei der AOK Baden-Württemberg. Auch die Monopolkommission beklagt in ihrem Sondergutachten vom März 2017 wettbewerbliche Defizite, weil sich Selektivverträge bundesweit noch nicht durchsetzen konnten. Das vermindere die Effizienz der Krankenversicherung und führe zu unnötigen Kosten für die Beitragszahler.
„Das zentralistisch gesteuerte Kollektivvertragssystem besitzt eine Monopolstruktur, die man nicht von innen heraus erneuern kann – dazu braucht es wie in anderen Branchen Konkurrenz von außen”, so Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg.
„Die neue Bundesregierung sollte dringend klare Signale für echten Versorgungswettbewerb setzen. Die Krankenkassen müssen durch die richtigen Anreize nachhaltig dafür interessiert werden, selektivvertragliche Alternativen zu entwickeln und ihren Versicherten auf freiwilliger Basis anzubieten“, sagt Hermann.
Dass dies nachweislich zu einer besseren Versorgung als in der Regelversorgung führt, zeigen die Haus- und Facharztverträge von AOK und Bosch BKK in Baden-Württemberg. Diese wurden gemeinsam mit dem Hausärzteverband und MEDI Baden-Württemberg als Vollversorgungsverträge außerhalb des KV-Systems konzipiert - und nicht wie die meisten anderen Selektivverträge lediglich als punktuelle Ergänzung. Davon profitieren derzeit schon fast 1,5 Millionen Versicherte – insbesondere Versicherte, die Versorgung brauchen. 4.000 teilnehmende Haus- sowie Kinder- und Jugendärzte sowie über 1.700 Fachärzte und Psychotherapeuten stellen diese gezieltere und besser strukturierte Versorgung sicher. „Wir sehen, dass unsere langjährigen gemeinsamen Anstrengungen beim Aufbau neuer patientenorientierter Strukturen und besserer Arbeitsbedingungen für die ambulante Ärzteschaft auch finanziell jedes Jahr mehr Früchte tragen“, betont Hermann. „Die Gesamtausgaben liegen nach einer mehrjährigen Anlaufphase deutlich niedriger als es die Ausgaben in der Regelversorgung sein würden”.
Diese Anlaufphase ermöglichte der Gesetzgeber im Jahr 2014 durch die Abschaffung der Refinanzierungsklausel (§ 73b Abs. 5a SGB V a.F.) allen Krankenkassen. Aber trotz des Wegfalls dieses Investitionshemmnisses kommt die bundesweite Verbreitung der HZV nur langsam voran. Die Teilnehmerzahl an HZV-Verträgen ist bundesweit von 3,2 Millionen Ende 2013 auf gerade mal rund 4,3 Millionen Versicherte Ende 2016 gestiegen. Die Partner fordern daher vom Gesetzgeber, dass das Recht der Versicherten auf eine HZV dauerhaft Krankenkassenpflicht bleibt. Und zusätzlich müssten Blockaden zum Nachteil der an den Verträgen teilnehmenden Ärzte und Versicherten unterbunden werden. Dr. Berthold Dietsche, Vorsitzender des Hausärzteverbands Baden-Württemberg, dazu: „Außerhalb Baden-Württembergs gibt es einzelne KVen, die das notwendige Verfahren zur Honorarbereinigung zum Nachteil der ärztlichen Teilnehmer an den Selektivverträgen durchführen. Auch einige Anbieter von Arzt-Informationssystemen behindern die Umsetzung, indem sie die notwendige Vertragssoftware nicht oder nicht vorschriftsmäßig anbieten.“
Neben den Hausarztverträgen werden auch die gesetzlichen Möglichkeiten zum Abschluss von Verträgen zur besonderen fachärztlichen Versorgung bundesweit kaum genutzt. Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg und MEDI GENO Deutschland, erklärt dazu: „Es gibt zu wenige Anreize für die Krankenkassen, Facharztverträge nach § 140a SGB V abzuschließen, weil es in der ‚Hängematte Kollektivvertrag‘ sehr bequem ist. Die Kassen sehen keinen wirklichen Vorteil, wofür sich die Anstrengung lohnen würde. Mit den jetzigen Rahmenbedingungen wird es ausgesprochen schwierig, überhaupt irgendeinen Selektivvertrag außerhalb von Baden-Württemberg abzuschließen.“ Der Gesetzgeber muss daher auch Facharztverträge für Krankenkassen verpflichtend machen oder zumindest eine Bonifizierung für diejenigen Krankenkassen vorsehen, die Verträge freiwillig abschließen, lautet folglich eine weitere Forderung der Vertragspartner. Baumgärtner weist in diesem Zusammenhang auf eine problematische Entwicklungstendenz hin: „Bestrebungen nach einer weiteren Subspezialisierung der Ärzte im ambulanten Sektor sind fatal – etwa im Bereich Geriatrie. Diese Zerfledderung würde eine koordinierte Versorgung gerade bei älteren Patienten noch weiter erschweren. Was wir brauchen, sind mehr funktionierende Selektivverträge!“ Wie die Verträge in Baden-Württemberg belegen, würden dadurch allein bei Herzkranken pro Jahr fast 4.000 unnötige Krankenhauseinweisungen verhindert.
Damit gerade die wichtige Abstimmung zwischen Krankenhaus und weiterbehandelnden Ärzten besser funktioniert, seien auch hier Selektivverträge das Mittel der Wahl, so die Vertragspartner: „Bislang gibt es keine Verträge mit Kliniken, die gesicherte Qualitätsstandards für bestimmte Eingriffe gewährleisten oder ein koordiniertes Entlassmanagement mit den ambulanten Ärzten ermöglichen“ so AOK-Chef Hermann. Deshalb müsse jetzt auch der Ordnungsrahmen im Klinikbereich konsequent auf einen funktionalen Versorgungswettbewerb ausgerichtet werden, der die selektivvertraglichen Spielräume für Krankenkassen und Krankenhäuser deutlich erweitert. Die Bevölkerungsumfrage unterstreicht auch die Bedeutung dieser Forderung: Danach wären 50 Prozent der Befragten bereit, die Krankenkasse zu wechseln, wenn diese mit besonders qualitätsorientierten Ärzten und Krankenhäusern eng zusammenarbeitet. Hier gelangen Sie zum Positionspapier. ]]>
Pressemitteilung Tue, 20 Jun 2017 10:39:00 +0200
Satter Zuschlag für Kardiologen http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=140 Zum dritten Mal in Folge bekommen Kardiologen, die am Facharztprogramm teilnehmen, den sogenannten... Die AOK Baden-Württemberg und die Bosch BKK hatten bei den drei Erkrankungen wieder deutlich niedrigere Krankenhausausgaben als in der Regelversorgung. Grundsätzlich bekommen Kardiologen, die am Facharztprogramm teilnehmen, diesen Qualitätszuschlag ausbezahlt, wenn sie eine Netto-Einsparquote von 3 Prozent erreichen. Dieses Mal wurden Abrechnungsdaten aus 2015 ausgewertet. Für das besagte Jahr lag die Quote bei 4,3 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 2010.
Der Qualitätszuschlag wird im Laufe dieses Jahres ausbezahlt. Dann bekommen die Vertragskardiologen für jede Abrechnungsziffer Z1, die sie 2015 abgerechnet haben, 20 Euro mehr.

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News Mon, 12 Jun 2017 11:02:00 +0200
Deutsche Ärzteverbände fordern Ende der Budgetierung http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=139 Die Allianz Deutscher Ärzteverbände unterstützt die Forderung der Kassenärztlichen... Die Allianz Deutscher Ärzteverbände unterstützt die Forderung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) im Rahmen des Konzeptes „KBV 2020“, die Budgetierung der morbiditätsorientierten Gesamtvergütungen aufzuheben. Die zukünftige Gesundheitsversorgung der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland wird ganz überwiegend in ambulanten Versorgungsstrukturen erfolgen und auch von der Bevölkerung so gewünscht.
Die bisherige Ausrichtung der ambulanten Vergütungssystematik mit einem seit Jahren gedeckelten Budget, das den niedergelassenen Haus- und Fachärzten feste Preise für erbrachte Versorgungsleistungen vorenthält, ist anzupassen! Das ärztliche Berufsbild wird nur dann attraktiv bleiben, wenn erbrachte Leistungen mit einer angemessenen Honorierung einhergehen. Diese ärztliche Forderung aufrechtzuerhalten, ist selbstbewusste Aufgabe aller ärztlichen Körperschaften und Verbände.
Die doppelte Rabattierung – durch die Budgetierung einerseits und durch die Krankenkassen-Rabatt-Gebührenordnung „EBM“ andererseits – ist überfällig und zudem eines der größten Hindernisse für den ärztlichen Nachwuchs bei dem Weg in die Niederlassung.
Die Allianz Deutscher Ärzteverbände unterstreicht dabei das im Konzept „KBV 2020“ sinnvoll gewählte konstruktive Miteinander zwischen dem Kollektivvertrag auf der einen Seite und dem Selektivvertrag auf der anderen Seite. Bereits etablierte Selektivverträge verdeutlichen, dass sie einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung leisten und auch zukünftig leisten. Der Versorgungssektor der Selektivverträge ist daher als tragende Säule der Gesundheitsversorgung nachhaltig neben dem Kollektivvertrag zu stärken und auszubauen.
Mitglieder der Allianz Deutscher Ärzteverbände sind der Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI), der Bundesverband der Ärztegenossenschaften e.V. (BVÄG), die Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände e.V. (GFB), der Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschlands e.V., der MEDI GENO Deutschland e.V., der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) und der NAV-Virchow-Bund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V.]]>
Pressemitteilung Mon, 15 May 2017 13:36:00 +0200
Vertragspartner im Südwesten ergänzen ihr Facharztprogramm durch Diabetologievertrag http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=138 Für Diabetiker, die eine intensivierte Insulinbehandlung (ICT) benötigen, wird die Versorgung durch... Für Diabetiker, die eine intensivierte Insulinbehandlung (ICT) benötigen, wird die Versorgung durch zukunftsweisende technologische Entwicklungen verbessert. Dies betrifft vor allem die kontinuierliche Blutzuckermessung mittels neuartiger Geräte. Mit ihnen sind beispielweise Zusatzinformationen über Glukosetrends und engmaschige Überprüfungen der Glukosewerte möglich. Der neue Diabetesvertrag von AOK Baden-Württemberg, der Diabetologen Genossenschaft Baden-Württemberg und MEDI Baden-Württemberg greift diese Entwicklung mit hohem Qualitäts- und Transparenzanspruch auf. Im Zentrum des Vertrags steht die Versorgung von Diabetespatientinnen und -patienten mit einer Indikationsstellung für die kontinuierliche Glukosemessung sowie Insulinpumpen. Auch das von Ärzten häufig empfohlene und von Diabetikern präferierte System zur Flash Glukosemessung (FGM) Freestyle Libre ist im AOK-Vertrag anders als in der GKV-Regelversorgung eingeschlossen.
An die teilnehmenden Diabetologen werden hohe Ansprüche an Erfahrung und Praxisstruktur gestellt. Der Vertrag nach § 140a SGB V richtet sich an Versicherte, die am AOK-Haus- und Facharztprogramm teilnehmen, und sieht ärztliche Erst- und Folgeschulungen sowie eine kontinuierliche intensive Betreuung der ICT- und Pumpen-Patienten vor. Der Diabetesvertrag ist an für diese neuen Technologien besonders qualifizierte diabetologische Praxen adressiert.
Nach Vertragsschluss sind jetzt erste Vorbereitungen zur Umsetzung, wie beispielsweise die Definition der Auslieferungsmodalitäten der Geräte und Schulungsveranstaltungen, angelaufen. Die flächendeckende Versorgung soll am 1. Juli 2017 beginnen. ]]>
Pressemitteilung Wed, 12 Apr 2017 10:04:00 +0200
Baumgärtner: Ärztliche Kompetenz muss im Mittelpunkt der Versorgung bleiben! http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=137 Mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl wendet sich MEDI-Chef Dr. Werner Baumgärtner an... Werner Baumgärtner an seine Mitglieder in Baden-Württemberg. „Unsere zentralen Forderungen bleiben feste Preise und ein Ende der Budgetierung, bzw. keine neue Budgetierung in der GOÄ, die wir erhalten wollen. Darüber hinaus muss der Arzt im Zentrum der medizinischen Versorgung bleiben! Dazu gehören auch Bereiche wie Pflege, Physiotherapie und Geburtshilfe.“ Außerdem möchte MEDI Anreize für Krankenkassen zum Abschluss von Facharztverträgen schaffen, damit diese Verträge auch in anderen Bundesländern Wirklichkeit werden. Bei den Selektivverträgen im Südwesten gibt es gute Nachrichten für die Ärzte in der HZV und im PNP-Vertrag. Außerdem schreiben sich immer mehr Behandler in die Psychotherapieverträge ein, die MEDI Baden-Württemberg mit der DAK-Gesundheit und der TK abgeschlossen hat. Zum Rundschreiben...]]> News Tue, 11 Apr 2017 09:34:00 +0200 Selektivverträge im Südwesten weiter auf Wachstumskurs: 2016 über eine halbe Milliarde Euro an ärztlicher Vergütung http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=136 Auch 2016 sind die alternativen Hausarzt- und Facharztverträge in Baden-Württemberg weiter auf... Auch 2016 sind die alternativen Hausarzt- und Facharztverträge in Baden-Württemberg weiter auf Expansionskurs geblieben. Die Gesamtvergütung der mittlerweile über 5.600 teilnehmenden Haus- und Fachärzte sowie Psychotherapeuten überschritt erstmalig die 500-Millionen-Euro-Marke. Vier Fünftel davon entfallen auf den bundesweit ersten HZV-Vertrag nach § 73b SGB V, gut 100 Millionen Euro auf die dynamisch wachsenden Facharztverträge. Die Vertragspartner erwarten auch 2017 eine kontinuierliche Steigerung der teilnehmenden Versicherten und Ärzte. Dazu trägt der im letzten Herbst gestartete fünfte Facharztvertrag für Urologie bei. Zu zwei neuen Krankheitsbildern, Diabetologie und Rheumatologie, wird derzeit abschließend verhandelt.
Mit der Entwicklung der Selektivverträge im neunten Jahr sind die AOK Baden-Württemberg, die Bosch BKK, MEDI Baden-Württemberg, der Hausärzteverband und die fachärztlichen Berufsverbände zufrieden. Ende 2016 gab es rund 80.000 neue HZV-Versicherte unter den insgesamt 1,44 Millionen Teilnehmern. Das sind rund 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Mittlerweile profitiert mehr als jeder Dritte der über 4,2 Millionen AOK-Versicherten unmittelbar von den Vorteilen der hausarztzentrierten Versorgung (HZV). Im gemeinsamen FacharztProgramm von AOK und Bosch BKK stieg die Anzahl eingeschriebener Versicherter 2016 um 15 Prozent auf 529.000 gegenüber dem Vorjahr.
Das Honorarvolumen für die HZV lag bei der AOK Baden-Württemberg im vergangenen Jahr bereits bei 400 Millionen Euro (+ 5,8 %). Im gemeinsamen FacharztProgramm stieg das Abrechnungsvolumen sogar um 18,3 Prozent auf rund 101 Millionen Euro. Die Gesamtvergütung überschritt damit erstmalig die 500-Millionen-Euro-Marke (+ 8,1 %). Die Zahlen bestätigen die Vertragspartner auf ihrem Weg einer umfassenden qualitätsorientierten ambulanten Vollversorgung als Alternative zur hergebrachten Regelversorgung. „Das ist hervorragend investiertes Geld, nämlich in eine nachweislich bessere Versorgung“, so der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Dr. Christopher Hermann. „Wir sind eine stark wachsende Krankenkasse und von den neuen Versicherten steigen immer 10 bis 15 Prozent direkt in die Selektivverträge ein. Die Vermutung liegt nahe, dass sie auch zu uns kommen, um an dieser besseren Versorgung teilhaben zu können.”
Die Zahl der am HZV-Programm teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte ist 2016 auf hohem Niveau bei rund 4.000 konstant geblieben, was auf den weiteren Zuwachs bei Kinder- und Jugendärzten zurückzuführen ist. Altersbedingte Abgänge konnten durch Neuteilnahmen nicht ganz ausgeglichen werden. In Baden-Württemberg werden in den nächsten fünf Jahren weitere 1.600 Hausärzte aus dem Berufsleben ausscheiden. Das Thema Praxisnachfolge bleibt daher auch für die HZV eine zentrale Herausforderung. Dr. Berthold Dietsche, Vorsitzender des Hausärzteverbands Baden-Württemberg, ist dennoch optimistisch: „Dank der besseren wirtschaftlichen und organisatorischen Bedingungen durch die HZV sowie der Initiative Perspektive Hausarzt BW ist inzwischen eine Trendwende erkennbar.“ Das zeige sich auch in der kontinuierlichen Zunahme der Facharztprüfungen in der Allgemeinmedizin in Baden-Württemberg und der steigenden Zahl angestellter Ärztinnen und Ärzte.
Zu dem 2010 gestarteten und laufend erweiterten FacharztProgramm gehören mittlerweile fünf Facharztverträge. Dort stieg die Gesamtteilnehmerzahl der Ärzte und Psychotherapeuten 2016 auf 1.699 an. Das entspricht einem Plus von 15,5 Prozent. Jüngster Spross ist der im Oktober gestartete Vertrag für Urologie mit derzeit rund 150 Teilnehmern. „Zu der positiven Entwicklung haben auch 2016 wieder alle Facharztverträge beigetragen“, so Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg und MEDI GENO Deutschland. „Die Selektivverträge mit festen Preisen und besserer Bezahlung bieten Planungssicherheit und stellen für die teilnehmenden Ärzte und Psychotherapeuten deshalb ein unverzichtbares unternehmerisches Standbein dar“, betont Baumgärtner.
Abb.: Entwicklung der AOK-Selektivverträge in Baden-Württemberg
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Pressemitteilung Thu, 06 Apr 2017 13:22:00 +0200
Neuer Psychotherapievertrag im Südwesten: Über 300 Ärzte und Psychotherapeuten stehen in den Startlöchern http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=135 Am kommenden Montag beginnt in Baden-Württemberg die "besondere psychotherapeutische... Am kommenden Montag beginnt in Baden-Württemberg die "besondere psychotherapeutische Versorgung", die zwischen der Techniker Krankenkasse (TK) und dem Ärzteverband MEDI Baden-Württemberg vereinbart wurde. "Wir freuen uns, dass wir damit offensichtlich ein attraktives Angebot unterbreiten konnten. Denn 330 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten möchten bislang auf dieser Basis TK-versicherte Patienten versorgen", sagte Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg. Nach Einschätzung von Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg, liegen die Vorteile für die teilnehmenden Ärzte und Therapeuten auf der Hand: "Eine höhere Vergütung als in der Regelversorgung, mehr Therapiefreiheit durch ein erweitertes Spektrum von Therapieverfahren und der Wegfall bürokratischer Antrags- und Genehmigungsverfahren sind überzeugende Argumente". Einen weiteren Pluspunkt sieht Baumgärtner darin, dass gerade auch die Leistungen in der Kurzzeittherapie für die Psychotherapeuten und -therapeutinnen besser bezahlt werden als im Kollektivvertrag. Auch aus der Perspektive der Patientinnen und Patienten ist eine psychotherapeutische Versorgung im Rahmen der Vereinbarung mit deutlichen Vorteilen verbunden. Durch die große Zahl teilnehmender Ärzte und Therapeuten, die gut auf ganz Baden-Württemberg verteilt sind, sind keine langen Anfahrtswege notwendig. "Wir sind froh, unseren Patienten ein breites Spektrum an Therapieverfahren unter modernen Servicestandards bieten zu können. Das ist für uns ein großer Schritt nach vorn in der psychotherapeutischen Versorgung unserer Versicherten", betonte Vogt. "Klare Fristen reduzieren die Wartezeiten auf eine Behandlung. Der Erstkontakt soll, wenn möglich, innerhalb von zwei Wochen nach der Anmeldung stattfinden, in dringenden Fällen sogar innerhalb von drei Tagen", so der Leiter der TK-Landesvertretung. Um dies zu ermöglichen, müssen die Ärzte und Psychotherapeuten von Montag bis Freitag mindestens 20 Stunden erreichbar sein und auch Abendtermine für berufstätige Patienten anbieten. Teilnahmeberechtigt sind neben psychologischen Psychotherapeuten und Psychotherapeuten für Kinder und Jugendliche auch Fachärzte für Neurologie, Nervenheilkunde, Psychiatrie und Psychotherapie, psychosomatische Medizin und Psychotherapie, psychotherapeutische Medizin sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Außerdem können sich Vertragsärzte bewerben, die gemäß den Bedarfsplanungsrichtlinien ausschließlich psychotherapeutisch tätig sind. ]]> Pressemitteilung Thu, 30 Mar 2017 10:10:00 +0200 Kardiologievertrag in Baden-Württemberg ermöglicht erstmals die ambulante Implantation von Defibrillatoren http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=134 Ab dem 1. April können Kardiologen im Südwesten, die am Facharztvertrag von AOK Baden-Württemberg... Ab dem 1. April können Kardiologen im Südwesten, die am Facharztvertrag von AOK Baden-Württemberg und Bosch BKK teilnehmen, auch die ambulante Implantation von Defibrillatoren vornehmen. Die Leistung ist bundesweit sonst nur in spezialisierten Kliniken möglich. Patienten profitieren davon, dass der Eingriff und die Nachsorge bei einem qualifizierten Kardiologen ihres Vertrauens stattfindet - eine Option, die von der großen Mehrheit der Betroffenen präferiert wird. Die Vertragspartner, zu denen auf Arztseite MEDI Baden-Württemberg, der BNK e. V. und der BNFI e. V. zählen, führen damit eine weitere moderne Therapiemöglichkeit ein, die in der Regelversorgung nicht erstattet wird.
Der plötzliche Herztod gehört mit jährlich schätzungsweise 66.000 Fällen zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland.(1) In über 80 Prozent der Fälle sind schnelle Rhythmusstörungen der Herzkammer oder Kammerflimmern die Ursache. Der implantierbare Cardioverter-Defibrillator (ICD) ist die einzige Therapieoption, mit der diese lebensbedrohlichen Störungen erkannt und durch eine Elektrostimulation- oder Schockabgabe beendet werden kann. Jährlich werden rund 30.000 dieser Geräte in Deutschland implantiert oder ausgetauscht.(2) Eine Vielzahl klinischer Studien hat die Bedeutung von Defibrillatoren in der Vorbeugung des plötzlichen Herztods untersucht und neben dem unbestrittenen Wert der Therapie auch einen signifikanten Überlebensvorteil bei Patienten mit Herzinsuffizienz belegt.
In Baden-Württemberg kann diese Leistung nun auch für Versicherte erbracht werden, die am gemeinsamen FacharztProgramm von AOK Baden-Württemberg und Bosch BKK teilnehmen. Ab dem 01.04.2017 wird die Neuimplantation (Erstimplantation) sowie der Aggregatwechsel von Defibrillatoren als ambulante Leistung im Kardiologie-Vertrag vergütet. Die Neuimplantation wird für 1- oder 2-Kammer-Systeme, der Aggregatwechsel für 1-, 2- oder 3-Kammer-Systeme erstattet.
Die vertraglichen Voraussetzungen für die Durchführung entsprechen den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie. Dazu zählt insbesondere der Nachweis, dass in den letzten Jahren kontinierlich implantiert wurde. Derzeit erfüllen etwa 15 der rund 200 am Facharztvertrag teilnehmenden Kardiologen die erforderlichen Qualifikationskriterien.
Vorteile der Neuerung für die Patienten: Sie müssen nicht in die Klinik, sondern bleiben weiterhin bei „ihrem“ Arzt, dem alle Befunde vorliegen. Eine geregelte Nachsorge ist so gewährleistet. Und der Eingriff in der Klinik inklusive der notwendigen Voruntersuchungen dauert im allgemeinen länger. „Etwa 95 Prozent der Patienten bevorzugen einen ambulanten Eingriff in vertrauter Umgebung beim Arzt ihres Vertrauens“, so PD Dr. Ralph Bosch, MEDI-Sprecher und 1. Regionalvorsitzender des BNK Baden-Württemberg. Für die ambulante ICD-Implantation wurden Pauschalen vereinbart, die im Vergleich zur Klinik knapp unterhalb der Ein-Tages-DRGs liegen. Der Kardiologe aus Ludwigsburg weist auf einen weiteren Vorteil hin: „Bei den verfügbaren Aggregaten gibt es erfahrungsgemäß deutliche Qualitätsunterschiede. Die ausgehandelte Vergütungspauschale erlaubt es, technisch höherwertige Geräte zu verwenden”.
„Mit unseren Innovationen im Kardiologievertrag sind wir Vorreiter, wenn es darum geht, bei hoher Versorgungsqualität unnötige Ausgaben für stationäre Behandlungen einzusparen“, betont auch Dr. Winfried Haerer, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie und Geschäftsführer der Herzklinik Ulm. 2012 wurde bundesweit erstmalig die ambulante Implantation eines Ereignisrekorders vertraglich vereinbart, mit deren Hilfe der Anteil der Patienten, bei denen nach einem unklaren Schlaganfall innerhalb von drei Jahren Vorhofflimmern diagnostiziert werden kann, verzehnfacht wird. Seit 1. Oktober 2016 können auch Ereignisrekorder der neuesten Generation verwendet werden, die für den Patienten noch komfortabler sind. Im Vergleich zu herkömmlichen Geräten seien diese wesentlich kleiner und leichter implantierbar, so Haerer weiter.
Seit 2013 werden die Materialkosten für die Druckdrahtmessung bei einer diagnostischen Herzkatheteruntersuchung übernommen. Das ermöglicht herauszufinden, ob die durch eine angiographisch nachgewiesene Stenose hervorgerufene Minderdurchblutung des Herzmuskels tatsächlich so gravierend ist, dass ein Stent eingesetzt werden muss.
Quellen:
1) Europace (2014) 16, 1752–1758 doi:10.1093/europace/euu153
2) Jahresbericht 2014 des Deutschen Herzschrittmacher- und Defibrillatorregisters ]]>
Pressemitteilung Tue, 28 Mar 2017 11:18:00 +0200
Baden-Württemberg: Ärzte können sich nun online über den Urologievertrag informieren http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=133 Die MEDIVERBUND AG hat die Anlage 17 zum Urologievertrag in Baden-Württemberg nach § 140a SGB V mit... http://medi-verbund.de/1840.html gelangen teilnehmende und interessierte Mediziner zu den entsprechenden Inhalten.
Die Anlage 17 beinhaltet die evidenzbasierte Begründung der Anlage 12. Sie gibt einen Überblick auf die Versorgungsinhalte, insbesondere im Hinblick auf die biopsychosoziale Versorgung und partizipative Entscheidungsfindung. Dabei handelt es sich weniger um eine wissenschaftliche Veröffentlichung, sondern vielmehr um eine Informationsgrundlage für die Vertragsteilnehmer. Neben Leitlinien, Gesundheitsberichterstattung, Versorgungs- und Verordnungsreports wurde auch die einschlägige Fachliteratur einbezogen.
Darüber hinaus gehören zur Anlage 17 die Anhänge 1 bis 4, die die Umsetzung der Versorgungsinhalte zu den Krankheitsbildern wie folgt näher regeln:
Anhang 1: Sozialer Dienst, biopsychosoziale Versorgung
Anhang 2: Hilfsmittelversorgung
Anhang 3: Heilmittelversorgung
Anhang 4: Medizinische Rehabilitation
Inzwischen haben 159 Urologen in Baden-Württemberg, die am Vertrag teilnehmen möchten, der MEDIVERBUND AG eine entsprechende Bereitschaftserklärung geschickt. Von ihnen wurden bis jetzt 111 zur Behandlung zugelassen.]]>
News Mon, 20 Mar 2017 12:05:00 +0100
Über 600 Ärzte und Therapeuten nutzen das Arztportal für Facharztverträge http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=132 Im Dezember letzten Jahres ging die MEDIVERBUND AG mit ihrem neuen Arztportal für Mediziner und... Im Dezember letzten Jahres ging die MEDIVERBUND AG mit ihrem neuen Arztportal für Mediziner und Psychotherapeuten, die an den Facharztverträgen verschiedener Krankenkassen im Südwesten teilnehmen, online. 603 Behandler profitieren inzwischen von den Vorteilen, die sie unter www.medi-arztportal.de haben.

Über das Portal bekommen die Vertragsteilnehmer wichtige Dokumente wie Abrechnungsnachweise oder -empfangsbestätigungen schneller. Außerdem finden sie in ihrem Abrechnungsnachweis schnell und komfortabel einzelne Patienten oder Abrechnungspositionen.

Praxen, die sich im MEDIVERBUND Arztportal anmelden, können auch ihre persönlichen Daten eigenständig eingeben oder nach Belieben aktualisieren. Da im Arztportal auch Dokumente mit Patienteninformationen bereitgestellt werden, ist der Zugang zum Portal besonders geschützt: Die Vertragsteilnehmer müssen der MEDIVERBUND AG eine Handynummer und/oder eine E-Mail-Adresse angeben. Bei jeder Anmeldung im Arztportal bekommt der Nutzer von der AG einen Sicherheitscode per SMS oder E-Mail geschickt. Dieser garantiert ein hohes Sicherheitsniveau.

Ass.-jur. Frank Hofmann, Vorstand der MEDIVERBUND AG, zieht heute eine positive erste Bilanz: „Rund drei Monate nach der Einführung nutzen von rund 1.700 Ärzten und Psychotherapeuten, die an den Facharztverträgen in Baden-Württemberg teilnehmen, über 600 unser Online-Portal. Die Reaktionen der Behandler darauf sind durchweg positiv. Beispielsweise schätzen sie es sehr, dass das Arztportal sie automatisch darauf hinweist, wenn neue Abrechnungsunterlagen für sie bereitstehen.“

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Pressemitteilung Wed, 15 Mar 2017 16:47:00 +0100
Baden-Württemberg: Wie informieren sich Ärzte und Therapeuten über Selektivverträge? http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=131 Um das herauszufinden, starten die Vertragspartner AOK, Bosch BKK, MEDI und Hausärzteverband in... Um das herauszufinden, starten die Vertragspartner AOK, Bosch BKK, MEDI und Hausärzteverband in Baden-Württemberg in den kommenden Tagen eine Umfrage zur Informations- und Mediennutzung. Durchgeführt und ausgewertet wird diese vom Meinungsforschungsinstitut Pragma. Die Umfrage soll Ergebnisse liefern, welche Möglichkeiten niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten nutzen, um sich über die Hausarzt- und Facharztverträge im Südwesten zu informieren und wie die Medienarbeit der Partner dazu ankommt. Das Pragma-Institut verarbeitet die Angaben anonymisiert und unter Einhaltung strengster Datenschutz-Bestimmungen. Die Beantwortung der Fragen dauert höchstens 15 Minuten. Für den vollständig ausgefüllten Fragebogen erhalten die Teilnehmer eine Aufwandsentschädigung. Die Antworten werden in der zweiten Aprilhälfte ausgewertet. ]]> News Wed, 08 Mar 2017 14:13:00 +0100 KBV muss wieder den Schulterschluss mit den Verbänden üben http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=130 Der Vorstand von MEDI GENO Deutschland gratuliert dem neuen KBV-Trio zur Wahl und wünscht Dr.... Der Vorstand von MEDI GENO Deutschland gratuliert dem neuen KBV-Trio zur Wahl und wünscht Dr. Gassen, Dr. Hofmeister und Dr. Kriedel viel Erfolg. Nach Jahren innerer Auseinandersetzungen zum Schaden der KBV muss diese wieder politisch handlungsfähig werden. Außerdem brauchen die freiberuflichen Praxen bessere Rahmenbedingungen. „Sonst werden sie zum Auslaufmodell und die wohnortnahe Patienten-versorgung in selbstständigen Praxen wird durch Einrichtungen von Gesundheitskonzernen ersetzt“, so der MEDI GENO-Vorstand.

Zu den immer noch schwelenden Konflikten in der KBV zählt MEDI GENO den Hausarzt-Facharztkonflikt, die Konkurrenz zwischen den Kollektiv- und Selektivverträgen, den selbstständigen und angestellten Ärztinnen und Ärzten und den hauptamtlich und ehrenamtlich tätigen KBV-Vertretern. „Gelingt es der KBV nicht, diese Gräben zuzuschütten, sinken ihre Akzeptanz und ihre Politikfähigkeit weiter“, warnt der MEDI GENO-Vorstand.

Vorstandschef Dr. Werner Baumgärtner weist darauf hin, dass das jetzt in Kraft getretene Selbstverwaltungsstärkungsgesetz die KBV zusätzlich schwächt: „Unser oberstes Organ der Selbstverwaltung wurde zu einer nachgeordneten Behörde des Bundesgesundheitsministeriums degradiert.“ Das ist einerseits selbstverschuldet, anderseits die Folge eines „politischen Mainstreams der staatlichen Bevormundung“. Hier gelte es, politisch und öffentlich mit eigenen Konzepten dagegenzuhalten.

Die KBV kann ihre Ziele nur erreichen, wenn sie wieder enger mit den Verbänden zusammenarbeitet. „Interessenvertretung geht nur gemeinsam! Unsere Organisation, bestehend aus Ärztenetzen, Genossenschaften und Verbünden, ist dazu bereit“, so der MEDI GENO-Vorstand. Nur gemeinsam können die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte weniger Bürokratie, bessere wirtschaftliche Bedingungen und endlich feste Preise im Kollektivvertrag erreichen. Budgetierung, Regelleistungsvolumina und Regresse haben nichts mit Freiberuflichkeit zu tun und sind verantwortlich für den Nachwuchsmangel in den Haus- und Facharztpraxen.

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Pressemitteilung Fri, 03 Mar 2017 12:57:00 +0100
GENEVA tritt MEDI GENO Deutschland bei http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=129 Das Ärztenetz GENEVA (Gemeinschaft Neunkircher Vertragsärzte e.G.) hat sich MEDI GENO Deutschland... Das Ärztenetz GENEVA (Gemeinschaft Neunkircher Vertragsärzte e.G.) hat sich MEDI GENO Deutschland angeschlossen. GENEVA vertritt 67 niedergelassene Mediziner. „Es war keine große Frage, MEDI GENO beizutreten, da unser Netz über 16 Jahre mit fast identischen Zielen existiert“, erklärt Dr. Alexander Emrich, Vorstandsmitglied von GENEVA und Allgemeinarzt in Spiesen-Elversberg.
Emrich hofft bei MEDI GENO Deutschland insbesondere auf bundesweite Facharztverträge, wie sie MEDI Baden-Württemberg seit sieben Jahren umsetzt. „Abgesehen von unserer Teilnahme am Ärztenetz Prosper der Bundesknappschaft konnten wir noch keine Verträge mit Krankenkassen abschließen“, bedauert er. Gespräche, in die auch Ärztenetze aus Rheinland-Pfalz eingebunden waren, seien ergebnislos verlaufen. „Unsere Praxen werden die ambulante Versorgung nur dann längerfristig aufrechterhalten können, wenn wir ausbaufähige Hausarztverträge mit gekoppelten Facharztverträgen haben“, ist der Allgemeinmediziner überzeugt.
Aktuell möchte GENEVA Verhandlungen zum Herzinsuffizienzprogramm der AOK und einiger Betriebskrankenkassen sowie zum Modellprojekt Heimversorgung aufnehmen. Beide Versorgungsprogramme sind Add-on-Verträge, an denen MEDI-Ärzte in Rheinland-Pfalz bereits teilnehmen. Außerdem steht ein Verbund-Weiterbildungsvertrag für Allgemeinmediziner mit zwei Krankenhäusern im Kreis Neunkirchen kurz vor dem Abschluss. Darüber hinaus zeigt GENEVA großes Interesse am Projekt „Arztpraxen 2020“ von MEDI Baden-Württemberg, das dortige MEDI-Ärzte dabei unterstützt, freiberufliche MVZs aufzubauen.
Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandschef von MEDI GENO Deutschland, begrüßt den Beitritt: „Wir werden GENEVA in allen Fragen unterstützen, denn die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Ärztenetze müssen besser werden. Unsere Netze müssen stärker gefördert werden, damit sie die Qualität und Effektivität der Patientenversorgung im Sinne einer engeren fachübergreifenden Zusammenarbeit verbessern können.“
MEDI GENO Deutschland vertritt bundesweit rund 17.000 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten.]]>
Pressemitteilung Mon, 06 Feb 2017 10:49:00 +0100
Orthopädie-Vertrag ist ein Renner im FacharztProgramm von AOK und Bosch BKK http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=128 Drei Jahre nach Vertragsbeginn haben sich die Erwartungen der Ver-tragspartner an den bundesweit... Drei Jahre nach Vertragsbeginn haben sich die Erwartungen der Ver-tragspartner an den bundesweit ersten Facharztvertrag nach § 73c SGB V für Orthopäden, Unfallchirurgen und Chirurgen voll erfüllt. Im Südwesten liegt die Teilnehmerzahl mittlerweile bei über 550 Ärzten. Kontinuierlich wachsen auch Anzahl der behandelten Patienten und Honorarvolumen: 2016 wurden für über 340 Tsd. Versicherte rund 35 Mio. Euro Honorar ausgezahlt. Ergebnisse einer umfassenden Befragung bestätigen die Vorteile für Patientinnen und Patienten.

Endlich Zeit für eine umfassende biopsychosoziale Anamnese und eine kompetente Beratung, weniger unnötige apparative Diagnostik und Therapie, Förderung der Eigeninitiative der Patienten, angemessenes Honorar sowie eine bessere Koordination mit den Ärzten im Hausarztvertrag: Der Anfang 2014 im gemeinsamen FacharztProgramm von AOK Baden-Württemberg und Bosch BKK gestartete vierte Facharztvertrag stellt einen Paradigmenwechsel in der ambulanten orthopädischen Versorgung dar. Verantwortliche Partner auf Ärzteseite sind der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU), der Berufsverband niedergelassener Chirurgen (BNC) sowie MEDI Baden-Württemberg.

Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, unterstreicht die Neuausrichtung der gemeinsamen Versorgungsstrategie. „Wir wollen gerade im Orthopädievertrag weg von der „Fünf-Minuten-Spritzen-Medizin“ und legen zentralen Wert auf eine ganzheitliche Behandlung. Dafür braucht der Arzt genug Zeit, um sich ausgiebig und individuell mit den Problemen der Patientinnen und Patienten auseinanderzusetzen. Die bislang überaus positive Resonanz bei Versicherten und Ärzten bestätigt den eingeschlagenen Weg.“

BVOU-Sprecher Dr. Burkhard Lembeck ergänzt: „Im heutigen KV-System profitiert ein Arzt nach wie vor in erster Linie, wenn er viele, möglichst gesunde Patienten hat, die er nur einmal im Quartal zu sehen bekommt.“ Der morbiditätsorientierte Facharztvertrag verschaffe dagegen auch Spielräume für eine zeitintensive Versorgung. „Diese Zeit entsprechend vergütet zu bekommen, das ist das wichtigste innovative Element und das Alleinstellungsmerkmal des Facharztvertrages“, so Lembeck. Der Vertrag ist insbesondere auf eine verbesserte Versorgung orthopädischer Schwerpunktdiagnosen ausgelegt: unspezifischer Rückenschmerz (48%), Gon-Coxarthrose (37%), spezifischer Rücken-schmerz (33%), Osteoporose (9%) und entzündliche Gelenkerkrankungen (4%)*.


So ist es möglich, den Fokus auf schwer kranke und multimorbide Patienten zu legen und eine abgestimmte gestufte Versorgung zwischen Haus- und Facharzt zu erreichen. Dr. Gertrud Prinzing, Vorständin der Bosch BKK, unterstreicht einen weiteren Vorteil: „Gerade bei chronifizierenden Krankheitsbildern berücksichtigen die Vertragsstrukturen verstärkt Komorbiditäten und Einflussfaktoren aus dem sozialen Umfeld, wie etwa Stress oder Belastungen, was eine ganzheitliche Wahrnehmung des Patienten ermöglicht.“ Dazu können die teilnehmenden Ärzte wichtige Unterstützungsmaßnahmen in Anspruch nehmen, beispielsweise einen Präventionsberater der AOK oder einen Patientenbegleiter der Bosch BKK hinzuziehen. „Auch deshalb ist der Orthopädievertrag für viele unserer Versicherten von so hoher praktischer Relevanz“, so Prinzing.

Derzeit suchen pro Quartal ca. 90 Tsd. Patientinnen und Patienten der über 530 Tsd. am FacharztProgramm teilnehmenden Versicherten einen Orthopäden oder Unfallchirurgen auf. Das entspricht etwa 50 Prozent der pro Quartal im FacharztProgramm behandelten Versicherten. Für diese Patienten betrug der Fallwert für ausschließlich konservativ tätige Ärzte im dritten Quartal 2016 rund 85 Euro und für operativ tätige Ärzte rund 104 Euro (exklusive Sachkosten).

Entsprechend positiv fällt auch die Drei-Jahres-Bilanz von Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg und MEDI GENO Deutschland, aus: „Durch die deutlich höheren Fallwerte ermöglicht der Vertrag den Ärzten eine ganz andere Behandlungsintensität und -qualität, von der unsere Patienten nachhaltig profitieren. Wichtig ist auch, dass das koordinierte Zusammenspiel zwischen Haus- und Facharzt besser funktioniert.“ Das belegt unter anderem die Auswertung einer umfassenden Patientenbefragung. Sie zeigt, dass die Überweisungsquote mit rund 90 Prozent deutlich höher liegt als in der Regelversorgung. Die Einzelergebnisse der Befragung sind derzeit noch in der Auswertung und werden im Laufe der nächsten Monate veröffentlicht.

Ferner wird noch in diesem Jahr der Startschuss für das derzeit in Verhandlung befindliche Rheumatologiemodul als Ergänzung des Orthopädievertrages erfolgen.



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Pressemitteilung Mon, 30 Jan 2017 14:44:00 +0100
Lohaus im Interview: „Die KV-Berlin braucht einen Neuanfang“ http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=127 Die Berliner Liste "Die Fachärzte" schickt den MEDI-Vorsitzenden Dr. Matthias Lohaus für... Die Berliner Liste "Die Fachärzte" schickt den MEDI-Vorsitzenden Dr. Matthias Lohaus für die Wahl des neuen Vorstands der KV Berlin am 11. Februar ins Rennen. Im Gespräch mit MEDI-Pressesprecherin Angelina Schütz erklärt der HNO-Arzt, wofür er steht und wie seine Ziele aussehen.

Schütz: Herr Dr. Lohaus, warum kandidieren Sie für die Wahl zum KV-Vorstand?

Lohaus: Nach Jahren interner Auseinandersetzungen mit berufspolitischer Lähmung braucht die KV Berlin einen Neuanfang. Der bisherige Vorstand tritt nicht mehr an. Fachärzte, Hausärzte und Psychotherapeuten haben mich gebeten zu kandidieren. Die Kolleginnen und Kollegen der Liste „Die Fachärzte“ haben mich einstimmig nominiert. Ich bin bereit, die Verantwortung zu übernehmen und mich für eine Überwindung des zurückliegenden verhängnisvollen Lagerdenkens einzusetzen. Wir brauchen einen Ausgleich und eine effektive Vertretung der Interessen aller Niedergelassenen. Die Herausforderungen sind enorm und es gibt viel zu tun. Eine Chance haben die Niedergelassenen nur gemeinsam.

Schütz: Welche Ziele haben Sie und was würden Sie, im Falle eines Wahlsiegs, umgehend anpacken?

Lohaus: Ich habe mich bisher bei allen meinen Aktivitäten für eine faire Bezahlung der ärztlichen Arbeit eingesetzt und werde das natürlich weiter verfolgen. Das heißt für mich, feste Preise für alle Leistungen im GKV-Bereich. Die Preise müssen eine angemessene Vergütung für die ärztliche Tätigkeit enthalten. Besonderen Schutz verdient die MGV, das heißt die Vergütung, die die fachärztliche und hausärztliche Regelversorgung garantiert. Die meisten ärztlichen Kolleginnen und Kollegen führen ihre Praxis auf der Grundlage der Regelleistungsvolumina. Darauf müssen wir besonderes Augenmerk richten. Es kann nicht sein, dass in den Medien jedes Jahr neue Rekordvergütungen für „die Ärzte“ gemeldet werden und die Kollegen, die im Rahmen von RLV die Grundversorgung erbringen, davon nichts sehen, weil das Geld im Vorwegabzug woanders landet oder ganz an der MGV vorbeigeleitet wird. Die Regressregelungen für Medikamente und Heilmittel sind mir ebenfalls ein Dorn im Auge. Das gibt es weltweit nirgends so.
Die Verschiebung von Geldern aus dem niedergelassenen Bereich in die Kliniken, wie sie im Koalitionspapier des neuen Berliner Senats vorgesehen ist und wie sie durch die Portalpraxen teilweise schon erfolgt, ist nicht hinnehmbar! Ebenso die sinnlose Geldverschwendung auf Kosten der Grundversorger, wie sie z.B. durch die Terminservicestellen erfolgt. Der Ruf der KV Berlin ist in der Öffentlichkeit und bei vielen Kollegen sehr beschädigt. Den möchte ich auf jeden Fall deutlich verbessern, vor allem bei den Kollegen.

Schütz: Welche berufspolitischen Erfahrungen haben Sie?


Lohaus: Ich bin seit 2002 niedergelassen und engagiere mich in der Berufspolitik seit 2003 oder 2004. Seit 2006 bin ich Berufsverbandsvorsitzender des Berliner HNO-Berufsverbands und Mitglied im dortigen MEDI-Vorstand. Als mir 2009 avisiert wurde, die Nachfolge des damaligen Berliner MEDI-Chefs Dr. Mitlehner anzutreten, habe ich mich dazu entschieden, mein berufspolitisches Engagement zu professionalisieren und habe neben meiner Praxistätigkeit ein Studium in Public Health begonnen, das ich 2012 mit dem Mastertitel abgeschlossen habe. Seit 2010 bin ich Vorsitzender von MEDI Berlin und seit 2011 stellvertretender Bundesvorsitzender von MEDI GENO Deutschland. Seitdem habe ich viel Erfahrung in der Verbändearbeit gesammelt, auch in der Allianz Deutscher Ärzteverbände. Ich bin seit 2011 Mitglied der Vertreterversammlung der KV Berlin und seit 2014 Mitglied der Delegiertenversammlung der Ärztekammer Berlin.

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News Tue, 24 Jan 2017 13:04:00 +0100
Baden-Württemberg: Bezahlen Sie zu viel für Strom und Gas? http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=126 MEDI-Mitglieder, die ihren Strom- oder Gasanbieter wechseln möchten, können sich deswegen an die... MEDI-Mitglieder, die ihren Strom- oder Gasanbieter wechseln möchten, können sich deswegen an die MEDIVERBUND AG wenden. Die Managementgesellschaft konnte dafür die FSG Cosulting GmbH als neuen Partner gewinnen. Das Unternehmen verhandelt mit Energieanbietern über Spartarife und arbeitet MEDI-Mitgliedern ein individuelles Konzept für Kosten und Service aus. Darin enthalten sind: •    Prüfung des Ist-Zustands
•    Schriftliches Optimierungsangebot
•    FSG übernimmt die gesamte Umstellung: von der Kündigung des alten Vertrags bis zur Lieferung durch den neuen Energieversorger
•    Prüfung der Schlussrechnung und des Vertrags mit Ihrem alten Anbieter
•    Prüfung aller Unterlagen des neuen Anbieters
•    Übernahme der gesamten Kommunikation mit Ihrem neuen Energieanbieter
•    Prüfung der jährlichen Abrechnung Darüber hinaus können die MEDI-Mitglieder den Schriftverkehr zwischen FSG und ihrem Energieversorger online mitverfolgen und bekommen alle Unterlagen per Post zugeschickt, nachdem FSG sie geprüft hat. Den Service können MEDI-Mitglieder übrigens sowohl für ihre Praxis als auch für ihre private Wohnung nutzen. Wer sich dafür interessiert, muss FSG seine vollständige letzte Strom- oder Gasabrechnung zur Verfügung stellen. Auf dieser Basis erstellt FSG ein unverbindliches Angebot. Alle weiteren Fragen beantwortet Ihnen gerne Claudia Mosthaf, Ihre Ansprechpartnerin bei der MEDIVERBUND AG, unter mosthaf@medi-verbund.de oder per Fax 0711 806079-634.]]>
News Mon, 16 Jan 2017 14:23:00 +0100
Baden-Württemberg: Erstes MEDI-MVZ nimmt Arbeit auf http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=125 In Aalen hat das bundesweit erste MEDI-MVZ seine Arbeit aufgenommen. Gründer des Medizinischen... In Aalen hat das bundesweit erste MEDI-MVZ seine Arbeit aufgenommen. Gründer des Medizinischen Versorgungszentrums nach dem MEDI-Konzept ist der Kreisärzteschaftsvorsitzende und Sprecher der MEDI GbR Ostalb Rainer Michael Gräter. „Die Politiker lamentieren und diskutieren“, sagt Gräter im Gespräch mit der MEDI TIMES, „aber sie sind noch nicht aufgewacht.“
Seiner Überzeugung nach hat die Politik noch nicht begriffen, welche Versorgungskatastrophe in seiner Ärzteschaft schon mehr als spürbar ist. Seinen Patienten möchte er die Erfahrung gerne ersparen, eines Tages vor verschlossenen Praxistüren zu stehen. In Aalen sind von 34 Ärzten im hausärztlichen Bereich inzwischen 17 älter als 60 Jahre, mindestens sieben Arztsitze sind ohne Nachfolger von der Bühne verschwunden. „Die Situation ist nicht nur im hausärztlichen Bereich brenzlig“, weiß der MEDI-Sprecher. Dieser Entwicklung wollte er mit der Gründung des Freiberufler-MVZ etwas entgegenhalten.
Ein weiterer Grund für die Gründung war für Gräter die eigene Altersversorgung. „Als Mediziner haben wir ein langes Studium absolviert und ein besonders hohes Maß an menschlicher und gesellschaftlicher Verantwortung übernommen – sollen ausgerechnet wir als Rentner unsere Praxen ohne Gegenwert abgeben?“ Damit will Gräter sich nicht abfinden. Für ihn ist es unverständlich, dass die Politiker den Zusammenhang zwischen Anerkennung der Ärzte und schiefer Versorgungslage nicht einsehen: „Solange die ökonomische Situation von Hausarztpraxen unsicher bleibt, sind sie für Nachfolger nicht interessant“, warnt er.
Für Gräter war von Anfang an klar, dass er nicht vom Hausarzt zum MVZ-Manager mutieren wollte. Das Angebot des MEDI Verbunds, Aufbau und Organisation von Freiberufler-MVZs zu begleiten, passte für ihn deshalb perfekt – schon in der Planungsphase. „Für die Gründung sind viele Gespräche nötig, die nicht am Wochenende möglich sind“, weiß er. Der Hausarzt holte sich bei MEDI Unterstützung für die Verhandlungen mit der Bank, dem Steuerberater oder der KV. „Das hätte ich ohne MEDI nicht gepackt“, sagt er.
MEDI-Mitglieder können einen Geschäftsbesorgungsvertrag mit der MEDIVERBUND AG abschließen, in dem der konkrete Umfang der Unterstützung definiert wird. Die AG kann in diesem Rahmen diverse Aufgaben übernehmen. Wolfgang Fink ist Projektleiter bei der MEDIVERBUND AG und unterstützt MEDI-Ärztinnen und -Ärzte beim Thema Freiberufler-MVZ.
KONTAKT:

Wolfgang Fink
E-Mail: fink@medi-verbund.de
Tel. 0711 806079-271

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News Wed, 11 Jan 2017 17:16:00 +0100
MEDI Baden-Württemberg setzt 2017 verstärkt auf Vernetzung http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=124 „Für MEDI Baden-Württemberg war es ein gutes Jahr“, bilanziert der Vorstandsvorsitzende Dr. Werner... „Für MEDI Baden-Württemberg war es ein gutes Jahr“, bilanziert der Vorstandsvorsitzende Dr. Werner Baumgärtner in seinem Rundschreiben an die Mitglieder im Südwesten: Die KV-Wahl habe die Koalition mit dem Hausärzteverband und einigen Facharztverbänden im Land bestätigt und dank des KV-Vorstandsduos Dr. Norbert Metke und Dr. Johannes Fechner gehe „die Honorarpolitik ohne wilde Umverteilung weiter.“ Für 2017 wünscht sich Baumgärtner, dass die Ärztinnen und Ärzte wieder politischer werden und sich mehr in den ärztlichen Körperschaften und Verbänden engagieren. „Unsere MEDI-Projekte sind darauf ausgerichtet, die Praxen finanziell besserzustellen und sie künftig am Markt wettbewerbsfähig zu halten“, betont er. Deswegen wird der Verbund zusammen mit seinen Partnern die Vernetzung in Heilbronn vorantreiben und sogar weitere Vernetzungsprojekte anpacken.

Zum Rundschreiben...]]>
News Thu, 22 Dec 2016 12:07:00 +0100
MEDI Berlin-Chef Lohaus kandidiert für KV-Vorstandsposten http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=123 Die Liste "Die Fachärzte" in Berlin hat einstimmig den MEDI-Vorsitzenden und HNO-Arzt Dr.... Die Liste "Die Fachärzte" in Berlin hat einstimmig den MEDI-Vorsitzenden und HNO-Arzt Dr. Matthias Lohaus als ihren Kandidaten für den künftigen Vorstand der KV Berlin nominiert. Lohaus hatte bei der Wahl der Vertreterversammlung der KV Berlin auf der MEDI-Facharztliste kandidiert.
„Als seit 2002 niedergelassener HNO-Arzt mit vollem Sitz ist Matthias Lohaus ein glaubwürdiger Vertreter der Facharztmedizin. Aus seiner vertragsärztlichen Praxis kennt er die Sorgen der Niedergelassenen bezüglich Arzneimittelregressen, Heilmittelrichtlinien und Budgetierung bestens“, heißt es in einer Erklärung der Facharztliste. Darüber hinaus verfügt Lohaus als Master of Public Health über besondere Fachkompetenz in gesundheitspolitischen Fragen. „Als Vorsitzendem des Berliner MEDI Verbunds sind ihm die Belange der niedergelassenen Fach- und Hausärzte gleichermaßen vertraut, einschließlich der psychotherapeutischen Interessen. Hier hat er integrative und ausgleichende Fähigkeiten bewiesen“, heißt es weiter. Die Berliner Facharztliste hält einen „echten Neuanfang für nötig.“ Unbelastet von den bisherigen Grabenkämpfen stehe Matthias Lohaus für die dringend notwendige Überwindung der zermürbenden Lagerbildung und lähmenden Selbstbeschäftigung.

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Pressemitteilung Wed, 21 Dec 2016 13:05:00 +0100
TK und MEDI Baden-Württemberg gehen neue Wege bei der Psychotherapie http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=122 Für die rund 1,1 Millionen Versicherten der Techniker (TK) in Baden-Württemberg wird die... Für die rund 1,1 Millionen Versicherten der Techniker (TK) in Baden-Württemberg wird die psychotherapeutische Versorgung ab April 2017 auf eine neue Grundlage gestellt. Eine Vereinbarung mit dem Ärzteverband MEDI Baden-Württemberg bringt nach Einschätzung der beiden Vertragspartner sowohl für die Patientinnen und Patienten als auch für die rund 2.500 Therapeuten im Südwesten deutliche Verbesserungen.
Die TK schafft in Baden-Württemberg mit der Vereinbarung zur "besonderen psychotherapeutischen Versorgung" ein zusätzliches Angebot außerhalb der sogenannten Regelversorgung, die durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) sichergestellt wird. "Lange Wartezeiten auf eine Psychotherapie gehören bald der Vergangenheit an", sagte Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg. Bislang sind Wartezeiten von einigen Monaten keine Seltenheit. In Zukunft sollen Patienten in der Regel nicht länger als zwei Wochen auf einen Termin warten müssen.
Ermöglicht wird die Verbesserung in erster Linie durch neue Modelle bei der Vergütung psychotherapeutischer Leistungen. Während bisher eher Langzeittherapien in dieser Hinsicht attraktiv waren, werden nun kürzere Therapien mit häufigen Arzt-Patienten-Kontakten zu Beginn der Behandlung für die Therapeuten deutlich interessanter. Auch Gruppentherapien wurden finanziell aufgewertet, um möglichst vielen Patienten zeitnah eine Behandlung zu ermöglichen.
Wenn Therapien schneller abgeschlossen werden und sich damit auch die Wartezeiten verkürzen, bietet das für die Patienten neue Perspektiven: raschere Rückkehr ins Berufsleben, kürzere Klinikaufenthalte. "Wenn Patienten schneller Licht am Ende des Tunnels sehen, wird die Gefahr einer chronischen Erkrankung deutlich reduziert", betont Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg.
Kürzere Wartezeiten werden auch dadurch erreicht, dass die Therapeuten freie Therapieplätze ins Internet einstellen. "Was in anderen Bereichen längst Standard ist, kann nun auch im Gesundheitswesen umgesetzt werden", erläutert Vogt. Aus seiner Sicht bringt das neue Versorgungsmodell besonders für schwer kranke Patienten etliche Vorteile: "Patienten mit großem Therapiebedarf brauchen Ärzte, die gut erreichbar sind und ein ausreichendes Arbeitspensum haben. Deshalb müssen Therapeuten, die an dem Vertrag teilnehmen möchten, mindestens 20 Stunden pro Woche tätig sein."    
Zudem haben sich die beiden Partner darauf verständigt, bei den meisten Therapien auf langwierige Genehmigungsverfahren zu verzichten. "Weniger Bürokratie bedeutet mehr Zeit für die Patienten. Diese Zeit können wir optimal nutzen, da nun bei bestimmten Erkrankungen Therapien eingesetzt werden können, die in der Regelversorgung nicht zum Zuge kommen", ergänzt Baumgärtner.
 
Weitere Inhalte der Vereinbarung:
  • Termine zur Vermeidung von Rückfällen können flexibel vereinbart werden
  • Die Wartezeit in der Praxis soll nicht länger als 30 Minuten dauern
  • Für Berufstätige werden Abendsprechstunden angeboten
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Pressemitteilung Mon, 19 Dec 2016 09:24:00 +0100
Baden-Württemberg: Neues Online-Portal ergänzt Arztsuche für Teilnehmer an Selektivverträgen http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=121 Seit Oktober können Ärzte und Psychotherapeuten im Südwesten, die an den Hausarzt- und... Seit Oktober können Ärzte und Psychotherapeuten im Südwesten, die an den Hausarzt- und Facharztverträgen der AOK Baden-Württemberg und der Bosch BKK teilnehmen, die neue Arztsuche des MEDI Verbunds (www.medi-arztsuche.de) nutzen. In der Zwischenzeit ist auch das MEDIVERBUND Arztportal (www.medi-arztportal.de) mit neuen Funktionen dazugekommen.
Persönliches Postfach
Dokumente, die die MEDIVERBUND AG den Facharztvertragsteilnehmern regelmäßig zukommen lässt, können die Praxen nun schneller per E-Mail oder über das MEDIVERBUND Arztportal bekommen. Dazu zählen zum Beispiel der Abrechnungsnachweis oder die Abrechnungsempfangsbestätigung. Darüber hinaus können die an den Verträgen teilnehmenden Praxen in ihrem Abrechnungsnachweis im neuen Arztportal nach einzelnen Patienten oder Abrechnungspositionen suchen.
Änderung der Stammdaten
Persönliche Angaben wie Adresse, BSNR oder Verbandsmitgliedschaft müssen der MEDIVERBUND AG für eine korrekte und fehlerfreie Abrechnung immer rechtzeitig bekannt gegeben werden. Notwendige Änderungen können die Praxen über das Arztportal nun eigenständig, schnell und komfortabel vornehmen.
Persönliche Zugangsdaten
Da im Arztportal auch Dokumente mit Patienteninformationen für die Vertragsteilnehmer bereitgestellt werden, muss der Zugang zum Portal besonders geschützt werden. Wer sich dort also anmeldet, muss eine Handynummer und/oder eine E-Mail-Adresse angeben. Diese Angaben benötigt die MEDIVERBUND AG, um dem Nutzer bei jeder Anmeldung einen Sicherheitscode per SMS oder E-Mail zu schicken. Dieser Code garantiert, ähnlich wie beim Online-Banking, ein hohes Sicherheitsniveau.]]>
Pressemitteilung Mon, 12 Dec 2016 10:28:00 +0100
Baden-Württemberg: Lob für KV-Vorstand http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=120 Der Vorstand von MEDI Baden-Württemberg freut sich sehr, dass Dr. Norbert Metke und Dr. Johannes... Der Vorstand von MEDI Baden-Württemberg freut sich sehr, dass Dr. Norbert Metke und Dr. Johannes Fechner die KV Baden-Württemberg weitere sechs Jahre anführen werden. „Beide haben in der letzten Legislaturperiode hervorragende Arbeit auf Landes- und Bundesebene geleistet, die deutschlandweit ihresgleichen sucht“, sagte MEDI-Vorstandschef Dr. Werner Baumgärtner nach der KV-Wahl in Stuttgart.  „Sie haben außerdem bewiesen, dass eine KV auch dann Erfolg haben kann, wenn sie die Interessen ihrer Mitglieder im Blick hat und fachübergreifend denkt und handelt.“
Positiv bewertete Baumgärtner auch das funktionierende Miteinander der Kollektiv- und Selektivverträge im Südwesten. „Obwohl uns die Bereinigung, die die Hausarzt- und Facharztverträge leider mit sich gebracht haben, Schwierigkeiten bereitet hat, haben wir zusammen mit der KVBW immer Lösungen gefunden, die für beide Seiten gut waren“, betonte er, „das wünschen wir uns auch für die Zukunft.“
Anders als in anderen KV-Regionen gebe es in Baden-Württemberg keinen Hausarzt-Facharzt-Konflikt. Das rechnet der MEDI-Vorstand ebenfalls Metke und Fechner hoch an. „Unter ihrer Leitung hat die KVBW auch endlich wieder etwas in der KBV zu sagen“, lobte Baumgärtner.
Als einen weiteren großen Erfolg nannte er die Honorarpolitik der KV der letzten sechs Jahre: „Dank Metke und Fechner haben wir die finanziellen Verluste der Gesamtvergütung aus 2009 wieder aufgeholt, die auf das Konto ihrer Vorgänger und der damaligen KBV-Führung gehen.“ Für Planungssicherheit sorge zudem eine „Honorarpolitik der ruhigen Hand“, ohne die stetige Umverteilung zwischen den Arztgruppen.
„Wir wünschen uns, dass die gute und fachübergreifende Zusammenarbeit mit unserer KV auch in der neuen Legislatur weitergeht. Dass der Vorstand Lösungen findet und Entscheidungen trifft, die dem Erhalt unserer freiberuflichen Praxen und der wohnartnahen ambulanten Patientenversorgung dienen“, so Baumgärtner.

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Pressemitteilung Thu, 08 Dec 2016 10:50:00 +0100
MEDI-Vize Ruebsam-Simon zum BSG-Urteil: Dammbruch für die Zukunft verhindert http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=119 „Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte haben kein vollständiges Grundrecht für...
Den gesundheitspolitischen Kommentar finden Sie hier.]]>
News Tue, 06 Dec 2016 13:51:00 +0100
Baden-Württemberg: Anzahl der EFAs in den Facharztverträgen wächst kontinuierlich http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=118 In den Facharzt-Verträgen von AOK Baden-Württemberg und Bosch BKK kommen seit 2014 speziell... In den Facharzt-Verträgen von AOK Baden-Württemberg und Bosch BKK kommen seit 2014 speziell geschulte MFAs als „Entlastungsassistentinnen in der Facharztpraxis“ (kurz: EFA®) zum Einsatz. Sie unterstützen die Ärzte durch Übernahme delegationsfähiger Aufgaben und tragen zu einer weiter verbesserten Patientenversorgung bei. Derzeit sind bereits knapp 150 EFAs in den Praxen aktiv, weitere 70 befinden sich in der Ausbildung.
Die angehenden EFAs durchlaufen eine vertraglich festgelegte Weiterbildung, die von der Landesärztekammer Baden-Württemberg zertifiziert und durch die AOK Baden-Württemberg anerkannt ist. Die Curricula sind spezifisch auf einzelne Facharztgruppen oder bestimmte Erkrankungen zugeschnitten. Die Fortbildung übernimmt das Institut für fachübergreifende Fortbildung und Versorgungsforschung der MEDI Verbünde (IFFM). Seit August ist die Bezeichnung „EFA®“ auch als Marke geschützt. Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, zur Rolle der EFA®: „Spezifisch weitergebildete MFAs werden für die Verbesserung der ambulanten Versorgungsqualität immer wichtiger. Damit werten wir die Verträge weiter auf und setzen das Erfolgskonzept der VERAHs fort, das im Hausarztvertrag schon seit Jahren fest etabliert ist.“
Bislang sind 146 EFAs im Einsatz; davon 79 für ausgewählte Erkrankungen im Modul Neurologie des PNP-Vertrags, sowie weitere 40 EFAs im Kardiologie- und 27 im Gastroenterologie-Vertrag. Dipl.-Pol. Ekkehard Ruebsam-Simon, Arzt für Allgemeinmedizin, Vize von MEDI Baden-Württemberg und Vorsitzender des IFFM betont die Vorteile und sieht weiteres Entwicklungspotential. „Die Investition in eine EFA®-Ausbildung lohnt sich, denn sie bringt neben der Vergütungsverbesserung eine spürbare Entlastung des Arztes durch Delegation wichtiger ärztlicher Routinearbeiten. Diese Chance sehen immer mehr Ärzte.“ Zu einer Verbreitung sollen auch neue EFA®-Module für anderen Facharztverträge beitragen. „Bei der Ärztekammer schon zertifiziert ist die Orthopädie-EFA®. Eine Rheumatologie-EFA® und eine Psychiatrie-EFA® sind in Entwicklung, die Urologie-EFA® wird noch konzipiert“, so Ruebsam-Simon weiter.
Wie die Zusatzausbildung das Tätigkeitsprofil der MFAs zusätzlich aufwerten kann, zeigt das Beispiel von Melanie Voit. Ihr fachlicher Schwerpunkt als EFA® in einer neurologischen Gemeinschaftspraxis in Biberach ist Multiple Sklerose. Dort ist sie erste Kontaktperson für alle MS-Patienten. Ihre Erfahrung ist, dass die Compliance der Patienten durch eine engmaschige und persönliche Betreuung steigt und sie betont: „Ich habe jetzt eine verantwortungsvolle Position, die wenig mit dem eher altbackenen Bild der ‘Sprechstundenhilfe’ zu tun hat.”

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Pressemitteilung Mon, 05 Dec 2016 12:49:00 +0100
Baumgärtner im Rundschreiben: Das Grundgesetz gilt für uns Ärzte nicht http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=117 Nach seiner Verhandlung vor dem Bundessozialgericht (BSG) wandte sich der MEDI-Vorsitzende Dr.... Zum Rundschreiben...]]> News Fri, 02 Dec 2016 17:47:00 +0100 Baumgärtner will vor Bundesverfassungsgericht ziehen: „Streikrecht steht jedem zu“ http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=116 Vertragsärzte dürfen ihre Praxis während der Sprechstundenzeiten nicht schließen, um an einem... Vertragsärzte dürfen ihre Praxis während der Sprechstundenzeiten nicht schließen, um an einem Warnstreik teilzunehmen. Das hat das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschieden. Es wies damit die Revision des Vorstandsvorsitzenden von MEDI Baden-Württemberg, Dr. Werner Baumgärtner, ab. Baumgärtner will nun vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.

Das BSG erklärte, dass derartige, gegen gesetzliche Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen gerichtete "Kampfmaßnahmen" mit der gesetzlichen Konzeption des Vertragsarztrechts unvereinbar sind.

„Ich bedauere die Entscheidung des Gerichts, wenngleich sie keine echte Überraschung für mich war“, sagte Baumgärtner nach der Urteilsverkündung. „Ich hätte mir mehr Mut gewünscht und keine Fortsetzung nach der Maxime des unbedingten Systemerhalts.“ Der MEDI-Chef nannte das Urteil „ein fatales Signal an den ärztlichen Nachwuchs, der wegen der Rahmenbedingungen immer weniger Lust hat, sich niederzulassen. Nun wird uns Vertragsärzten auch noch das Recht auf Versammlungsfreiheit verwehrt“, kritisierte Baumgärtner. Nach seiner Auffassung und der seiner Anwälte steht jedermann und jederfrau  ein Streikrecht zu – auch allen Angehörigen eines freien Berufs, zu dem auch Vertragsärzte zählen. In den nächsten vier Wochen werden Baumgärtners Anwälte den Gang vor das Bundesverfassungsgericht vorbereiten.

Gegen Baumgärtner und fünf weitere Kollegen war ein Disziplinarverweis verhängt worden, weil sie vor vier Jahren aus Protest insbesondere gegen die Honorarpolitik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung ihre Praxen zwei Tage geschlossen hatten. Angezeigt wurde die Praxisschließung gegenüber der KV Baden-Württemberg als „Warnstreik“. Die KV hatte dieses Vorgehen für juristisch nicht zulässig erklärt und deswegen gegen Baumgärtner und die anderen niedergelassenen Ärzte einen Disziplinarverweis ausgesprochen. Der MEDI-Chef hatte wegen des Disziplinarverweises geklagt. Die Klage wurde in erster Instanz vor dem Sozialgericht Stuttgart abgewiesen, das Gericht hat jedoch die Sprungrevision direkt vor dem Bundessozialgericht zugelassen. Der 6. Senat des BSG hat nunmehr die Klage zurückgewiesen (Az.: B 6 KA 38/15 R) und damit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten ein Streikrecht verwehrt.

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Pressemitteilung Thu, 01 Dec 2016 10:07:00 +0100
Kein Streikrecht für Vertragsärzte http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=115 Vertragsärzte sind nicht berechtigt, ihre Praxis während der Sprechstundenzeiten zu schließen, um... Vertragsärzte sind nicht berechtigt, ihre Praxis während der Sprechstundenzeiten zu schließen, um an einem "Warnstreik" teilzunehmen. Derartige, gegen gesetzliche Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen gerichtete "Kampfmaßnahmen" sind mit der gesetzlichen Konzeption des Vertragsarztrechts unvereinbar. Die entsprechenden vertragsarztrechtlichen Bestimmungen sind auch verfassungsgemäß, wie es in der Pressemitteilung des BSG nach der heutigen Verhandlung hieß.

Der als Facharzt für Allgemeinmedizin zugelassene Kläger informierte die beklagte Kassenärztliche Vereinigung im Herbst 2012 darüber, dass er zusammen mit fünf anderen Vertragsärzten "das allen Berufsgruppen verfassungsrechtlich zustehende Streikrecht" ausüben und deshalb am 10. Oktober sowie am 21. November 2012 seine Praxis schließen werde. Die Beklagte erteilte dem Kläger einen Verweis als Disziplinarmaßnahme, da er durch die Praxisschließungen seine vertragsärztlichen Pflichten schuldhaft verletzt habe. Das Sozialgericht hat die hiergegen erhobene Klage abgewiesen. Ein Streikrecht als Grund für eine Unterbrechung der Praxistätigkeit sei im Vertragsarztrecht nicht vorgesehen.

Die dagegen eingelegte Sprungrevision hat der 6. Senat des Bundessozialgerichts heute zurückgewiesen. Der Kläger hat seine vertragsärztlichen Pflichten schuldhaft verletzt. Vertragsärzte müssen während der angegebenen Sprechstunden für die vertragsärztliche Versorgung ihrer Patienten zur Verfügung stehen (sogenannte "Präsenzpflicht"). Etwas Anderes gilt etwa bei Krankheit oder Urlaub, nicht jedoch bei der Teilnahme an einem "Warnstreik". Dem Kläger steht kein durch die Verfassung oder die Europäische Menschenrechtskonvention geschütztes "Streikrecht" zu. Ein Recht der Vertragsärzte, Forderungen gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen im Wege von "Arbeitskampfmaßnahmen" durchzusetzen, ist mit der gesetzlichen Konzeption des Vertragsarztrechts nicht vereinbar. Der Gesetzgeber hat durch die Ausgestaltung des Vertragsarztrechts die teilweise gegenläufigen Interessen von Krankenkassen und Ärzten zum Ausgleich gebracht, um auf diese Weise eine verlässliche Versorgung der Versicherten zu angemessenen Bedingungen sicherzustellen. Die gemeinsame Selbstverwaltung von Ärzten und Krankenkassen besitzt ein hohes Maß an Autonomie bei der Regelung der Einzelheiten der vertragsärztlichen Versorgung. Dem entsprechend wird die ärztliche Vergütung zwischen Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen ausgehandelt. Die Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung ist den Kassenärztlichen Vereinigungen als Körperschaften des öffentlichen Rechts übertragen worden. In diesen Sicherstellungsauftrag ist der einzelne Vertragsarzt aufgrund seiner Zulassung zur vertragsärztlichen Versorgung und seiner Mitgliedschaft bei der KÄV eingebunden. Konflikte mit Krankenkassen um die Höhe der Gesamtvergütung werden in diesem System nicht durch "Streik" oder "Aussperrung" ausgetragen, sondern durch zeitnahe verbindliche Entscheidungen von Schiedsämtern gelöst. Die Rechtmäßigkeit des Schiedsspruchs wird im Streitfall durch unabhängige Gerichte überprüft.

Az.: B 6 KA 38/15 R                           Dr. W.B.  ./.  Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg]]>
Pressemitteilung Wed, 30 Nov 2016 15:26:00 +0100
Baumgärtner im Rundschreiben: Nun kann es den GOÄ-Neustart geben http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=114 Der Allianz Deutscher Ärzteverbände, zu der auch MEDI GENO Deutschland gehört, ist es gelungen im... Hier gelangen Sie zum Rundschreiben. ]]> News Wed, 01 Jun 2016 09:20:00 +0200 Baumgärtner im änd-Interview: „Wir müssen endlich mit einer Stimme sprechen“ http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=113 Die Bundesärztekammer hat sich in Sachen GOÄ-Reform neu sortiert und will in den Verhandlungen... Hier gelangen Sie direkt zum Interview beim änd.]]> News Fri, 13 May 2016 10:48:00 +0200 AOK-Haus- und Facharztverträge in Baden-Württemberg: Stärkerer Rückgang der Darmkrebsinzidenz http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=112 Innerhalb der Selektivverträge geht im Vergleich von 2009 zu 2014 die Darmkrebsinzidenz bei den 55-... Innerhalb der Selektivverträge geht im Vergleich von 2009 zu 2014 die Darmkrebsinzidenz bei den 55- bis 85-jährigen Versicherten zurück. Der positive Effekt ist bei Teilnehmern am AOK-Hausarztvertrag signifikant stärker ausgeprägt als in der Regelversorgung. Der Rückgang der Inzidenzraten betrug bei Frauen minus 14,1 zu minus 6,0 Prozent und bei Männern minus 32,5 zu minus 13,8 Prozent. Wesentlich dazu beigetragen hat die seit 2011 jährlich stattfindende Kampagne „Darm-Check“. Sie motiviert die am Haus- und Facharztvertrag teilnehmenden Versicherten durch zielgerichtete Informations- und Servicemaßnahmen zur Durchführung einer Vorsorgekoloskopie. Die Zahlen der AOK-Baden-Württemberg stehen in Einklang mit Ergebnissen anderer Untersuchungen, die zeigen, dass die Vorsorgekoloskopie das Potenzial hat, die Inzidenz und dadurch auch die Mortalität von Darmkrebs zu verringern. Bei der Auswertung der Inzidenzraten im Zeitraum 2009 bis 2014 wurden Daten der anspruchsberechtigten AOK-Versicherten im Alter von 55 bis 85 Jahren ausgewertet. Die Rate der Neuerkrankungen ging im Betrachtungszeitraum bei HZV-Versicherten um 24,5 (Regelversorgung: 8,5) pro 100 Tsd. Versicherten bei Männern und bei Frauen um 9,6 (Regelversorgung: 1,8) zurück. Das Ausgangsniveau der HZV-Versicherten im Jahr 2009 lag bei Männern mit 81,7 Neuerkrankungen pro 100 Tsd. Versicherten deutlich über dem Niveau der Frauen mit 49,6 Neuerkrankungen.

Ab 2017 ist ein Einladungsverfahren für die Früherkennung durch die Vorsorgekoloskopie gesetzlich vorgeschrieben. Das FacharztProgramm von AOK und Bosch BKK und der AOK-Hausarztvertrag setzen das Einladungsverfahren bereits seit 2011 um. Im Ergebnis lag die Rate der Vorsorgekoloskopien bei den angeschriebenen Patientinnen und Patienten in der Al-tersgruppe der 55-59-Jährigen im Durchschnitt der letzten Jahre rund 50 Prozent höher als in der Regelversorgung. Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg betont: „Die Zahlen belegen erneut, wie unverzichtbar Früherkennung gerade bei Darmkrebs ist. Die messbaren Vorteile in den Selektivverträgen durch die intensivere Patientenbetreuung bestätigen uns und die ärztlichen Vertragspartner nachhaltig in der Richtigkeit des Weges unserer alternativen Regelversorgung in Baden-Württemberg.”

Im April startete die diesjährige Darm-Check-Aktion. Initiatoren sind wieder AOK Baden-Württemberg, Bosch BKK, MEDI Baden-Württemberg, der Hausärzteverband Baden-Württemberg sowie der Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) und der Bundesverband niedergelassener fachärztlich tätiger Internisten (BNFI). Alle teilnahmeberechtigen Versicherten erhalten motivierende Einladungsschreiben. Seit 2014 sind erstmals in Deutschland Patientinnen und Patienten ab 50 Jahren in die Kampagne zur Früherkennung von Darmkrebs einbezogen. Auf der Website www.darmcheck2016.de finden Interessierte Informationen sowie weiterführende Links und Adressen der am FacharztProgramm teilnehmenden Gastroenterologen. Weitere Informationsmaterialien werden in den Praxen verteilt. Bei der Durchführung einer Darmspiegelung erhalten die Patientinnen und Patienten als Extra-Service eine Terminvergabe auf Wunsch innerhalb von 14 Tagen. Außerdem sind alle Darmreinigungsmittel für Teilnehmer am FacharztProgramm zuzahlungsfrei. Bei der diesjährigen Aktion, die im April gestartet ist, soll ein Hinweis in der Vertragssoftware den Hausarzt zusätzlich an die Ansprache der Versicherten erinnern.

Prof. Dr. Leopold Ludwig, MEDI-Sprecher und Vorsitzender des bng in Baden-Württemberg kommentiert: „Die Zahlen belegen den Effekt eines strukturierten Einladungs- und Informationsverfahrens. Von der zusätzlichen softwareunterstützten Erinnerungsfunktion beim Hausarzt versprechen wir uns einen weiteren positiven Effekt bei der Patientenmobilisation.“


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Pressemitteilung Thu, 28 Apr 2016 10:34:00 +0200
KV-Wahl: MEDI Baden-Württemberg legt Ziele fest http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=111 Zur Wahl der KV-Vertreterversammlung im Juli geht MEDI Baden-Württemberg mit drei... Zur Wahl der KV-Vertreterversammlung im Juli geht MEDI Baden-Württemberg mit drei fachübergreifenden Wahllisten für die Regionen Nordwürttemberg, Nordbaden und Südwürttemberg/Südbaden und einer Liste angestellte Ärztinnen und Ärzte ins Rennen. Zudem unterstützt MEDI die „Liste ärztlicher Psychotherapeuten, Psychosomatiker und Psychiater“, die der MEDI-Vize Dr. Michael Ruland anführt, die „Freie Liste der Psychotherapeuten“ des MEDI-Vorstandsmitglieds Dipl.-Psych. Rolf Wachendorf und die Liste ermächtigte Ärztinnen und Ärzte der Chefärzte Prof. Dr. Wolfgang Linhart, Prof. Dr. Burkard Lippert und Prof. Dr. Ludger Staib.

Auf den MEDI-Listen kandidieren dieses Mal mehr junge Ärztinnen und Ärzte. „Einige von ihnen werden entsprechend weit vorne platziert, sodass sie Chancen haben, in die Vertreterversammlung einzuziehen“, sagt MEDI-Chef Dr. Werner Baumgärtner. Bereits jetzt hat sich die MEDI-Spitze auf die Wahlziele geeinigt. Höchste Priorität haben die Weiterentwicklung der Selektivverträge, ein geordnetes Miteinander von Kollektiv- und Selektivverträgen und ein Ende der Hausarzt-Facharztkonflikte, die derzeit die KBV lähmen. „Unsere Projekte ,Arztpraxen 2020‘ und die Vernetzung unserer GbR Heilbronn spielen in unserem Wahlkampf eine große Rolle, weil sie die Zukunft der freien Praxen durch bessere Vernetzung und neue Kooperationen sichern können“, erklärt Baumgärtner.

„Arztpraxen 2020“ wurde von MEDI im letzten Jahr ins Leben gerufen, um dem Nachwuchsmangel im ambulanten Bereich entgegenzuwirken und Praxischefs und Nachwuchsärzten neue Arbeits- und Anstellungsoptionen anzubieten. Das Vernetzungsprojekt Heilbronn möchte Praxen wettbewerbsfähiger machen. Baumgärtner prognostiziert insbesondere Facharztpraxen ohne Anbindung an ein Ärztenetz schlechte Aussichten: „Sie werden sich schwertun, in der Konkurrenz zu Krankenhäusern zu bestehen. Nicht nur weil die Politik die Krankenhäuser immer mehr für die ambulante Versorgung öffnet, sondern auch wegen der Arbeitsbedingungen in den Praxen.“ Junge Ärztinnen und Ärzte möchten heutzutage lieber in größeren Kooperationen arbeiten, in denen sie sich untereinander austauschen können, geregelte Arbeitszeiten haben oder Teilzeit arbeiten können.

Außerdem fordert der MEDI-Vorstand ein Ende der Umverteilungen und der dauernd wechselnden Honorarverteilungsmaßstäbe und setzt sich für feste Ärztehonorare ein. „Dass das gelingen kann, haben wir vor fast 20 Jahren bewiesen. Unter meiner Führung von 1997 bis 2005 hat die KV Nord-Württemberg feste Honorare für viele Bereiche und Facharztgruppen ausgehandelt“, erinnert Baumgärtner.

Die MEDI-Ziele auf einen Blick:
  • Ja zur Körperschaft KV mit gleichwertiger Ordnungsfunktion und Interessenvertretung.
  • Ja zur fachübergreifenden Standespolitik.
  • Ja zu festen angemessenen Preisen. Sie sichern die Existenz der Praxen.
  • Ja zu Hausarzt- und Facharztverträgen neben dem Kollektivvertrag mit besserer Vergütung und Planungssicherheit.
  • Ja zur (elektronischen) Vernetzung der Praxen unter Berücksichtigung des Datenschutzes.
  • Ja zu Freiberufler-MVZs in der Hand niedergelassener Ärztinnen und Ärzte (Projekt „Arztpraxen 2020“).
  • Ja zum Streikrecht für Niedergelassene.
  • Ja zur GOÄ-Reform mit angemessener und stabiler Preisgestaltung. Keine EBMisierung der GOÄ und die Gemeinsame Kommission darf nur beraten.
  • Niederlassung muss sich wieder lohnen. Runde Tische und kleinräumige Bedarfsplanung halten den Nachwuchsmangel nicht auf. Stattdessen muss das Regressrisiko sinken.
  • Nein zu Klinik-MVZs. Krankenhäuser und Kapitalgesellschaften drängen immer weiter in die ambulante Versorgung.
  • Nein zur Umverteilung durch KVen/ KBV und zu EBM-Reformen.
  • Nein zu Budgetierung und Honorarverteilungsmaßstäben.
  • Nein zur institutionellen Öffnung der Krankenhäuser für die fachärztliche Versorgung und Substitution durch nichtärztliche Heilberufe bei Hausärzten.
  • Nein zu Portalpraxen auf unsere Kosten. MEDI hat bessere Versorgungskonzepte.
  • Nein zur Finanzierung von Ärztenetzen aus der Gesamtvergütung. Das Geld muss von Krankenkassen und Gemeinden kommen.
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Pressemitteilung Tue, 19 Apr 2016 12:59:00 +0200
GOÄ: Allianz fordert Neuverhandlung und neue Konzeption http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=110 In Zukunft muss der Präsident der Bundesärztekammer die GOÄ so zu seiner Chefsache machen, dass er... In Zukunft muss der Präsident der Bundesärztekammer die GOÄ so zu seiner Chefsache machen, dass er die Führung und die Verantwortung übernimmt. Die Verbände stellen klar, dass die Ablehnung der GOÄ durch den Vorstand der BÄK nicht nur die Legenden und Bewertungen, sondern auch die Neuformulierung des Paragraphenteils und der Bundesärzteordnung betrifft, weil die Vorgaben der Beschlussfassung des Sonderärztetages nicht erfüllt worden sind. Vor Beginn der Neuverhandlungen zur GOÄ müssen die Berufs- und Fachgesellschaften über die Vorlage vollständig informiert werden, die zur Ablehnung durch den Vorstand der BÄK geführt hat.

Zukünftig müssen folgende Punkte eingehalten werden, wenn die Berufsverbände einbezogen werden sollen:

  1. Die Verhandlungen müssen von einer Verhandlungskommission geführt werden, die bei Gebührenordnungen über die notwendige Fachkenntnis verfügt.

  2. Die Abteilung der Bundesärztekammer, die sich mit der Gebührenordnung beschäftigt, muss personell und materiell so ausgestattet werden, dass sie auch im Verhältnis zum Verhandlungspartner dieser Aufgabe gewachsen ist. Sie kann sich externer Experten bedienen.

  3. Die Berufsverbände und Fachgesellschaften sind in die Verhandlungen einzubeziehen. Dazu müssen Gremien eingeführt werden, in denen regelmäßig und umfassend über den Stand der Verhandlungen unterrichtet wird. In die zur Bewertung notwendigen Simulationsberechnungen werden sie einbezogen.

  4. Es gibt keine Notwendigkeit, den Paragraphenteil der seitherigen GOÄ sowie die Bundesärzteordnung zu ändern. Die Weiterentwicklung der GOÄ soll in einer Gebührenordnungskommission an der BÄK erfolgen, die dazu auch Vertreter der PKV und der Beihilfe zur Beratung hinzuziehen kann.

  5. Die Leistungslegenden und -bewertungen müssen wissenschaftlichen und fachlichen Erkenntnissen des Jahres 2016 entsprechen. Hierfür ist ein geeignetes Anhörungs- und Informationsverfahren mit den Fachgesellschaften sowie Berufsverbänden zu etablieren.

  6. Die Leistungsbewertungen müssen betriebswirtschaftlich kalkuliert und im Sinne einer grundsätzlichen Systematik weiterentwicklungsfähig ausgestaltet werden.

  7. Die Steigerungssätze müssen grundsätzlich und generell zur Verfügung stehen,um die Rechnung individuell anzupassen.

  8. Die Bildung von Analogziffern ist erlaubt. In der Gebührenordnungskommission können sie unter Berücksichtigung der Punkte 5, 6 und 7 als neue Ziffern in die GOÄ übernommen werden.

  9. Individuelle Gesundheitsleistungen müssen sich in der GOÄ wiederfinden.

  10. Das Angebot von individuellen Gesundheitsleistungen darf durch die GOÄ nicht behindert werden.

  11. Die neue GOÄ soll die hausärztlichen Leistungen besser als bisher abbilden.

  12. Die Berufsverbände und Fachgesellschaften können Änderungen der GOÄ der Gebührenordnungskommission vorschlagen, die diese zu bearbeiten und abschließend zu bewerten hat.
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Pressemitteilung Thu, 14 Apr 2016 12:57:00 +0200
GOÄ: MEDI GENO und HB begrüßen neuen Anlauf http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=109 MEDI GENO Deutschland und der Hartmannbund befürworten die Entscheidung der Bundesärztekammer,...
Zum Rundschreiben gelangen Sie hier...]]>
News Mon, 04 Apr 2016 14:32:00 +0200
Baden-Württemberg: Neuer Vertrag zur psychotherapeutischen Versorgung für Versicherte der DAK-Gesundheit startet am 1. April http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=108 Versicherte der DAK-Gesundheit im Südwesten, die psychotherapeutisch versorgt werden müssen,... Versicherte der DAK-Gesundheit im Südwesten, die psychotherapeutisch versorgt werden müssen, bekommen einen schnelleren Zugang zur Behandlung als in der Regelversorgung und werden besser betreut. Dafür hat die DAK-Gesundheit mit MEDI Baden-Württemberg einen neuen landesweiten Facharztvertrag abgeschlossen, von dem auch Ärzte und Psychotherapeuten profitieren. Die vier Berufsverbände Freie Liste der Psychotherapeuten, Deutsche Psychotherapeutenvereinigung (DPtV), Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) und Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie – Berufsverband Psychosoziale Berufe (DGTV-BV) unterstützen den Vertrag als Kooperationspartner. Die Teilnahme ist für Behandler und Versicherte freiwillig. Der Vertrag startet morgen. Das neue Behandlungsangebot ermöglicht es psychotherapeutisch tätigen Ärzten und Therapeuten kurzfristig mehr Zeit für ihre Patienten aufzuwenden. Der aktuelle Psychoreport der DAK-Gesundheit unterstreicht die Notwendigkeit des Vertrags: 2014 nahmen die psychischen Erkrankungen in Baden-Württemberg um neun Prozent zu. Seelenleiden waren damit die zweithäufigste Ursache für Fehltage in Baden-Württemberg und haben einen Anteil von 16,6 Prozent am gesamten Krankenstand. „Die Ergebnisse unseres Psychoreports verdeutlichen den bestehenden Handlungsbedarf, neue Angebote zu erarbeiten“, sagt Thomas Bodmer, Vorstandsmitglied der DAK-Gesundheit. „Dabei verbessern wir die Versorgung für unsere Kunden und passen das bestehende System an den tatsächlichen Bedarf der Betroffenen an. Unser neues Angebot verhindert lange Wartezeiten und reduziert Fehldiagnosen.“ Konkret verkürzt sich die Wartezeit von mehreren Monaten in der Regelversorgung, auf längstens vier Wochen und in dringenden Fällen sogar auf sieben Tage. Schnellere Termine und bessere Versorgung
„Die Patienten profitieren nicht nur von der schnelleren Terminvergabe und dem zeitnahen Behandlungsbeginn, sondern erfahren durch die vertraglich vereinbarten besonderen Therapieverfahren und -methoden auch noch eine bessere Behandlungsqualität“, sagt Dipl.-Psych. Rolf Wachendorf, Sprecher der Freien Liste der Psychotherapeuten und psychotherapeutischer Vertragsverhandler für MEDI. „Da der neue Vertrag auch Kindern und Jugendlichen offen steht, kommen diese Behandlungen auch ihnen zugute“, ergänzt Dr. Wolfgang Bürger von den DGVT-Berufsverband, „in der Regelversorgung haben Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten diesbezüglich größere Einschränkungen.“ Dr. Alessandro Cavicchioli, Landesvorsitzender der DPtV, betont: „Durch die volle Berücksichtigung aller F-Diagnosen und durch die Vereinfachung der Einschreibung ist der Zugang der Patienten zum Psychotherapeuten noch unkomplizierter. Der DAK-Vertrag erleichtert zudem auch die gruppentherapeutische Behandlung und die Teilnahme der analytischen Psychotherapie.“ Birgit Imdahl, Landesvorsitzende des BVDN, bewertet den DAK-Vertrag insgesamt als patientenfreundlicher als die Versorgung im KV-System: „Da wir alle Leistungen vergütet bekommen, können wir unseren Patienten eine qualitativ hochwertige und leitliniengerechte psychotherapeutische Behandlung entsprechend ihrer Erkrankung ermöglichen.“ Deutlich bessere Vergütung für Behandler
„Ärzte und Psychotherapeuten, die am Vertrag teilnehmen, erhalten etwa 30 Prozent mehr Honorar als in der Regelversorgung und es gibt keine Fallzahlbegrenzung“, unterstreicht Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg. Demnach beträgt die Grundpauschale, die die Behandler einmal in vier Quartalen abrechnen können, 60 Euro, weiterführende Einzelbehandlungen liegen zwischen 92 und 117 Euro. Für die Gruppentherapie bezahlt die Kasse 120 Euro für die kleine und 60 Euro für die große Gruppe. Der Vertrag nach § 73c SGB V mit der DAK-Gesundheit stieß bei den Behandlern schon vor seinem offiziellen Start auf großes Interesse: „Die kooperierenden Berufsverbände haben uns schon Wochen im Voraus eine rege Teilnahmeabsicht bestätigt“, so Baumgärtner. Insgesamt hat MEDI rund 3.680 Psychotherapeuten und Ärzte angeschrieben und sie mit den notwendigen Starterpaketen zur Vertragsteilnahme versorgt. Ärzte und Therapeuten können mit der Behandlung ihrer Patienten beginnen, nachdem sie ihre Teilnahme am Vertrag erklärt und ein für die Abrechnung notwendiges Programm in ihrer Praxissoftware installiert haben. Die DAK-Gesundheit hat in Baden-Württemberg rund 760.000 Versicherte und zählt damit zu den größten Krankenkassen im Land.]]>
Pressemitteilung Thu, 31 Mar 2016 16:25:00 +0200
Vernetzungsprojekt in Heilbronn wächst weiter http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=107 Knapp ein Jahr nach Beginn des Vernetzungsprojekts Heilbronn nehmen 107 Ärzte der MEDI GbR... Knapp ein Jahr nach Beginn des Vernetzungsprojekts Heilbronn nehmen 107 Ärzte der MEDI GbR Heilbronn und 7.413 Versicherte der AOK Baden-Württemberg und der BKK Audi daran teil. Inzwischen hat auch das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) die Vernetzungssoftware ViViAN (Virtuelle Vernetzung im Arztnetz) der MicroNova AG zertifiziert.

„Datenschutz und Datensicherheit standen bereits bei der Konzeption und Entwicklung von ViViAN an erster Stelle. Jetzt hat uns das renommierte ULD bestätigt, dass unsere Vernetzungssoftware in rechtlicher und technischer Hinsicht die Vorschriften zu Datenschutz und Datensicherheit erfüllt. Das ULD-Datenschutz-Gütesiegel gibt unseren Anwendern zusätzliche Sicherheit, dass ViViAN höchste Datenschutzanforderungen erfüllt“, erklärt Daniel Jozic, Vertriebsleiter für den Bereich eHealth & Medical IT von MicroNova.

ViViAN ermöglicht eine sichere Datenübertragung von einem Arzt-Computer auf den eines anderen Kollegen – unabhängig davon, welche Praxis-IT-Systeme die Ärzte haben. Seit Oktober 2015 arbeiten die vernetzten Praxen mit einem Medikationsplan, den MicroNova gemeinsam mit den Netzärzten entwickelt hat. Er wird per Update in den Praxen eingespielt und alle Ärzte, die an der Vernetzung teilnehmen, haben darauf Zugriff. Sobald ein Patient seine Einverständniserklärung unterzeichnet hat, können Verordnungsdaten schnell und sicher zwischen den behandelnden Ärzten ausgetauscht werden. Daraus entsteht der Medikationsplan, der immer aktuell ist und der auch Unverträglichkeiten anzeigt. Die Patienten bekommen ihren Medikationsplan zum Mitnehmen ausgedruckt.

„ViViAN und der Medikationsplan wurden von Beginn an in Zusammenarbeit mit den Netzärzten kontinuierlich erweitert und optimiert“, erklärt der Vorstandsvorsitzende von MEDI Baden-Württemberg, Dr. Werner Baumgärtner. „Die Ärzte erhalten die automatische Übertragung von Diagnosen, Verordnungen, Labordaten oder Allergien künftig als elektronischen Arztbrief. Der Arzt kann diese wichtigen Informationen als Fremdbefunde mit einem Klick in seiner Software ablegen“, so Baumgärtner weiter.
MEDI Baden-Württemberg hat das Vernetzungsprojekt Heilbronn zusammen mit der AOK Baden-Württemberg, der Audi BKK und der MicroNova AG im April 2015 gestartet. „Vernetzte Praxen bieten Patienten und Ärzten große Vorteile, weil die Zusammenarbeit von Haus- und Fachärzten besser und schneller funktioniert“, sagt Baumgärtner. „Darüber hinaus haben vernetzte Praxen bessere Perspektiven im Gesundheitsmarkt und sind attraktiver für den ärztlichen Nachwuchs.“

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Pressemitteilung Tue, 08 Mar 2016 10:01:00 +0100
MEDI Berlin: Senat vernachlässigt Impfungen bei Flüchtlingen http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=106 Berlin. Auf Grund der Masern-Epidemie hat sich der MEDI Verbund Berlin seit Anfang 2015 mit... Berlin.  Auf Grund der Masern-Epidemie hat sich der MEDI Verbund Berlin seit Anfang 2015 mit der Versorgung der Flüchtlinge beschäftigt und verschiedene Angebote zur Impfung an den Senat gemacht. Der stellvertretende Vorsitzende von MEDI Berlin, Dr. Holger Wloch: „Wir hatten sogar angeboten, ein „Impfmobil“ zur Verfügung zu stellen, das die verschiedenen Wohnheime anfahren könnte.“ Die Verhandlungen mit dem Senat verliefen jedoch sehr zäh und erfolglos. Anders mit einzelnen Bezirksgesundheitsämtern: so wurden wenigstens in Spandau und Treptow-Köpenick Vereinbarungen geschlossen und es werden dort eine nicht unbeträchtliche Zahl von Asylbewerbern in den Flüchtlingsheimen geimpft.

Seit Ende September 2015 wurde im LaGeSo die zentrale Impfstation der KV eröffnet und der Senat betrachtete damit das Problem als erledigt. MEDI-Vorstandsmitglied und Impfarzt Dr. Cornelius J. Rottacker: „Allerdings wurde auf Wunsch des Senates dort nicht gegen Keuchhusten und Windpocken geimpft; beides sind Infektionskrankheiten, die sich rasant ausbreiten können und für Schwangere und Neugeborene eine ernsthafte Bedrohung darstellen.“
 
Jedoch wird eine Fortführung der zentralen Impfstelle seitens des Senates nicht gewünscht, wie die KV Berlin im Januar 2016 mitgeteilt hat. Dr. Rottacker: „Auch die Gespräche zwischen MEDI Berlin und dem Senat brachten kein Ergebnis und schlussendlich erteilte uns die medizinische Leitung des LaGeSo im Februar 2016 eine endgültige Absage, da sie keinen weiteren Bedarf an Impfungen mehr sehe.“

Dr. Wloch äußert sich besorgt darüber, wie der Senat so einen ausreichenden Impfschutz der Flüchtlinge sicherstellen will: „Die überlasteten Kliniken haben sicherlich nicht das Personal, diese anspruchsvolle Aufgabe in ausreichendem Ausmaß wahrzunehmen. Nach unserer Ansicht ist eine erfolgreiche Immunisierung insbesondere der Kinder zentral bei der Registrierung in Berlin und später dezentral vor Ort in den Flüchtlingsunterkünften mit Hilfe der niedergelassenen Ärzte effektiv zu organisieren. Epidemiologisch sinnvolle Impfraten in den Flüchtlingsheimen lassen sich über Eingliederung der Flüchtlinge in die Regelversorgung sicherlich nicht kurzfristig erreichen. MEDI Berlin möchte weiter dazu beitragen, Epidemien wie die Masern-Epidemie 2015 durch indikationsgerechte Impfungen zu verhindern".
 
Wer ist MEDI: MEDI Berlin ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Vertragsärzten unterschiedlicher Fachrichtungen und Psychotherapeuten. Der Zweck und die Grundidee sind, im Interesse der Gesundheit der Patienten u.a. Behandlungsbedingungen und Arbeitsbedingungen der Ärzte zu verbessern.

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Pressemitteilung Wed, 17 Feb 2016 10:47:00 +0100
Verbände kritisieren GOÄ-Beschluss http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=105 Der Deutsche Hausärzteverband und die Allianz Deutscher Ärzteverbände, bestehend aus dem... Der Deutsche Hausärzteverband und die Allianz Deutscher Ärzteverbände, bestehend aus dem Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa), dem Hartmannbund, dem NAV-Virchow-Bund, dem BDI, MEDI GENO Deutschland und der GFB, treten gemeinsam für eine Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ein, die die Freiberuflichkeit der ärztlichen Tätigkeit schützt und eine angemessene und rechtssichere Vergütung der Ärzte gewährleistet.

Nach Überzeugung der Verbände ist das bisherige Verhandlungsergebnis, insbesondere die Änderungen des Paragraphenteils und der Bundesärzteordnung, nicht akzeptabel. Es ist für die niedergelassenen Ärzte enttäuschend, dass der außerordentliche Ärztetag mit der vom Marburger Bund gestützten Mehrheit dieser Auffassung durch Ablehnung des Entschließungsantrages „Forderung der Nachverhandlung der bisherigen Ergebnisse“ nicht gefolgt ist. Zudem ist dadurch die gemeinsam formulierte Forderung nach einem eigenständigen hausärztlichen Kapitel in der GOÄ vorerst verhindert worden.

Die facharztgruppenübergreifende Initiative resultiert aus der gemeinsamen Überzeugung, dass eine GOÄ-Novellierung nicht dazu führen darf, dass das individuelle Arzt-Patientenverhältnis eingeschränkt wird. Die Verbände sehen dies insbesondere durch die vorgesehene Einführung einer Gemeinsamen Kommission zur Weiterentwicklung der GOÄ (GeKo), an welcher auch der Verband der Privaten Krankenversicherungen (PKV-Verband) entscheidend beteiligt sein soll, nicht in einem ausreichenden Maße gewährleistet. Hiermit würden die privaten Krankenversicherer Einfluss auf Fragen haben, die ausschließlich die Patienten sowie ihre behandelnden Ärzte betreffen.

Es ist daher dringend erforderlich, dass der Vorstand der Bundesärztekammer einen fairen und offenen Dialog mit der gesamten Ärzteschaft sicherstellt, statt durch eine intransparente Verhandlungsführung dazu beizutragen die für Patienten und Ärzte entscheidende Reform zu gefährden. Als Vertretung insbesondere der niedergelassenen Ärzte werden die Verbände auch zukünftig in enger Absprache miteinander das Vorgehen der BÄK im Zuge der Novellierung der GOÄ kritisch begleiten.]]>
Pressemitteilung Mon, 25 Jan 2016 12:27:00 +0100
Terminservicestellen sind in Selektivverträgen überflüssig http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=104 Bundesweit starten die gesetzlich vorgeschriebenen Terminservicestellen bei den Kassenärztlichen... Bundesweit starten die gesetzlich vorgeschriebenen Terminservicestellen bei den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen). Sie sollen Patienten mit dringender Facharztüberweisung garantieren, dass sie nur noch maximal vier Wochen auf einen Termin warten müssen. Für Versicherte von AOK Baden-Württemberg und Bosch BKK, die an den Haus- und Facharztverträgen teilnehmen, ist der von den KVen stark kritisierte Service überflüssig. Eingeschriebene Patienten erhalten in der Regel innerhalb von zwei Wochen einen Termin beim Facharzt; im Akutfall sogar am selben Tag.

Die Vertragspartner in Baden-Württemberg haben die Termin-Thematik bereits 2010 beim Start des ersten Facharztvertrages für Kardiologie und allen weiteren Facharztverträgen vorausschauend berücksichtigt. Und das funktioniert sehr gut wie Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg und MEDI GENO Deutschland, betont: „Die patientenfreundliche schnelle Terminvergabe innerhalb von 14 Tagen oder schneller ist ein wesentlicher Vorteil der Selektivverträge, der sich auch aus der engeren Zusammenarbeit von Hausärzten und Fachärzten und der Bezahlung aller Fälle in den Facharztverträgen ergibt.“ Ein weiterer Vorteil: Anders als in der neuen gesetzlichen Planung zur Terminservicestelle können die am Facharztprogramm von AOK und Bosch BKK teilnehmenden Versicherten ihren Wunscharzt unter den teilnehmenden Ärzten frei wählen. Aktuell nehmen an den Facharztverträgen der AOK und der Bosch BKK landesweit rund 1500 Fachärzte und mehr als eine halbe Millionen Versicherte teil. ]]>
Pressemitteilung Mon, 25 Jan 2016 12:25:00 +0100
MEDI-Vize Ruebsam-Simon warnt vor EBMisierung der GOÄ http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=103 Der stellvertretende Vorsitzende von MEDI Baden-Württemberg, Dipl.-Pol. Ekkehard Ruebsam-Simon,...
Den gesundheitspolitischen Kommentar finden Sie hier. ]]>
News Wed, 13 Jan 2016 12:17:00 +0100
Baden-Württemberg: Baumgärtner - Genug der Analysen, wir bieten eigene Konzepte an http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=102 Versorgungsstärkungsgesetz, Krankenhausstrukturgesetz, E-Health-Gesetz, Anti-Korruptionsgesetz -... Hier gelangen Sie zum Rundschreiben. ]]> News Mon, 21 Dec 2015 13:44:00 +0100 MEDIVERBUND AG und ädg gründen neue Assekuranz http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=101 Nachdem auf politischer Ebene der Schulterschluss zwischen der Ärztegenossenschaft Nord eG und den... Nachdem auf politischer Ebene der Schulterschluss zwischen der Ärztegenossenschaft Nord eG und den MEDI Verbünden vollzogen ist, haben die dazugehörigen Managementgesellschaften nun auch ein gemeinsames Unternehmen gegründet: In der MEDI GENO Assekuranz GmbH bündeln sich künftig die Kräfte der im Norden angesiedelten ädg und der MEDIVERBUND AG im Südwesten. Im Fokus liegt die Versicherungsberatung und -vermittlung für Heilberufe – seit zwölf Jahren die Kernkompetenz der ädg.
Die ädg ist unabhängiger Versicherungsmakler und auf die Beratung von niedergelassenen Medizinern spezialisiert. Geschäftsführer Heino Ottsen erklärt die bewährte Strategie, die auch in der MEDI GENO Assekuranz fortgesetzt werden soll, mit diesen Worten: „Wir konzentrieren mit Rahmenverträgen die Nachfragekraft aus den Mitgliedschaften der Verbünde und können dadurch optimale Konditionen am Markt erzielen. So bekommen unsere Kunden keine pauschalen Produkte, sondern wir erarbeiten mit Versicherungsgesellschaften passgenaue, auf die Ärzteschaft zugeschnittene Versicherungslösungen, die von der jahrelangen Detailkenntnis über die Bedürfnisse eines niedergelassenen Mediziners profitieren. Aber nicht nur dem Praxisinhaber selbst, sondern auch den Mitarbeitern kann die MEDI GENO Assekuranz zukünftig Lösungen anbieten.“
Bei der Beratung und Analyse wird der bereits bestehende Versicherungsschutz mit einbezogen und kann auf Wunsch künftig durch die MEDI GENO Assekuranz verwaltet werden. Die Verträge werden dann regelmäßig auf Aktualität überprüft und in Schadensfällen wird dem Mandanten unterstützend und unkompliziert zur Seite gestanden.
MEDIVERBUND AG-Vorstand Frank Hofmann freut sich über den gelungenen Zusammenschluss: „Aus eigener Kraft eine solche Gesellschaft mit dem notwendigen Fachwissen aufzubauen wäre mit sehr hohem Aufwand verbunden. Für unsere Mitglieder ergeben sich daher besonders im Zugriff auf das Know-how der ädg große Vorteile - wir setzen auf einen etablierten Partner aus dem Assekuranz-Markt.“
Info MEDIVERBUND AG

Die MEDIVERBUND Aktiengesellschaft ist die Managementgesellschaft des MEDI Baden-Württemberg e.V., in dem rund 5.000 niedergelassene Haus- und Fachärzten und psychologischen Psychotherapeuten organisiert sind. Die AG ist rechtlich und wirtschaftlich selbstständig. Sie steuert und organisiert sämtliche wirtschaftliche Aktivitäten des MEDI Verbunds. Die bundesweite Dachorganisation MEDI GENO Deutschland zählt rund 17.000 Mitglieder und kooperiert mit vielen großen Ärzteverbänden.
Info ädg
Die ädg Ärztedienstleistungsgesellschaft mbH & Co. KG ist die Dienstleistungsgesellschaft der Ärztegenossenschaft Nord e.G. und der ägnw Ärztegenossenschaft Niedersachsen-Bremen e.G.. Sie ist auf niedergelassene Mediziner spezialisierte Versicherungsmaklerin und bietet zusätzlich für die derzeit ca. 4.000 Mitglieder Rahmenverträge zum günstigen Bezug von Waren sowie viele Dienstleistungen zur Kostensenkung und Ertragssteigerung der Praxis an. Die Konzentration dieser Wirtschaftsangebote schafft gleichzeitig für die Ärztegenossenschaften Freiräume zur Umsetzung berufspolitischer Aktivitäten.]]>
Pressemitteilung Tue, 15 Dec 2015 10:55:00 +0100
Baden-Württemberg: Gesundheitsminister Gröhe bestätigt Qualität und Patientennutzen der Selektivverträge http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=100 Dass der Hausarztvertrag und die Facharztverträge von AOK, Hausärzteverband und MEDI in... Dass der Hausarztvertrag und die Facharztverträge von AOK, Hausärzteverband und MEDI in Baden-Württemberg zu einer besseren Betreuung der Patienten führen, haben bereits zwei wissenschaftliche Studien der Universitäten Frankfurt/Main und Heidelberg eindeutig belegt. Nun kommt die Bestätigung des Bundesgesundheitsministers, Hermann Gröhe, hinzu.
Bei seinem Gespräch mit den Vertragsspitzen heute in Stuttgart ließ Gröhe keine Zweifel aufkommen: „Selektivverträge können die Versorgung der Patienten verbessern. Denn sie bauen Brücken zwischen den Versorgungsbereichen und Fachrichtungen und fördern die Zusammenarbeit, zum Beispiel von Haus- und Fachärzten, im Sinne der Patienten. Deshalb haben wir bereits im vergangenen Jahr die Gestaltungsspielräume bei der hausarztzentrierten Versorgung erweitert. Mit dem Versorgungsstärkungsgesetz wurden die Abschlüsse von Selektivverträgen weiter erleichtert. Die AOK und ihre ärztlichen Partner liefern ein sehr gutes Beispiel dafür, wie die ambulante ärztliche Versorgung gestärkt werden kann.“
Im Gespräch mit den Vertragspartnern wurde schnell klar, dass die Verträge sich gleichermaßen durch Qualitätsorientierung, Patientennutzen und Wirtschaftlichkeit auszeichnen. Sie sind nicht nur Garanten für eine flächendeckende und zukunftsweisende medizinische Versorgung im Land, sondern leisten angesichts eines drohenden Hausarztmangels auch einen gewichtigen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität des Arztberufes. Die Südwestzahlen sind eindrucksvoll: So nehmen derzeit rund 1,4 Millionen Versicherte sowie fast 4.000 Haus- und Kinderärzte am AOK-Hausarztvertrag teil. An den Facharztverträgen, bei denen neben der AOK auch die Bosch BKK Vertragspartner auf Kassenseite ist, sind rund 1.500 Fachärzte und über eine halbe Million Versicherte Teilnehmer.
Die Rechnung der Vertragspartner im Südwesten, eine bessere Alternative zur herkömmlichen Versorgung zu etablieren, ist voll aufgegangen: „Gesundheitspolitische Ziele, wie die Stärkung der niedergelassenen Ärzte, hohe Qualitätsorientierung für unsere Versicherten und eine bessere Vernetzung sind in Baden-Württemberg damit Wirklichkeit“, resümiert Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. Gerade chronisch kranke Menschen profitierten nachweislich von der strukturierteren Versorgung – etwa durch Reduzierung vermeidbarer Krankenhauseinweisungen und rationalere Arzneimitteltherapie.
„Die HZV ist die wichtigste Errungenschaft der letzten Jahrzehnte und aus den Hausarztpraxen nicht mehr wegzudenken“, ergänzt Dr. Berthold Dietsche, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg, „sie bringt mit der einfachen Vergütungsordnung endlich eine planbare, angemessene und feste Bezahlung, so dass wir uns voll auf die Belange unserer Patientinnen und Patienten konzentrieren können.“
Die Vertragspartner kündigten im Austausch mit dem Minister an, ihren Vertragsweg konsequent weiter zu gehen. Mit den Urologen soll im kommenden Jahr bereits die siebte Facharztgruppe eingebunden werden. Gerade durch die Facharztverträge profitieren die Patienten von der strukturierteren Zusammenarbeit zwischen Haus- und Fachärzten: „Termine innerhalb von 14 Tagen oder schneller, mehr Zeit für Patientengespräche und die Förderung innovativer Behandlungsmethoden sind handfeste Vorteile, die sich daraus ergeben“, fasst Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg und MEDI GENO Deutschland zusammen. Die bessere Vernetzung der Haus- und Facharztpraxen wollen die Vertragspartner künftig noch stärker befördern und pilotieren hierfür derzeit innovative IT-Strukturen.
Die Verträge im Südwesten setzen auch auf zukunftsorientierte Teamstrukturen in den Praxen. Dazu tragen vor allem speziell weitergebildete Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis (VERAH) bei, die den Hausarzt wirkungsvoll entlasten, etwa bei der Durchführung von Routinehausbesuchen. Mittlerweile sind 2.255 VERAHs in Baden-Württemberg im Einsatz – das ist knapp ein Drittel aller VERAHs bundesweit (7.155). Dafür steht den HZV-Praxen mit dem VERAHmobil ein von den Vertragspartnern geförderter Kleinwagen zur Durchführung von Hausbesuchen zur Verfügung. In den Facharztverträgen in Baden-Württemberg wurde 2014 das Pendant zur VERAH in Form der Entlastungsassistentinnen in der Facharztpraxis (EFA) eingeführt. EFAs übernehmen ebenfalls delegationsfähige Aufgaben und tragen dadurch zur Arztentlastung und zur weiteren Verbesserung der Patientenversorgung bei.]]>
Pressemitteilung Tue, 08 Dec 2015 17:20:00 +0100
MEDI Baden-Württemberg rüstet sich für die KV-Wahl 2016 http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=99 MEDI Baden-Württemberg hat die bevorstehende KV-Wahl bereits fest im Blick. „Das ist im kommenden... MEDI Baden-Württemberg hat die bevorstehende KV-Wahl bereits fest im Blick. „Das ist im kommenden Jahr unser wichtigstes Thema“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Dr. Werner Baumgärtner bei der Delegiertenversammlung vor 37 Teilnehmern. Im Südwesten wird MEDI eine eigene Wahlliste mit rund 100 Kandidaten aufstellen.

Darüber hinaus wird es noch drei weitere Listen von MEDI-Kandidaten geben: Die „Liste ärztlicher Psychotherapeuten, Psychosomatiker und Psychiater/Innen“ von MEDI-Vize Dr. Michael Ruland, die „Freie Liste“ von Dipl.-Psych. Rolf Wachendorf und eine Liste für ermächtigte Ärztinnen und Ärzte. Außerdem werden einige MEDI-Vertreter vereinzelt auf anderen Listen mitkandidieren.

„Unsere Verbände müssen wieder mehr  Einfluss auf die Körperschaften bekommen“, fordert Baumgärtner. Deswegen sucht MEDI innerhalb der Allianz Deutscher Ärzteverbände den Schulterschluss mit anderen Organisationen, insbesondere mit dem Hartmannbund. „Als fachübergreifende Verbände haben wir ähnliche Ziele und Interessen“, erklärt der MEDI-Chef, „deswegen halten wir es für sinnvoll, dass wir uns in einzelnen Ländern im Wahlkampf unterstützen. Nach den Wahlen sollten sich alle Verbände, auch der Hausärzteverband, darauf einigen, wie es in den KVen und der KBV weitergeht.“

Hohe Priorität wird im Wahlkampf auch die Nachbesetzung der Praxen haben. Damit der ärztliche Nachwuchs wieder mehr Interesse an der Niederlassung zeigt, hat MEDI Baden-Württemberg das Projekt „Arztpraxen 2020“ ins Leben gerufen. „Es eröffnet unseren Mitgliedern neue Formen der Kooperation und damit bessere Perspektiven“, erklärt Baumgärtner, „davon profitieren auch Ärztinnen, von denen nicht alle Vollzeit arbeiten können.“ Herzstück des Projekts sind freiberufliche Medizinische Versorgungszentren in der Hand von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten.

Zufrieden zeigte sich Baumgärtner mit den Entwicklungen beim Vernetzungsprojekt in der Region Heilbronn. Dort nehmen inzwischen 107 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten sowie 4.504 Versicherte der AOK Baden-Württemberg und der Audi BKK teil. „Wir gehen davon aus, dass unsere technischen Lösungen für die Vernetzung auch künftig diskriminierungsfrei im Rahmen der Telematik-Infrastruktur genutzt werden können“, so Baumgärtner.

Auch die Hausarzt- und Facharztverträge entwickeln sich gut weiter. Sowohl bei den Behandlern als auch bei den Patienten steigen die Teilnehmerzahlen.

Aktuell bemüht sich MEDI noch um Änderungen im Anti-Korruptionsgesetz. „Wir möchten erreichen, dass im Gesetz  der „Vorsatz“ zur Korruption eingearbeitet wird“, erklärt Baumgärtner und fügt hinzu: „Wir haben uns gemeinsam mit den Genossenschaften, die in MEDI GENO Deutschland organisiert sind, um ein Gespräch mit Justizminister Maas bemüht, bisher leider ohne Erfolg.“

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Pressemitteilung Thu, 19 Nov 2015 11:55:00 +0100
„Das Krankenhausstrukturgesetz geht zulasten unserer Praxen“ http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=98 In einem bundesweiten Rundschreiben wenden sich Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von...
Hier gelangen Sie zum Rundschreiben. ]]>
News Tue, 10 Nov 2015 12:02:00 +0100
DGN und MEDI GENO Deutschland vereinbaren KV-SafeNet-Sonderkonditionen http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=97 Ärzte und Psychotherapeuten, die MEDI GENO Deutschland angehören, erhalten beim Deutschen... Ärzte und Psychotherapeuten, die MEDI GENO Deutschland angehören, erhalten beim Deutschen Gesundheitsnetz (DGN) ab sofort einen KV-SafeNet-Anschluss zu besonderen Konditionen. Der zertifizierte Provider hat mit der deutschlandweiten Interessenvertretung für rund 17.000 freiberuflich tätige Ärzte und Psychotherapeuten eine Vertriebskooperation für KV-SafeNet vereinbart.
„Wir möchten unsere Mitglieder bei der Anbindung an das sichere Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen unterstützen“, erklärt Frank Hofmann, Vorstand der MEDIVERBUND AG. „Mit einem KV-SafeNet-Anschluss können sie datenschutzkonform mit ihrer KV online abrechnen und sind bestens für die zukünftigen Online-Anwendungen gerüstet.“
Das DGN stellt allen Verbandsmitgliedern, die über MEDI GENO Deutschland einen KV-SafeNet-Anschluss bestellen, den zertifizierten Zugangsrouter DGN GUSbox S für 30 Monate kostenfrei zur Verfügung. Nähere Informationen zu den Konditionen erhalten die Mitglieder bei ihren Landesverbänden.
Neben dem zuverlässigen Zugang zum KV-SafeNet lässt sich die DGN GUSbox auch für andere Anwendungen einsetzen – zum Beispiel als Faxserver oder für das sichere Surfen im Internet direkt am Praxisarbeitsplatz. „Darüber hinaus ist der sektorübergreifende Austausch elektronischer Arztbriefe und der Versand von DMP-Dokumentationen mit einer DGN GUSbox möglich“, berichtet DGN-Geschäftsführer Frank Löber. ]]>
Pressemitteilung Tue, 13 Oct 2015 10:49:00 +0200
Baden-Württemberg: Über 100 Ärzte und 3.300 Versicherte nehmen am Vernetzungsprojekt in Heilbronn teil http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=96 Im April fiel der Startschuss, heute ist in 90 von 107 teilnehmenden Praxen der MEDI GbR Heilbronn... Im April fiel der Startschuss, heute ist in 90 von 107 teilnehmenden Praxen der MEDI GbR Heilbronn die Vernetzungssoftware installiert. Darüber hinaus haben 3.334 Versicherte der AOK Baden-Württemberg und der Audi BKK ihre Teilnahmeerklärung für eine Behandlung im Rahmen der Vernetzung abgegeben. Die elektronische Übermittlung der Behandlungsdaten läuft somit auch. Zudem arbeiten die vernetzten Praxen inzwischen mit einem neuen Medikationsplan.
Dieser wurde gemeinsam mit den Netzärzten entwickelt und wird per Update eingespielt. Alle Praxen, die an der Vernetzung teilnehmen, haben darauf Zugriff. Sobald ein Patient seine Einverständniserklärung unterzeichnet hat, können Verordnungsdaten schnell und sicher ausgetauscht werden. Daraus entsteht der Medikationsplan, der immer auf dem neuesten Stand ist, und der den Behandlern auch Unverträglichkeiten anzeigt. Die Patienten bekommen ihren Medikationsplan zum Mitnehmen ausgedruckt.
„Damit erfüllen wir in Bezug auf das kommende E-Health-Gesetz jetzt schon wichtige Anforderungen“, betont Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Patienten, denen mindestens drei Medikamente gleichzeitig verordnet werden, ab Oktober 2016 einen Anspruch auf einen papierbasierten Medikationsplan haben, der mittelfristig auch über die elektronische Gesundheitskarte abrufbar sein soll. Den Medikationsplan sollen künftig auch Fachärzte ausstellen dürfen.
MEDI Baden-Württemberg hat das Projekt zusammen mit der AOK Baden-Württemberg und der Audi BKK gestartet. Die Partner werden von MicroNova unterstützt, die die Praxissoftware ViViAN (Virtuelle Vernetzung im Arztnetz) entwickelt hat. ViViAN ermöglicht eine sichere Datenübertragung aus einem Arzt-Computer auf den eines anderen Kollegen - unabhängig davon, mit welchen Praxis-IT-Systemen die Ärzte arbeiten. „Vernetzte Praxen bieten Patienten und Ärzten große Vorteile, weil die Zusammenarbeit von Haus- und Fachärzten besser und schneller funktioniert“, erklärt Baumgärtner und ergänzt: „Beteiligte Praxen haben außerdem viel bessere Perspektiven im Gesundheitsmarkt und sind deutlich attraktiver für den ärztlichen Nachwuchs. Die Vernetzung stärkt die ambulante Versorgung politisch und wirtschaftlich in der Konkurrenz zu Krankenhausträgern und Kapitalgesellschaften. Der Praxiswert steigt und neue Kooperationsmodelle werden möglich.“ ]]>
Pressemitteilung Fri, 09 Oct 2015 10:33:00 +0200
MEDI Südwest: Terminservicestellen verschlechtern Versorgung für Patienten http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=95 Die Entscheidung zur Einführung der Terminservicestellen für Patienten durch den Gesetzgeber, ist... Die Entscheidung zur Einführung der Terminservicestellen für Patienten durch den Gesetzgeber, ist aus Sicht der Ärzte des MEDI Verbundes nicht nachvollziehbar und wird die Versorgung für die Patienten nochmals deutlich verschlechtern.

In der Politik wird auf der einen Seite eine schon fast realitätsferne Diskussion der „Überversorgung“ und Streichung von Arztsitzen geführt, auf der anderen Seite werden dann hektische Maßnahmen getroffen, weil Patienten angeblich nicht schnell genug Facharzttermine bekommen. „Das eigentliche Problem liegt nicht in mangelnden Ressourcen zur medizinisch erforderliche Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen. Vielmehr werden die Fachärzte durch den „freien“ Zugang aller Patienten täglich durch die seitens des Patienten selbst gestellte dringende Erforderlichkeit zur Diagnostik von eiligen Terminwünschen überschwemmt.“ stellt Dr. Ralf Schneider aus Alzey, Vorstandsvorsitzender von MEDI Südwest, klar.

Für seinen fachärztlichen Kollegen, Dr. Ralf Loos, Neurologe aus Alzey, kann deshalb nur der Hausarzt als „Lotse“ eine steuernde Funktion für die Patienten übernehmen und damit die vorhandenen ärztlichen Ressourcen sinnvoll verteilen. Die Terminservicestellen werden die Lage für Patienten weiter verschlechtern, weiß Dr. Schneider aus den täglichen Erfahrungen in seiner Praxis in Alzey zu berichten.

„Die Lage wird dann kompliziert und unklar für die Patienten: wie weist der Patient nach, dass er sich bereits vergeblich selbst um einen Termin beim Facharzt bemüht hat, zumal jeder Anrufer dann eine Überweisung vom Hausarzt benötigt? Wunschtermine beim Wunschfacharzt wird es nicht geben, die Patienten müssen aber dafür sogar eine gewisse Entfernung in Kauf nehmen.“ Den Patienten wird zudem ein völlig falsches Bild vermittelt, wonach jeder Patient zu jeder Zeit unbegrenzte medizinische Versorgung in Anspruch nehmen könne. Medizinisch unberechtigten Wünschen nach einer raschen Vorstellung beim Facharzt, wird so eine Plattform geboten.

Am Ende könnte dann sogar eine teure oder gar unnötige Behandlung in der Klinik drohen. Der Verdrängungswettbewerb zu Lasten der Niedergelassenen wird damit eingeleitet, der Leidtragende dieser Monopolisierung wird vor allem der Patient sein. Er wird keine bessere Versorgung haben und die Kosten der Versorgung werden deutlich über dem heutigen Niveau liegen.

Nur ein gemeinsames, starkes Auftreten von Hausärzten und Fachärzten im Verbund von Netzen, wie MEDI Südwest und den medidoc rheinhessen-pfalz, kann dieser gesundheitspolitischen Fehlentwicklung entgegenwirken.

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Pressemitteilung Fri, 25 Sep 2015 09:20:00 +0200
Baden Württemberg: Neues Wundseminar kommt bei Ärzten gut an http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=94 Die MEDIVERBUND AG bietet ab jetzt eine eigene produktneutrale Fortbildung für niedergelassene... Die MEDIVERBUND AG bietet ab jetzt eine eigene produktneutrale Fortbildung für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in der modernen Wundversorgung an. Dazu hat sie gemeinsam mit der Wundmitte GmbH ein Curriculum mit 48 Unterrichtseinheiten in sechs Tagen entwickelt. Nach erfolgreichem Abschluss der Fortbildung erhalten die Teilnehmer das Zertifikat „Ärztlicher Wundtherapeut“. In Deutschland leiden schätzungsweise vier bis fünf Millionen Patienten an chronischen Wunden. „Längst haben Hersteller von Verbandstoffen und Wundauflagen den wachsenden Bedarf in diesem Bereich erkannt und bringen ständig neue Produkte auf den Markt“, erklärt Angelika Bölhoff, Projektleiterin der MEDIVERBUND AG. Auch Wundmanager sind eine attraktive Zielgruppe. Einige Hersteller beschäftigen sogar eigene Wundmanager oder locken freiberufliche oder in Homecare-Unternehmen Beschäftigte mit Umsatzbeteiligungen. „Das macht es dem behandelnden Arzt schwer, einen Überblick zu behalten und die Empfehlungen der nichtärztlichen Wundmanager richtig einzuordnen“, weiß Bölhoff. Deswegen setzt die MEDIVERBUND AG auf eine produktneutrale Fortbildung in diesem Bereich. „Im Fokus steht die ärztliche Wundbeurteilung, denn Wunde und Wundumgebung geben die beste Auskunft darüber, welche Maßnahmen nötig sind, um die Wundheilung zu fördern“, so Bölhoff. Hygiene, Schmerztherapie, Wunddokumentation und Recht sind aber ebenso Bestandteil der Fortbildung. Darüber hinaus testen die Teilnehmer an lebensgroßen Modellen von Körperteilen unterschiedliche Produkte auf ihre Funktionalität hin. Praktische Übungen zur Kompressionstherapie gehören ebenfalls zum Seminar. Am letzten Tag begleiten die Teilnehmer den wissenschaftlichen Leiter der Fortbildung im  Klinikum Bad Cannstatt bei seiner Wundvisite und tauschen sich mit ihm über die Methoden der modernen Wundversorgung am Patienten aus. „Das Feedback nach unserer ersten Fortbildung war mehr als positiv“, zieht Bölhoff Bilanz, „die Teilnehmer kannten Schulungen dieser Art bisher nicht und baten uns, künftig auch Auffrischungskurse anzubieten.“ Für MEDI Mitglieder kostet die Fortbildung ohne MwSt. 1.490 Euro, Nicht-Mitglieder bezahlen 1.790 Euro.

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Pressemitteilung Wed, 23 Sep 2015 10:39:00 +0200
Baden-Württemberg: Pädiatriemodul in der HZV erreicht in kürzester Zeit hohe Akzeptanz http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=93 Vor knapp zwei Jahren startete das Pädiatrie-Modul als eigenständige Säule der hausarztzentrierten... Vor knapp zwei Jahren startete das Pädiatrie-Modul als eigenständige Säule der hausarztzentrierten Versorgung (HZV) von AOK Baden-Württemberg, MEDI Baden-Württemberg, Hausärzteverband und Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Mittlerweile sind mehr als 300 Kinder- und Jugendärzte und deutlich über 80.000 junge Versicherte eingeschrieben. „Die Entwicklung der Teilnehmerzahlen liegt über unseren Erwartungen und belegt, dass es gemeinsam gelungen ist, die modernen und speziellen Anforderungen der Kinder- und Jugendversorgung vollumfänglich abzubilden“, sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. „Wie mit dem HZV-Vertrag insgesamt haben wir auch für den wichtigen Bereich Pädiatrie bundesweit Maßstäbe gesetzt und einen Qualitätssprung ermöglicht.“ Das Modul umfasst einen umfangreichen Leistungskatalog, der wie in allen anderen Verträgen die Behandlungsqualität in den Fokus rückt und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse einbezieht. So sind ein Präsenzlabor (BB und CRP) – das eine schnelle Diagnose möglich macht und dadurch beispielsweise Fehlbehandlung mit Antibiotika vermeiden hilft – ebenso Vertragsbestandteil wie das Amblyopie-Screening. Sonografieleistungen oder sozialpädiatrische Beratung sind als Zuschlags- bzw. Einzelleistungen eingebunden. Kinder und Jugendliche, die in das Pädiatriemodul eingeschrieben sind, können zudem die kostenfreien Paed.Check-Vorsorgen in Anspruch nehmen. Diese erweiterten Vorsorgeuntersuchungen überprüfen und fördern nicht nur die körperliche Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, sondern auch und gerade ihre emotionale, soziale und intellektuelle Entwicklung. „Die pädiatrische Versorgungssäule im baden-württembergischen HZV-Vertrag bildet unsere Arbeit exzellent ab“, urteilt Dr. Roland Fressle, Landesverbandsvorsitzender des BVKJ. „Wir setzen nicht erst dann an, wenn eine Krankheit bereits aufgetreten ist, sondern richten die Aufmerksamkeit darauf, die Risiken schon im Vorfeld zu erkennen und entsprechend gegenzusteuern.“ Zudem werde die Vorsorge auch für Kinder bis zum Abschluss des zehnten Lebensjahrs und danach für Jugendliche ausgedehnt. „Darüber hinaus wird das Pädiatriemodul kontinuierlich weiterentwickelt und an die Erfordernisse angepasst. So sind nunmehr auch Leistungen der Schwerpunktpädiatrie und Zusatzweiterbildungen enthalten“, so der BVKJ-Landesverbandsvorsitzende. Damit habe sich die Möglichkeit, ein individuelles, differenziertes Behandlungsangebot zu machen, abermals verbessert. Dr. Werner Baumgärtner, Vorsitzender von MEDI Baden-Württemberg, ergänzt: „Nicht zuletzt ist der Vertrag auch unter dem finanziellen Aspekt für die teilnehmenden Ärzte interessant.“ Der Fallwert liege stabil mehr als 50 Prozent über dem des Kollektivvertrags. „Der Beratungs- und Zeitaufwand ist in der Vereinbarung realistisch abgebildet, es gibt weder Budgetierung noch Fallzahlbegrenzung und der erhöhte Versorgungsaufwand sowohl für 2- und 3-Jährige als auch für Chroniker erfährt Berücksichtigung“, so Baumgärtner weiter.

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Pressemitteilung Mon, 21 Sep 2015 13:44:00 +0200
Facharztverträge in Baden-Württemberg: Entlastung durch EFAs jetzt auch für Kardiologen und Gastroenterologen http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=91 Im FacharztProgramm von AOK Baden-Württemberg und Bosch BKK können seit Juli auch Kardiologen und... Im FacharztProgramm von AOK Baden-Württemberg und Bosch BKK können seit Juli auch Kardiologen und Gastroenterologen sogenannte „Entlastungsassistentinnen in der Facharztpraxis“ (kurz: EFAs) einsetzen. Sie übernehmen ähnlich der Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (VERAH) delegationsfähige Aufgaben, die auf einzelne Facharztgruppen oder auf bestimmte Erkrankungen innerhalb einer Facharztgruppe zugeschnitten sind. Diese innovative Unterstützung trägt zur weiteren Verbesserung der Patientenversorgung bei.
EFAs kommen im Modul Neurologie des PNP-Facharztvertrags bereits seit 2014 als Neuro-EFAs bei Patientinnen und Patienten mit Parkinson, Demenz, Epilepsie und Multiple Sklerose zum Einsatz. Bei Epilepsie-Patienten unterstützen sie den Arzt zum Beispiel bei der Kontrolle der regelmäßigen Medikamenten-Einnahme oder der Anfallsdokumentation. Als Voraussetzung für diese Tätigkeit durchlaufen die Medizinischen Fachangestellten (MFAs) eine im 73c-Vertragswerk definierte spezifische Weiterbildung, die auch von der Landesärztekammer Baden-Württemberg zertifiziert ist. Die Fortbildung übernimmt das Institut für fachübergreifende Fortbildung und Versorgungsforschung der MEDI Verbünde (IFFM). Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, zum Stellenwert der EFA: „Spezifisch weitergebildete MFAs stellen für die Verbesserung der ambulanten Versorgungsqualität eine immer wichtigere Säule dar. Mit den EFAs setzen wir gemeinsam mit den ärztlichen Vertragspartnern auch in den Facharztverträgen das Erfolgskonzept der VERAHs fort, das in der hausarztzentrierten Versorgung bereits seit Jahren erfolgreich etabliert ist.“ Der stellvertretende Vorsitzende von MEDI Baden-Württemberg, Mediziner und Dipl.-Pol. Ekkehard Ruebsam-Simon, Verantwortlicher für das IFFM, ergänzt: „Die EFAs sind eine wesentliche Neuerung, denn sie ermöglichen eine intensivere und verbesserte Betreuung der Patienten und entlasten die Ärzte bei wichtigen Routinearbeiten. Damit werten sie das FacharztProgramm weiter auf. Darüber hinaus haben die Vertragspartner vereinbart, dass EFAs nach der Fortbildung jährlich mindestens einen Qualitätszirkel absolvieren, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben.“ Für den Bereich Kardiologie können MFAs jetzt das notwendige Wissen in einer 80-stündigen Fortbildung zum Umgang mit den Krankheitsbildern Hypertonie, Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz, Vitien und KHK erwerben bzw. vertiefen. Kardio-EFAs stellen gerade bei betreuungsintensiven Patienten eine wertvolle Unterstützung dar; in vielen Praxen wirken sie außerdem bei der Planung und Umsetzung von Patientenschulungen mit. Ein entsprechendes Aufgabenprofil ist vertraglich hinterlegt. Für MFAs aus Praxen, die am 73c-Facharztvertrag Gastroenterologie teilnehmen, wurde ein ebenfalls 80-stündiges Curriculum entwickelt. Verantwortlich zeichnet hier die Akademie für Medizin und Management (AkaMeMa) in Kooperation mit dem Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen in Baden-Württemberg und dem IFFM. Versorgungsbereiche dieser EFAs werden insbesondere chronische Magen- und Darm- sowie Oberbaucherkrankungen sein. Die Versorgungsleistungen der EFAs werden in den Facharzt-Verträgen Gastroenterologie und Kardiologie rückwirkend ab dem 1. Juli vergütet. PD Dr. Ralph Bosch, 1. Regionalvorsitzender des BNK Baden-Württemberg und Prof. Leopold Ludwig, Landesvorsitzender des bng Baden-Württemberg begrüßen das neue Angebot ausdrücklich. Beide sind sich sicher, dass die Fachärzte durch die EFAs mehr Zeit für die eigentliche Behandlung und das Gespräch mit den Patienten bekommen. Neue Schulungsangebote sollen ab Herbst beginnen, so die beiden Ärztevertreter weiter. ]]>
Pressemitteilung Tue, 11 Aug 2015 17:17:00 +0200
SpiFa wird Mitglied der Allianz http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=88 Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) ist neuer Teil der Allianz deutscher... Die Allianz deutscher Ärzteverbände wurde im Mai 2007 aus dem Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) e.V., dem Bundesverband der Ärztegenossenschaften e.V., der Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB) e.V., dem Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschlands e.V., aus MEDI-GENO Deutschland e.V. und dem NAV-Virchow-Bund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V. gegründet.
Mit dem SpiFa tritt nun der Dachverband von derzeit 26 Mitgliedsverbänden bei, der rund 120.000 Fachärzte repräsentiert.

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Pressemitteilung Wed, 05 Aug 2015 08:37:00 +0200
Baumgärtner zum Anti-Korruptionsgesetz: Wir brauchen kein Sonderstrafrecht http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=90 Als Reaktion auf den Kabinettsentwurf zum Anti-Korruptionsgesetz erklärt der Vorstandsvorsitzende... Als Reaktion auf den Kabinettsentwurf zum Anti-Korruptionsgesetz erklärt der Vorstandsvorsitzende von MEDI Baden-Württemberg, Dr. Werner Baumgärtner, in seinem Rundschreiben an die Mitglieder im Land: "Dieses Gesetz ist ein weiterer Schritt in Richtung staatliches Gesundheitswesen, weil man den selbstständigen Praxen den Garaus macht." Baumgärtner betont, dass eine beabsichtigte Korruption selbstverständlich auch im ärztlichen Bereich geahndet gehöre, jedoch hält er es für überzogen, dass für niedergelassene Ärzte nun ein Sonderstrafrecht eingeführt wird. Gestern haben wir in der Allianz Deutscher Ärzteverbände in Berlin unter Moderation eines prominenten Rechtsanwalts aus Baden-Württemberg über den Kabinettsentwurf des sogenannten Anti-Korruptionsgesetzes diskutiert. Die Allianz hat eine entsprechende Pressemeldung veröffentlicht, die Sie auch auf www.medi-verbund.de nachlesen können. Fakt ist, dass ein Sonderstrafrecht für alle freiberuflichen Ärzte eingeführt wird. Alle berufsrechtlichen Verfehlungen werden nun strafrechtlich verfolgt und geahndet. Das Gesetz ist so angelegt, dass jeder, von wem auch immer geäußerte Verdacht, zu staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen führen kann. Verjährt sind die Sachverhalte nach 10 (!) Jahren, sodass ich vermute, dass  zunächst einmal diejenigen Kolleginnen und Kollegen als Zielscheibe dienen könnten, die in den letzten Jahren ausgeschiedenen sind. Schließlich braucht man sie ja nicht mehr für die Versorgung.
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Natürlich muss eine beabsichtigte Korruption wie bei jedem anderen Bürger bestraft werden und im ärztlichen Bereich gibt es auch schwarze Schafe, die bereits berufsrechtlich oder strafrechtlich verfolgt und bestraft wurden.  Aber es gibt keinen Grund für ein Sonderstrafrecht in dieser Dimension, das praktisch jede ärztliche Kooperation mit wirtschaftlichem Hintergrund unter Generalverdacht stellt, wie z. B. wirtschaftliche Aktivitäten in Praxisnetzen oder Genossenschaften. Wir sind keine Beamten oder angestellte Sozialarbeiter. Wir sind freiberufliche, selbstständige Unternehmer, die schon durch die Rahmenbedingungen im Kollektivvertrag eingeengt und drangsaliert werden. Jetzt werden wir noch Freiwild für Denunziation und staatsanwaltschaftliche Ermittlungen. Ich denke, dieses Gesetz ist ein weiterer Schritt in Richtung staatliches Gesundheitswesen, weil man den selbstständigen Praxen den Garaus macht. Wie wir unter diesen Bedingungen Nachwuchs für unsere Praxen finden sollen, ist mir schlichtweg schleierhaft. Wir werden alles versuchen, diesen Entwurf in eine Richtung zu verändern, dass ganz konkret im Gesetz steht, was erlaubt ist und was nicht. Außerdem muss der Bezug zum Berufsrecht weg.  Ob wir Änderungen angesichts des aktuellen „Mainstreams“ in der  Gesundheitspolitik  erreichen, sehe ich durchaus kritisch, dennoch müssen wir handeln! Ganz anders ist meine Einschätzung nach der Verhandlung zum Streikrecht für uns vor dem Sozialgericht Stuttgart. Unsere Klage wurde zwar abgelehnt, aber die Fragestellung, ob wir ein Streikrecht haben, wurde zugelassen. Die Richter hielten die Frage für so wichtig, dass sie Sprungrevision zum Bundessozialgericht zugelassen haben. Das ist ein erster Erfolg und ich bin durchaus optimistisch, vor dem BSG oder ggf. später auf europäischer Ebene, eine positive Entscheidung zu erreichen. Es muss uns erlaubt sein, unsere Praxen ohne Androhung eines Zulassungsentzugs zu schließen! Wir bleiben dran.]]>
News Fri, 31 Jul 2015 17:10:00 +0200
Anti-Korruptionsgesetz: Ärzte-Allianz kritisiert Zielsetzung http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=46 Es ist auch mit diesem Gesetzentwurf für den Arzt nicht zweifelsfrei erkennbar, ob sein medizinisch... Es ist auch mit diesem Gesetzentwurf für den Arzt nicht zweifelsfrei erkennbar, ob sein medizinisch und wirtschaftlich sinnvolles Handeln am Ende nicht doch strafbar wird. Damit wird das von der Ärzteschaft gleichermaßen getragene Ziel, das Vertrauen der Patienten in die Integrität heilberuflicher Entscheidungen zu schützen und den Wettbewerb im Gesundheitswesen zu stützen durch fehlende Praxistauglichkeit verfehlt, befürchtet die Allianz deutscher Ärzteverbände.
Zwar werde im Kabinettsbeschluss inzwischen eine "gesundheitspolitisch grundsätzliche gewollte" Zusammenarbeit anerkannt und einzelne Kooperationsformen des Sozialgesetzes exemplarisch aufgelistet, es bleibe jedoch ein erhebliches, nicht kalkulierbares Strafbarkeits- und Kriminalisierungsrisiko für alle im Gesundheitswesen maßgeblichen Akteure durch die nach wie vor bestehende Weite und Unschärfe des Tatbestandes.

Des Weiteren bleibt der Bezug bei der Strafbarkeit auf das jeweilige Berufsrecht ein Verstoß gegen den Grundsatz des Gesetzesvorbehaltes, auch wenn der Berufsrechtsbezug jetzt abgemildert formuliert ist. Dem Gesetzesvorbehalt zufolge hat ausschließlich der demokratisch legitimierte Gesetzgeber über eine etwaige Strafbarkeit zu entscheiden und nicht die Berufsrechtlichen Regelungen, die zudem die jeweiligen berufsständische Kammern in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich ausgestalten können.
Insbesondere das nun implementierte ausdrückliche Antragsrecht von Krankenkassen und Versicherungsunternehmen birgt ein hohes Konfliktpotential und eine einseitige Verzerrung des Wettbewerbs zugunsten von Kassen und Versicherungen, befürchtet der Zusammenschluss der großen ärztlichen Berufsverbände. So könnten sich zukünftig Kostenträger zur "Lösung" wirtschaftlicher Konfliktfragen strafrechtlicher Mittel bedienen und Strafanträge gegen Leistungserbringer stellen - und sei es nur, um aus Sicht des Strafantragstellers begehrenswerte, aber ansonsten diesem verborgene Informationen aus Ermittlungsakten zutage zu fördern.

In den Auswirkungen wird dieses Gesetz jedenfalls nicht dazu beitragen, dem ärztlichen Nachwuchs die Niederlassung attraktiv zu machen und dadurch auch zukünftig die flächendeckende Versorgung durch Praxisärzte zu gewährleisten.]]>
News Thu, 30 Jul 2015 15:04:00 +0200
Streikrecht für Vertragsärzte: Baumgärtner zieht vor das BSG http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=47 Ob niedergelassene Ärzte streiken dürfen, wird das Bundessozialgericht (BSG) entscheiden müssen.... Ob niedergelassene Ärzte streiken dürfen, wird das Bundessozialgericht (BSG) entscheiden müssen. Das Sozialgericht Stuttgart hat die Klage des Vorstandsvorsitzenden von MEDI Baden-Württemberg, Dr. Werner Baumgärtner, abgewiesen, aber die Frage, ob Vertragsärzte streiken dürfen, grundsätzlich zugelassen. Außerdem hat das Gericht eine Sprungrevision zugelassen.
Baumgärtner hat gegen die KV Baden-Württemberg geklagt (AZ.: S 4 KA 3147/13). „Selbstverständlich hätte ich mich über ein positives Urteil gefreut, ich kann aber mit der Entscheidung des Gerichts leben, weil die Richterin in ihren Ausführungen zum Urteil klar festgestellt hat, dass die Frage, ob Vertragsärzte streiken dürfen oder nicht, grundsätzlich geklärt werden muss“, erklärt der MEDI Chef und ergänzt: „Über die Sprungrevision bin ich froh, da wir dadurch Zeit sparen.“
Hintergrund der Klage war eine Protestaktion, die Baumgärtner zusammen mit fünf anderen niedergelassenen Ärzten im Südwesten vor drei Jahren durchgeführt hatte. Die Ärzte schlossen zwei Tage lang ihre Praxen aus Protest gegen die Honorarpolitik der KBV und zeigten dies gegenüber der KV Baden-Württemberg als „Warnstreik“ an. Die KV erklärte die Aktion für juristisch nicht zulässig und sprach Baumgärtner einen Disziplinarverweis aus. Der wehrte sich dagegen nun vor Gericht.
„Mit dem LSG Niedersachsen-Bremen (Urt. v. 09.04.2008, L 3 KA 139/06) sind wir der Rechtsauffassung, dass sich alle Menschen in ihrer Eigenschaft als Angehörige eines Berufes grundsätzlich auf Art. 9 Abs. 3 GG berufen können. Die Rechtsansicht, dass nur Arbeitnehmer ein Streikrecht haben, ist verfassungsrechtlich nicht haltbar und inzwischen auch deutlich durch die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) widerlegt“, heißt es in der Erwiderung der Kanzlei Klammt-Asprion & Steck aus Tübingen, die Baumgärtner vertritt. Vor dem Hintergrund dieser Rechtsprechung habe auch das Bundesverwaltungsgericht festgestellt, dass sogar das beamtenrechtliche Streikverbot nach Art. 33 Abs. 5 GG mit dem nach Art. 11 Abs. 1 EMRK in Verbindung mit der Rechtsprechung des EGMR zu gewährenden Streikrechts für Beamte unvereinbar sei und den Gesetzgeber dazu aufgefordert, diese Kollisionslage aufzulösen. „Dies muss erst recht für Vertragsärzte gelten. Diese unterliegen noch nicht einmal - wie die Beamten - einem verfassungsrechtlich normierten Streikverbot“, argumentierten Baumgärtners Anwälte.
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Pressemitteilung Thu, 23 Jul 2015 15:05:00 +0200
Bessere psychotherapeutische Versorgung für DAK-Versicherte in Baden-Württemberg http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=48 Der Vertrag wurde nach § 73c SGB V geschlossen und ermöglicht es Ärzten und Psychotherapeuten... Der Vertrag wurde nach § 73c SGB V geschlossen und ermöglicht es Ärzten und Psychotherapeuten kurzfristig mehr Zeit für die Behandlung ihrer Patienten aufzuwenden. „Dank unseres Vertrags bekommen DAK-Versicherte, die dringend psychotherapeutisch versorgt werden müssen, einen schnelleren Zugang zur Behandlung als in der Regelversorgung“, erklärt der Vorstandsvorsitzende von MEDI, Dr. Werner Baumgärtner. Der Erstkontakt erfolgt in der Regel binnen 14 Tagen, in dringenden Fällen sogar innerhalb von drei Tagen. Die Wartezeit auf eine Behandlung, die in der Regelversorgung Monate dauern kann, dauert im DAK-Vertrag im längsten Fall vier Wochen, in dringenden Fällen sieben Tage.
„Durch die schnelle Terminvergabe und den zeitnahen Beginn mit den vereinbarten besonderen Therapieverfahren und -methoden bieten wir unseren Versicherten eine bessere Behandlungsqualität“,  so Siegfried Euerle, Leiter des Vertragsgebietes Baden-Württemberg. „Dadurch können das Risiko einer Chronifizierung eingeschränkt und Rückfallquoten reduziert werden. Durch eine zielgenaue Leistungssteuerung steigt außerdem die Patientenzufriedenheit bei gleichzeitiger Erhöhung der Wirtschaftlichkeit der Versorgung. Die Teilnahme der DAK-Versicherten ist unabhängig von einer Teilnahme am Hausarztvertrag ihrer Kasse“.
Ärzte und Psychotherapeuten, die am DAK-Vertrag teilnehmen, erhalten eine höhere Vergütung als im Kollektivvertrag mit der Kassenärztlichen Vereinigung.
Im Zusammenhang mit der Änderung der Bereinigungsregelung zu Vergütungen aus Selektivverträgen im GKV-Versorgungsstärkungsgesetz ist der Vertrag eine Vorlage für weitere Facharztverträge mit der DAK-Gesundheit  in anderen Bundesländern - selbst nach der Streichung des § 73c SGB V und der Neugestaltung des § 140a SGB V (besondere Versorgung).]]>
Pressemitteilung Fri, 10 Jul 2015 15:06:00 +0200
Sozialgericht Stuttgart verhandelt über Streikrecht für niedergelassene Ärzte http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=49 Seit geraumer Zeit fordert MEDI Baden-Württemberg ein Streikrecht für niedergelassene Ärztinnen und...
Hier gelangen Sie zum Rundschreiben und zum Verhandlungstermin.]]>
News Fri, 03 Jul 2015 15:09:00 +0200
Baumgärtner bleibt Landesvorsitzender http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=50 Dr. Werner Baumgärtner bleibt auch für die nächsten vier Jahre Vorstandsvorsitzender von MEDI... Dr. Werner Baumgärtner bleibt auch für die nächsten vier Jahre Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg. Die Delegiertenversammlung hat ihn in geheimer Wahl einstimmig wiedergewählt.
Zu Baumgärtners Stellvertretern wurden Dipl.-Pol. Ekkehard Ruebsam-Simon (Allgemeinmedizin), Dr. Michael Ruland (Allgemeinmedizin) und Dr. Norbert Smetak (Kardiologie) gewählt. Im Vorfeld der Wahl wurde die Satzung von MEDI Baden-Württemberg geändert, wonach drei anstatt zwei stellvertretende Vorsitzende gewählt werden mussten. Im geschäftsführenden Vorstand sind außerdem vertreten: Dr. Michael Oertel (Schatzmeister), Dr. Anne Vitzthum und Dr. Markus Klett (Beisitzer Nordwürttemberg), Johannes D. Glaser und Dr. Michael Eckstein (Beisitzer Nordbaden), Dr. Ullrich Mohr und Dr. Bernd Prieshof (Beisitzer Südwürttemberg), Dr. Albrecht Hofmeister und Dr. Michael Deeg (Beisitzer Südbaden) sowie Dipl.-Psych. Rolf Wachendorf (psychologischer Psychotherapeut).
Zu den wichtigsten Aufgaben in der neuen Legislaturperiode zählen der Ausbau der Facharztverträge nach den neu geschaffenen Bestimmungen des Gesetzgebers im Versorgungsstärkungsgesetz und die Weiterentwicklung der Hausarztzentrierten Versorgung nach § 73b SGB V.
Ganz oben auf der Agenda steht auch das Vernetzungsprojekt in Heilbronn, das von der AOK Baden-Württemberg und der Audi BKK unterstützt wird. An ihm nehmen inzwischen fast 90 Ärzte und Psychotherapeuten teil, weitere werden folgen. Die meisten teilnehmenden Praxen sind auch in die Hausarzt- und Facharztverträge außerhalb der Regelversorgung eingeschrieben. Sie arbeiten mit einer Software, die es ihnen ermöglicht, Behandlungsdaten wie Diagnosen oder (Labor-)Befunde auf sicherem Wege untereinander auszutauschen. Demnächst wird ein Medikamentenplan eingeführt, mit dem die Arzneimittelverordnungen aus den vernetzten Praxen automatisch zusammengeführt werden können.
Darüber hinaus möchte der Vorstand neue Konzepte zur Mitgliederwerbung ausarbeiten sowie Ärzten, die ihre Praxis altersbedingt abgeben möchten und Schwierigkeiten haben, einen Nachfolger zu finden, neue Perspektiven bieten.

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Pressemitteilung Thu, 25 Jun 2015 15:16:00 +0200
Umfrage: 96 % der HZV-Patienten sind vom Hausarztvertrag überzeugt http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=51 Sieben Jahre nach dem Start des Hausarztvertrags mit den Partnern Hausärzteverband und MEDI... Sieben Jahre nach dem Start des Hausarztvertrags mit den Partnern Hausärzteverband und MEDI Baden-Württemberg zeigen sich die dort eingeschriebenen Versicherten mit ihrer Versorgung nach wie vor sehr zufrieden. 96 Prozent geben laut der aktuellen Prognos-Befragung an, von der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) überzeugt zu sein. 88 Prozent der HZV-Versicherten würden die HZV weiterempfehlen. „Das Ergebnis der Patientenbefragung zeigt, wie nachhaltig unser Hausarztprogramm mittlerweile die Versorgung im Land prägt. Wir sehen uns darin bestätigt, dass wir in Baden-Württemberg 2008 den richtigen Weg eingeschlagen haben“, sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. Auch die Versorgung mit den angeschlossenen Facharztverträgen wird überaus positiv bewertet. Das bisherige Zusammenspiel von Hausarztvertrag und Facharztverträgen wird auch unter neuen rechtlichen Rahmenbedingungen in bewährter Weise weiterlaufen.

In den HZV-Vertrag im Südwesten sind nach sieben Jahren weit mehr als 1,3 Millionen Versicherte eingeschrieben, fast 4.000 Haus-, Kinder- und Jugendärzte nehmen teil. Erster Ansprechpartner im Versorgungsfall ist für die Versicherten ihr gewählter Hausarzt. Als wichtigste Gründe für die Teilnahme geben die Befragten auch eine besser koordinierte Versorgung durch den Hausarzt (93 Prozent) und eine bessere Zusammenarbeit der Ärzte untereinander (81 Prozent) an. Außerdem werden die geringen Wartezeiten besonders positiv hervorgehoben. So warten vier von fünf Versicherten beim Hausarzt maximal 30 Minuten auf ihre Behandlung.
Der HZV sind die Facharztverträge nach Paragraf 73c SGB V für Kardiologie, Gastroenterologie, Psychiatrie, Neurologie, Psychotherapie sowie Orthopädie angegliedert. An diesen Selektivverträgen (AOK FacharztProgramm) nehmen mehr als 1.400 Fachärzte und Psychotherapeuten teil; die Zufriedenheitswerte sind gleichfalls sehr hoch. 93 Prozent der Versicherten sind von der Alternative zur Kollektivversorgung durch freie Verträge zwischen der AOK Baden-Württemberg und Fachärzten überzeugt. Mit dem vergangene Woche vom Parlament verabschiedeten GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) hat die Politik bestätigt, dass die Facharztverträge nach 73c weiter gelten und das bewährte Zusammenspiel zwischen Hausarztvertrag und Facharztverträgen weiterentwickelt werden kann.
Dass durch die freien Verträge die Versorgung bedarfsorientiert und nach regionalen Anforderungen gestaltet wird, steht für Hermann außer Frage: „Wir wollen mit unseren Partnern unsere Handlungsautonomie erhalten und weiter ausbauen. Wir werden trotz Änderungen der Gesetzgeber auch in Zukunft „Kurs halten“. In den nächsten Monaten werden mit der Urologie und der Rheumatologie weitere wichtige Bereiche im AOK-Facharztprogramm starten.“ Die AOK Baden-Württemberg werde mit der HZV und den Facharztverträgen weiterhin die alternative Regelversorgung konsequent zum Vorteil für Versicherte und Ärzte ausbauen.

Die aktuelle Versichertenbefragung wurde zum sechsten Mal von Prognos im Auftrag der HZV-Vertragspartner durchgeführt. Zwischen 23. Februar und 9. März 2015 sind 500 zufällig ausgewählte Versicherte der AOK Baden-Württemberg, die an der HZV teilnehmen, befragt worden. Die repräsentative Umfrage findet seit 2010 regelmäßig statt.
Weitere Informationen zu den Haus- und Facharztverträgen unter www.neue-versorgung.de. ]]>
Pressemitteilung Tue, 16 Jun 2015 15:23:00 +0200
GKV-VSG: Ausbau der Selektivverträge wird im Südwesten konsequent fortgesetzt http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=52 Mit dem am 11. Juni im Bundestag verabschiedeten Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) gibt der... Mit dem am 11. Juni im Bundestag verabschiedeten Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) gibt der Gesetzgeber trotz der Streichung des § 73c SGB V auch ein Zeichen dafür ab, dass er in der ambulanten Arztversorgung weiterhin zu den Direktverträgen zwischen Krankenkassen und der Arztseite (sogenannte Selektivverträge) steht. Baden-Württemberg ist in diesem Feld mit den Hausarzt- und Facharztverträgen von AOK, Bosch BKK und Arztverbänden (MEDI und Hausärzteverband) bundesweit seit Jahren führend.

Das Gesetz werten die Südwest-Partner jetzt als sichere, belastbare Basis für die weitere Ausweitung solcher Verträge. „Wir hatten zwar an den Gesetzgeber weitere, berechtigte Wünsche, können aber jetzt feststellen, dass im Gesetz die zwingend notwendigen Änderungen im Vergleich zu den Entwurfsfassungen enthalten sind. Die AOK Baden-Württemberg geht mit den Arztpartnern im Land den erfolgreichen Weg konsequent weiter und werden die Direktverträge auf weitere Bereiche ausdehnen“, so der Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg, Dr. Christopher Hermann. Positiv sehen die Partner im Südwesten auch die weiterhin verantwortliche Rolle der Krankenkassen bei solchen Selektivverträgen. Laut Hermann verbleibt der sogenannte Sicherstellungsauftrag bei den Kassen. Dr. Berthold Dietsche, Chef des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg, bekräftigt: „Die in Baden-Württemberg erfolgreich praktizierte ambulante Selektivversorgung beweist, dass eine Alternative zur KV-Versorgung dauerhaft möglich und von allen Beteiligten erwünscht ist.“
Eine weitere Regelung des Gesetzes betrifft die notwendige Bereinigung der Gesamtvergütung für Selektivverträge. Diese war in der Vergangenheit ein fortwährendes Ärgernis, weil das komplexe Verfahren unpraktikabel oder anfällig für Missbrauch war. Nach den Vorgaben des Gesetzgebers soll jetzt  ausgeschlossen sein, dass Ärzte, die an einem Selektivvertrag teilnehmen, bei der Honorarbereinigung benachteiligt werden. Das sei ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung, so die Vertragspartner. Dr. Werner Baumgärtner, Vorsitzender von MEDI Baden-Württemberg und MEDI GENO Deutschland, fordert jetzt konsequentes Handeln: „Bei der Umsetzung des Gesetzes durch den Bewertungsausschuss und die Kassenärztlichen Vereinigungen muss sichergestellt werden, dass kein Arzt oder Psychotherapeut, der an einem Selektivvertrag teilnimmt, durch die Bereinigung finanziell benachteiligt wird.“ Aktuell nehmen rund 1,4 Millionen Versicherte der AOK Baden-Württemberg und der Bosch BKK am Hausarztvertrag und mehr als 400.000 Versicherte beider Kassen am Facharztprogramm teil. Im zweiten Halbjahr soll mit dem Urologie-Vertrag bereits der fünfte Facharztvertrag starten. ]]>
Pressemitteilung Thu, 11 Jun 2015 15:28:00 +0200
Hohe Wahlbeteiligung bei Delegiertenwahl von MEDI Baden-Württemberg http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=53 Bei der diesjährigen Delegiertenwahl der 32 MEDI GbRen in Baden-Württemberg lag die Wahlbeteiligung... Zum Ergebnis ]]> News Mon, 01 Jun 2015 15:30:00 +0200 Kodex: Ärzte-Allianz setzt sich für Einheitlichkeit und Transparenz in der Weiterbildung ein http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=54 Die Allianz Deutscher Ärzteverbände (Allianz), ein Zusammenschluss der großen ärztlichen Verbände... Die Allianz Deutscher Ärzteverbände (Allianz), ein Zusammenschluss der großen ärztlichen Verbände Deutschlands, will durch einen detaillierten Katalog obligatorischer und fakultativer Kriterien bundesweit einheitliche Standards für die Weiterbildung im ambulanten Bereich zum Fach- oder Gebietsarzt etablieren. Dadurch soll die Fortbildung attraktiver und die Zukunft von freiberuflichen Arzt-Praxen gesichert werden.


„Den Ärzten erleichtert dies, einen Abschnitt der Weiterbildung im ambulanten Bereich in der Praxis zu absolvieren“, sagt Dr. Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI) und Sprecher der Allianz. Bislang stehe einer einheitlichen und strukturierten ärztlichen Weiterbildung im stationären Sektor ein heterogenes Profil der weiterbildenden Praxen im ambulanten Bereich gegenüber, so Wesiack.


Durch den konsentierten Katalog soll ein einheitliches Profil der Weiterbildung erstellt werden. Der Kodex beruht auf einer freiwilligen Selbstverpflichtung weiterbildender Ärzte und gilt für alle im ambulanten Bereich tätigen Mediziner. Die Veröffentlichung der Verpflichtungserklärung der Teilnehmer auf den Internetseiten der Allianz-Mitglieder sorgt dabei für die notwendige Transparenz und erleichtert Ärzten in Weiterbildung (AiW) die Suche nach geeigneten Praxen. „Wir setzen damit ein öffentliches Signal zur Förderung einer Einheitlichkeit der ambulanten Weiterbildung“, ist sich Wesiack sicher. „Mit der freiwilligen Registrierung von weiterbildenden Ärzten wird zudem die Verpflichtung angenommen, einem Arzt in Weiterbildung eine sichere wirtschaftliche Grundlage und eine strukturierte Weiterbildung zu bieten.“


Neben Vorgaben zu Gehalt, Arbeitszeiten und Urlaub regelt der Kodex unter anderem auch die Betreuung der AiW, deren Fortbildungstage und eine anonyme Evaluation. Der Kodex kann auf www.bdi.de und den Internetseiten der Allianz-Mitglieder eingesehen werden. Die Registrierung für ausbildende Ärzte erfolgt ebenfalls über diese Seiten.
Die Allianz Deutscher Ärzteverbände wurde im Mai 2006 von sechs großen freien ärztlichen Verbänden gegründet. Der Zusammenschluss soll die Interessen und die Schlagkraft der einzelnen Verbände bündeln und der Politik gegenüber als Gesprächs- und Verhandlungspartner der Ärzteschaft auftreten. In der Allianz sind der Berufsverband Deutscher Internisten, der Bundesverband der Ärztegenossenschaften, der Hartmannbund, die Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände, MEDI GENO Deutschland und der NAV-Virchow-Bund organisiert. Die Sprecherschaft, welche jedes halbe Jahr unter den Mitgliedsverbänden wechselt, hat derzeit der Berufsverband Deutscher Internisten inne. ]]>
Pressemitteilung Tue, 12 May 2015 15:41:00 +0200
Baumgärtner: GKV-VSG bleibt facharztfeindlich http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=55 Mit großer Enttäuschung reagiert der Vorstandsvorsitzende von MEDI GENO Deutschland, Dr. Werner... Mit großer Enttäuschung reagiert der Vorstandsvorsitzende von MEDI GENO Deutschland, Dr. Werner Baumgärtner, auf die abschließenden Änderungen im GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG). „Während die hausärztliche Versorgung von der Politik unterstützt wird, werden die Rahmenbedingungen für die ambulante fachärztliche Versorgung bewusst verschlechtert. Die Vorschläge der fachübergreifenden Organisationen und Praxisnetze wurden übergangen“, bemängelt er.
Baumgärtners Kritik bezieht sich auf die Streichung des § 73c SGB V, der die besondere ambulante Versorgung regelt. In Baden-Württemberg dient der Paragraf seit fünf Jahren als rechtliche Grundlage für den Abschluss von Facharztverträgen zwischen MEDI Baden-Württemberg, mehreren Facharztverbänden, der AOK Baden-Württemberg und der Bosch BKK. „Einem funktionierenden Versorgungskonzept wird ohne Not die gesetzliche Grundlage entzogen. Damit werden unsere Verhandlungen für Facharztverträge in Ergänzung von Hausarztverträgen nach § 73b außerhalb von Baden-Württemberg verzögert oder völlig verhindert und unsere erfolgreiche Arbeit hierzulande wird gefährdet“, so der MEDI GENO-Chef.


Er bedauert außerdem, dass sich die Koalition nicht zu einer gesetzlichen Regelung bei der Bereinigung zwischen KV und Arzt durchringen konnte. „Zumindest findet sich in der Begründung des GKV-VSG der Hinweis für eine diskriminierungsfreie Bereinigung. Diese Ausführungen können bei rechtlichen Auseinandersetzungen mit denjenigen KVen hilfreich sein, welche die Bereinigung als Strafmaßnahme gegenüber Teilnehmern an Hausarzt- und Facharztverträgen nutzen“, erklärt Baumgärtner.


Die Verschärfung bei der Praxisabgabe in gesperrten Bezirken (§ 103) und die Terminservicestellen werden seiner Ansicht nach die freiberufliche fachärztliche Versorgung weiter ausdünnen: „Wir haben heute einen Hausärztemangel, der in den nächsten Jahren dramatisch werden kann, morgen wird die fachärztliche Versorgung davon betroffen sein. Das VSG verschlechtert die Situation für uns Freiberufler und den ärztlichen Nachwuchs.“]]>
Pressemitteilung Mon, 11 May 2015 15:45:00 +0200
Baumgärtner: Kein Interesse an ASV-Abrechnung unter den aktuellen Umständen http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=56 In einem offenen Brief an den Spitzenverband der Fachärzte (SpiFa) reagiert der... Hier gelangen Sie zum Schreiben.]]> News Fri, 08 May 2015 15:46:00 +0200 MEDI Verbund und Betriebskrankenkassen wollen im Südwesten Facharztverträge auf den Weg bringen http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=57 MEDI Baden-Württemberg und die Managementgesellschaft MEDIVERBUND AG haben in Bietergemeinschaften... MEDI Baden-Württemberg und die Managementgesellschaft MEDIVERBUND AG haben in Bietergemeinschaften mit dem Berufsverband der Kardiologen (BNK), dem Berufsverband niedergelassener fachärztlicher Internisten (BNFI) und dem Berufsverband der Gastroenterologen (BNG) den Zuschlag zu den Ausschreibungen der BKK Vertragsarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg (BKK VAG) für die besondere ambulante kardiologische und gastroenterologische Versorgung nach § 73c SGB V in Baden-Württemberg erhalten. Die Verträge sollen zum 1. Oktober 2015 unterschrieben sein.


Die Ärzteverbände haben in ihrer Bewerbung das in den Facharztverträgen nach § 73c in Baden-Württemberg verankerte Prinzip der kooperativen Zusammenarbeit zwischen Haus- und Fachärzten zugunsten einer besseren ambulanten Versorgung der Versicherten in den Bereichen Kardiologie und Gastroenterologie dargestellt und damit die BKK VAG Baden-Württemberg davon überzeugt, dass die in den Ausschreibungen beschriebenen Anforderungen erfüllt werden.


Dagmar Stange-Pfalz, Vorsitzende des Vertragsausschusses der BKK VAG Baden-Württemberg: „Gemeinsam mit unseren Vertragspartnern wollen wir Versorgungsstrukturen schaffen, die eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Haus- und Fachärzten fördern und dem Arzt mehr Zeit für die Behandlung seiner Patienten ermöglichen. Das reguläre Sprechstundenangebot wird um eine Abendsprechstunde für Berufstätige erweitert. Termine beim Facharzt werden in der Regel innerhalb von zwei Wochen vergeben. Von diesen Versorgungsstrukturen profitieren unsere Versicherten. Durch die Reduzierung unnötiger Krankenhausaufenthalte sowie eine rationale Pharmakotherapie sollen zudem Wirtschaftlichkeitspotenziale erschlossen werden, die in die Weiterentwicklung der Facharztverträge investiert werden können.“


„Wir begrüßen es sehr, dass die BKK VAG gemeinsam mit uns die ambulante fachärztliche Versorgung in Baden-Württemberg verbessern und im Rahmen der Selektivverträge ausbauen möchte“, erklärt der Vorstandsvorsitzende von MEDI Baden-Württemberg Dr. Werner Baumgärtner und fügt hinzu: „Dadurch beweisen die Betriebskrankenkassen, dass sie zu den innovativen Krankenkassen gehören, die die medizinische Versorgung mitgestalten und nicht nur verwalten. Das ist auch ein wichtiges Signal an unsere Fachärzte bezüglich der Wertschätzung ihrer täglichen Arbeit in den Praxen.“


In der BKK VAG Baden-Württemberg sind 64 Betriebskrankenkassen mit rund 730.000 Versicherten im Land zusammengeschlossen. ]]>
Pressemitteilung Thu, 07 May 2015 15:48:00 +0200
MEDITIMES: Vernetzung in Heilbronn nimmt Fahrt auf http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=58 Vernetzte Praxen haben bessere Perspektiven im Gesundheitsmarkt. Deswegen hat MEDI...

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News Mon, 20 Apr 2015 15:49:00 +0200
Bereits über 500 teilnehmende Ärzte im Facharztvertrag Orthopädie http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=59 Rund ein Jahr nach Vertragsstart nehmen im Südwesten bereits über 500 niedergelassene Orthopäden,... Rund ein Jahr nach Vertragsstart nehmen im Südwesten bereits über 500 niedergelassene Orthopäden, Unfallchirurgen und Chirurgen am Facharztvertrag Orthopädie nach § 73c SGB V teil. Damit liegt die Teilnehmerzahl weit mehr als doppelt so hoch wie das vertraglich geforderte Minimum von 200 Teilnehmern. Auch die Versicherten haben das Angebot bereits voll angenommen. Über 215.000 Patientinnen und Patienten von AOK Baden-Württemberg und Bosch BKK wurden 2014 behandelt. Gleichzeitig stieg die Zahl der im Facharztprogramm beider Kassen eingeschriebenen Patientinnen und Patienten in diesem Zeitraum von 200.000 auf gegenwärtig über 400.000 (AOK BW) und von 2.500 auf heute 8.000 (Bosch BKK).
Mit ihrem Vertrag haben die Partner AOK BW, Bosch BKK und MEDI in Baden-Württemberg einen Paradigmenwechsel in der Versorgung eingeleitet: Mehr Zeit für eine umfassende Beratung, weniger unnötige apparative Diagnostik und Therapie, Förderung der Eigeninitiative der Patienten, angemessenes Honorar sowie eine bessere Koordination mit den Ärzten im Hausarztprogramm sind wesentliche Vertragselemente. Der durchschnittliche Fallwert für ausschließlich konservativ tätige Ärzte betrug im vierten Quartal vergangenen Jahres 86 Euro und für operativ tätige Ärzte 111 Euro (exklusive Sachkosten). Verglichen mit dem durchschnittlichen KV-Fallwert entspricht dies einem Honorarplus von mehr als 40%.


Bei der AOK Baden-Württemberg, mit fast vier Millionen Versicherten die mit Abstand größte Krankenkasse in Baden-Württemberg, entfallen 40 Prozent der Arbeitsunfähigkeitszeiten auf orthopädische Erkrankungen, Verletzungen und muskuloskelettale Beschwerden – Tendenz steigend. Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg erklärt dazu: „Die deutliche Zunahme vieler Zivilisationskrankheiten stellt uns vor Versorgungsaufgaben, die innerhalb der starren Monopolstrukturen des Kollektivvertragssystems nicht sinnvoll lösbar sind. Dazu bedarf es eines Versorgungswettbewerbs mit einer echten Alternative zur Regelversorgung, wie sie durch die umfassende Versorgungskette hausarztzentrierte Versorgung sowie 73c-Verträge in Baden-Württemberg mit den Vertragspartnern seit Jahren zunehmend erfolgreicher etabliert wird.“


Dr. Werner Baumgärtner, Vorsitzender von MEDI Baden-Württemberg, betont die gemeinsame Philosophie der Selektivverträge: „Wir haben auch im Orthopädie-Vertrag konsequent unsere erfolgreiche Vertragsstrategie fortgeführt. Der Fokus liegt auf der strukturierten Therapie komplizierter und kostenintensiver Fälle nach dem Grundsatz ´ambulant vor stationär´, um unnötige Klinikeinweisungen zu verhindern. Dafür erhalten die Fachärzte ein leistungsgerechtes Honorar ohne Fallzahlbegrenzungen. Die Verträge sind dabei auf unsere regionalen Bedürfnisse zugeschnitten. Wir korrigieren so mit den maßgeschneiderten Selektivverträgen zusammen mit zwei innovativen Krankenkassen systematisch und umfassend die Fehler im Kollektivvertrag.“


„Wir sind sehr zufrieden mit dem Vertrag“, kommentiert BVOU-Sprecher Dr. Burkhard Lembeck. „Die Regelversorgung ist seit Jahren ein Hamsterrad der Einmal-Kontakt-Medizin, was auch viele Patienten zu Recht beklagen. Durch die höheren Fallwerte ermöglicht der Vertrag uns Ärzten jetzt eine ganz andere Behandlungsintensität und -qualität. Die Versorgung wird wesentlich nachhaltiger, denn wir können uns deutlich mehr Zeit für die Patienten nehmen – unter anderem für ausführlichere Anamnesen und körperliche Untersuchungen sowie eingehendere Beratungen“. Und das kommt bei den Patienten gut an, wie Dr. Gertrud Prinzing, Vorständin der Bosch BKK unterstreicht: „Die Facharztverträge sind für uns ein wichtiger Schritt in eine strukturelle Verbesserung der Versorgung unserer Versicherten – insbesondere durch eine hohe Behandlungsqualität, mehr Beratungszeit, eine ganzheitliche Behandlung und eine strukturierte Zusammenarbeit der beteiligten Fachärzte mit den Hausärzten. Der Orthopädievertrag ist für viele unserer Versicherten von hoher praktischer Relevanz. Die positive Resonanz bei Ärzten und Versicherten bestätigt die Richtigkeit unseres eingeschlagenen Weges“.]]>
Pressemitteilung Tue, 07 Apr 2015 15:52:00 +0200
Baumgärtner: Aktuelle Gesetzgebung richtet sich gegen niedergelassene Fachärzte http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=60 Der Vorstandsvorsitzende von MEDI GENO Deutschland, Dr. Werner Baumgärtner, kritisiert dass sich... Der Vorstandsvorsitzende von MEDI GENO Deutschland, Dr. Werner Baumgärtner, kritisiert dass sich die drei Gesetze GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG), E-Health-Gesetz und Anti-Korruptionsgesetz, die sich derzeit in Abstimmung befinden,  „uns in unserer täglichen Arbeit als Selbstständige und Freiberufler negativ treffen.“ Deswegen mache es wenig Sinn, wenn niedergelassene Ärzte vermehrt Unterstützung bei ihren Facharztverbänden suchten. Stattdessen bricht Baumgärtner erneut eine Lanze für fachübergreifende Interessenvertretungen: „Ich bin der Meinung es geht nur gemeinsam und das beweisen gerade die Verhältnisse in Baden-Württemberg.“
Um die Zukunft der niedergelassenen Praxen zu sichern und auch dem ärztlichen Nachwuchs wieder attraktivere Rahmenbedingungen zu bieten, setzt MEDI GENO auf die regionale Vernetzung der Praxen. Deswegen arbeitet die MEDI Führung in Baden-Württemberg an einem neuen Konzept, das auch eine Beschäftigung von angestellten Ärztinnen und Ärzte in ambulante Strukturen ermöglicht.


Hier kommen Sie zum aktuellen Rundschreiben.

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News Thu, 26 Mar 2015 15:55:00 +0100
GKV-VSG: Facharztverträge müssen in einer eigenen Regelung verankert bleiben http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=61 Am 25. März steht im Gesundheitsausschuss die Anhörung zum geplanten GKV-Versorgungsstärkungsgesetz... Am 25. März steht im Gesundheitsausschuss die Anhörung zum geplanten GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) an. Die Vertragspartner aus Baden-Württemberg sehen insbesondere im geplanten Wegfall des §73c SGB V (Besondere Ambulante Versorgung) und dessen Integration in den neuen §140a eine deutliche Schwächung des vom Gesetzgeber intendierten Vertragswettbewerbs. Sie fordern deshalb den Erhalt des Paragrafen 73c SGB V. In Baden-Württemberg erfolgt auf dieser gesetzlichen Grundlage seit fünf Jahren der erfolgreiche Aufbau umfassender Facharztverträge mit mittlerweile 1400 teilnehmenden Ärzten und Psychotherapeuten sowie mehr als 400.000 Versicherten.
Die Erfahrungen dieser alternativen Regelversorgung zeigen im Vergleich zum Kollektivvertrag eine bessere Betreuung bei deutlich höherer Arbeitszufriedenheit der teilnehmenden Ärzte. Eine aktuelle Umfrage bestätigt das positive Urteil der Ärzte.


Die Vertragspartner AOK, Bosch BKK und MEDI sehen gestützt auf fundierte eigene Erfahrungswerte in Baden-Württemberg in der Streichung des § 73c ein falsches Signal, was zusammen mit den geplanten Sondereingriffsrechten der Aufsichtsbehörden das angestrebte Ziel „Stärkung der Selektivverträge“ konterkariere, wie Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, erläutert: „Sinnhafter Versorgungswettbewerb durch Selektivverträge als echte Alternative zur Monopolstellung der Kollektivversorgung braucht als Basis die inhaltlich und juristisch eng verzahnten Paragrafen 73b und 73c SGB V. Sie ermöglicht eine umfassende, für alle Versicherten freiwillig wählbare alternative Versorgungskette Hausarztvertrag-Facharztverträge.“


Das Beispiel Baden-Württemberg zeige seit fünf Jahren, dass dies zu einer besseren Versorgung bei gleichzeitig höherer Arzt- und Versichertenakzeptanz führen kann. Die geplante Überführung der Regelungen zu den Facharztverträgen (im § 73c) in die Vorschriften zur integrierten Versorgung (§§ 140a ff.) setze diesen Fortschritt wieder aufs Spiel. Das beträfe unter anderem die bisher weitgehend freie Vertragsgestaltung der Selektivvertragspartner bei der Entwicklung alternativer Regelversorgungsangebote. Weiterhin sehe das GKV-VSG verschärfte Eingriffsbefugnisse der Aufsichtsbehörden bei Selektivverträgen vor, die sich wettbewerbsfeindlich und diskriminierend auswirken werden, so Hermann weiter.


Dr. Werner Baumgärtner, Vorsitzender von MEDI Baden-Württemberg und MEDI GENO Deutschland fordert weitere Änderungen im Gesetzentwurf: „So erweist sich das bisher vorgeschriebene Verfahren zur Bereinigung sowohl zwischen Kassen und KVen als auch auf der Ebene der Bereinigung der RLV als ungeeignet und wettbewerbsfeindlich.“ Das GKV-VSG müsse daher auch eine transparente Lösung beinhalten, welche die Diskriminierung von an Selektivverträgen teilnehmenden Ärzten durch das vorgeschriebene Bereinigungsverfahren rechtssicher ausschließe.


Die beteiligten Facharztverbände haben zum fünfjährigen Bestehen der Facharztverträge Gastroenterologie und Kardiologie in Baden-Württemberg aktuell eine Teilnehmerumfrage durchgeführt. Im Kern wird eine weitaus höhere Arbeitszufriedenheit im Selektivvertrag im direkten Vergleich zum Kollektivvertrag konstatiert. Die Gastroenterologen beurteilen den Selektivvertrag mit der Schulnote 1,9 (für den Kollektivvertag 4,1), die Kardiologen mit 2,6 (4,3). Die in der deutlich schlechteren Schulnote zum Ausdruck gebrachte Unzufriedenheit mit den Rahmenbedingungen im KV-System sowie der fehlende Glaube an dessen Reformfähigkeit waren wichtige Motive für eine Teilnahme am Selektivvertrag. Die spezifischen Erwartungen an die Selektivverträge - unter anderem die Kriterien „Keine Budgetierung ärztlicher Leistungen“ und das Prinzip “bessere Bezahlung für bessere Qualität“ - sieht die große Mehrheit der befragten Ärzte als erfüllt an. Dr. Ralph Bosch, Landesvorsitzender des Bundesverbandes niedergelassener Kardiologen (BNK) bilanziert: „Wir sehen im Facharztvertrag eindeutig die bessere Option, weil er unsere und die Bedürfnisse unserer Patienten viel besser abbildet.“


So bleibe insbesondere durch die morbiditätsadaptierte Vergütung dem Facharzt viel mehr Zeit für die Behandlung schwerer und komplizierter Fälle. Und durch die strukturiertere Zusammenarbeit mit den Ärzten im Hausarztprogramm könnten viele unnötige und belastende Klinikeinweisungen vermieden werden. Dr. Gertrud Prinzing, Vorständin der Bosch BKK verweist abschließend auf das Zusammenspiel der unterschiedlichen Facharztverträge, durch das sie eindeutige Verbesserungen für ihre Versicherten sieht. „Dieses Zusammenspiel ist besonders wichtig, gerade im Hinblick auf die Alterung unserer Gesellschaft und der damit einhergehenden Zunahme von chronischen Erkrankungen und Multimorbiditäten.“]]>
Pressemitteilung Mon, 23 Mar 2015 15:57:00 +0100
Baumgärtner im Amt bestätigt http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=62 Dr. Werner Baumgärtner bleibt auch die nächsten vier Jahre Vorstandsvorsitzender von MEDI GENO... Dr. Werner Baumgärtner bleibt auch die nächsten vier Jahre Vorstandsvorsitzender von MEDI GENO Deutschland. Er wurde in Berlin einstimmig im Amt bestätigt.
Auch Baumgärtners Stellvertreter Dr. Matthias Lohaus (MEDI Berlin), Dr. Ralf Schneider (MEDI Südwest) und Dr. Lothar Jakobi (LPNRW) wurden einstimmig wiedergewählt. Für die Ärztegenossenschaften wurde Dr. Svante Gehring zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.


In der neuen Amtsperiode will sich der MEDI GENO-Vorstand noch stärker auf die Unterstützung von Ärztenetzen konzentrieren. Die Rahmenvorgaben für die Anerkennung von Praxisnetzen nach § 87b Abs. 4 SGB V sind nicht geeignet, um die Netzarbeit wirksam zu fördern, erklärt Baumgärtner. Hinzu kommt, dass der Referentenentwurf zum Anti-Korruptionsgesetz sinnvolle oder bewährte Ärztekooperationen kriminalisiert.


Ärztenetze müssten die gleichen Möglichkeiten im Gesundheitsmarkt haben wie Krankenhausträger oder MVZs, fordert Baumgärtner: „Unsere Praxen und Netze sind keine sozialen Einrichtungen, sondern Unternehmen von selbstständigen Freiberuflern. Deswegen wollen wir Chancengleichheit.


Künftig möchte MEDI GENO regionale Ärztenetze bei Verwaltung und Finanzierung, bei Verträgen mit Krankenkassen und Krankenhäusern, beim Aufbau und Betrieb von ärztlich geführten Ärztehäusern und MVZs oder bei der elektronischen Vernetzung unterstützen. Ein Pilotprojekt zur sicheren und unkomplizierten IT-Vernetzung von Arztpraxen startet bereits Anfang April im Raum Heilbronn. Daran nehmen 106 niedergelassene Ärzte aller Fachrichtungen teil.


MEDI GENO Deutschland zählt rund 17.000 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten und über 100 Ärztenetze. Zu ihnen gehören auch die regionalen MEDI GbRen. ]]>
Pressemitteilung Sun, 22 Mar 2015 15:58:00 +0100
Aktion "Darm-Check" zeigt Wirkung: Deutlich höhere Koloskopierate als im Kollektivvertrag http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=63 Aktuelle Auswertungen aus dem Facharztvertrag Gastroenterologie in Baden-Württemberg zeigen, dass... Aktuelle Auswertungen aus dem Facharztvertrag Gastroenterologie in Baden-Württemberg zeigen, dass gezielte Informationskampagnen im Rahmen der Früherkennung Versicherte mobilisieren können. Die seit 2011 jährlich stattfindende Kampagne „Darm-Check“ unterstützt am Haus- und Facharztvertrag teilnehmende Ärzte durch ein Einladungsschreiben an Versicherte und weitere Informationsmaterialien bei der Ansprache und Aufklärung der Patientinnen und Patienten. Die Inanspruchnahme der Vorsorgekoloskopie in der Altersgruppe der 55-59-Jährigen, die durch die Krankenkasse angeschrieben wurden, lag im Durchschnitt der Jahre 2011-2013 über 50 Prozent höher als in der Kollektivversorgung (4,0 vs. 2,6 %). Das Darm-Check-Angebot richtet sich seit April 2014 auch an Patienten in der Altersklasse ab 50 Jahren, in der Kollektivversorgung ist dies erst ab 55 Jahren vorgesehen. Begleitet wird diese Maßnahme durch eine wissenschaftliche Analyse des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg. Sie soll die Sinnhaftigkeit einer generellen Absenkung der Altersschwelle für die Vorsorgekoloskopie auf 50 Jahre wissenschaftlich untersuchen. Erste Ergebnisse werden bis Ende 2015 erwartet.


Spätestens ab 2017 ist ein Einladungsverfahren für die Früherkennung durch die Vorsorgekoloskopie gesetzlich vorgeschrieben. Im Facharztvertrag Gastroenterologie nach § 73c SGB V wird das bereits seit 2011 auf freiwilliger Basis umgesetzt, um möglichst viele der am Hausarzt- und Facharztvertag teilnehmenden Versicherten für die Vorsorgeuntersuchung zu motivieren. Unter dem prägnanten Namen „Darm-Check“ wurden seitdem mehr als 150.000 Briefe verschickt. Das Patientenanschreiben wird ergänzt durch einen Informationsmix aus Praxispostern, Flyern und vertiefenden Internetinformationen. Initiatoren sind AOK Baden-Württemberg, Bosch BKK, MEDI Baden-Württemberg, der Hausärzteverband Baden-Württemberg sowie der Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) und der Bundesverband niedergelassener fachärztlich tätiger Internisten (BNFI).
2014 wurden erstmalig in Deutschland auch Patienten in der Altersklasse ab 50 in die Kampagne zur Früherkennung von Darmkrebs einbezogen. Krankheitsdaten legen ein früheres Einstiegsalter seit Längerem nahe.
Vor dem im April startenden Darm-Check 2015 in Baden-Württemberg würdigt Prof. Dr. Leopold Ludwig, niedergelassener Gastroenterologe und Vorsitzender des bng in Baden-Württemberg, die Kampagne: „Die Zahlen belegen eindrucksvoll den Effekt eines strukturierten Einladungs- und Informationsverfahrens. Wir sind sehr froh, dass wir im Rahmen des Gastro-Vertrages die notwendige Flexibilität und Bereitschaft der Vertragspartner haben, auch die Altersgruppe der 50-54-Jährigen erstmalig einzubeziehen. Da es auf absehbare Zeit keine randomisierten kontrollierten Studien hierzu geben wird, freuen wir uns sehr, dass wir mit Prof. Dr. Hermann Brenner einen der führenden Experten auf dem Gebiet der epidemiologischen Analyse bevölkerungsweiter Koloskopiescreening-Programme für die Auswertung der Daten gewinnen konnten.“
Dr. Werner Baumgärtner, Chef von MEDI Baden-Württemberg, ergänzt: „Die Aktion Darm-Check ist ein sehr gutes Beispiel für die regionalen Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen der 73c-Verträge, die im Kollektivvertrag nicht möglich sind. Mit unserer Vernetzung von Haus- und Facharztverträgen beweisen wir seit fast fünf Jahren, dass dadurch eine bessere Versorgung bei gleichzeitig höherer Arzthonorierung möglich ist. Eine mögliche Streichung des Paragrafen im GKV-VSG wäre deshalb ein schlechtes Signal, das diesen Fortschritt gefährdet“. Dr. Christopher Hermann, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg, und Dr. Gertrud Prinzing, Vorständin der Bosch BKK, unterstreichen diesen Punkt. Der AOK-Chef fügt hinzu: „Ein verkrusteter Monopolist wie die KBV kann sich schwerlich von innen heraus erneuern. Echter Qualitätswettbewerb braucht Konkurrenz von außen. Im Koalitionsvertrag vom November 2013 heißt es deshalb zu Recht, dass Krankenkassen Freiräume erhalten müssen, um im Wettbewerb gute Verträge zu gestalten und regionalen Besonderheiten gerecht werden zu können. Die Freiheitsgrade für Selektivverträge müssen voll erhalten bleiben.“

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Pressemitteilung Wed, 18 Mar 2015 16:03:00 +0100
Anti-Korruptionsgesetz bedroht Ärztenetze http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=64 Der Vorstand von MEDI GENO Deutschland sieht regionale Ärztenetze durch das Anti-Korruptionsgesetz... Der Vorstand von MEDI GENO Deutschland sieht regionale Ärztenetze durch das Anti-Korruptionsgesetz bedroht. Sollte der Referentenentwurf Gesetz werden, würden sich die Rahmenbedingungen für die Netze enorm verschlechtern. „Das Gesetz könnte bestehende Strukturen zerstören. Der Entwurf ist angesichts der Besonderheiten im Gesundheitswesen viel zu unpräzise, rechtsstaatlich bedenklich und kontraproduktiv“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Dr. Werner Baumgärtner.
Der Vorstand befürchtet, dass nicht zu beanstandende oder gar gewünschte Kooperationen zwischen Ärzten unter Generalverdacht geraten. „Es gibt im Sozial- und Berufsrecht bereits ausreichende Ahndungsmöglichkeiten für korruptives Verhalten“, erinnert Baumgärtner. Da sich der Referentenentwurf zum Anti-Korruptionsgesetz auch an einen Diskussionsentwurf des bayerischen Justizministeriums anlehnt, wendet sich Baumgärtner gemeinsam mit Vorstandsmitglied Dr. Siegfried Jedamzik (MEDI Bayern) schriftlich an den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, um die Kritik am Referentenentwurf zu belegen.
Beispielsweise bestehe bei den Konsiliar- und Honorarärzten im Krankenhaus ein Strafbarkeitsrisiko bei völlig ungeklärten Fragen der noch zulässigen Honorierung in Abgrenzung zur „getarnten Zuweiserpauschale“. Auch Berufsausübungsgemeinschaften (BAG) in Form der Teilgemeinschaftspraxen könnten ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten, wenn ihre Gewinnverteilungsregeln eine Zuweisung gegen Entgelt indizierten. Genau wie prä- und poststationäre Kooperationen zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten  nach § 115a SGB V: „Hier herrscht eine ähnliche Problematik wie bei den Konsiliar- und Honorarärzten.“
Jedamzik, der neben seiner MEDI Funktion auch das Ingolstädter Ärztenetz GO IN leitet, ist seit Jahren mit der Arbeit eines örtlichen Ärztenetzes betraut: „Regionale Kooperationen zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern verbessern die Qualität und die Effizienz in der Patientenversorgung und führen zu einem größeren Vertrauensverhältnis im Gesundheitsbereich.“
Auch die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) könnte unter Generalverdacht geraten: Für die dort nach § 116b SGB V und den darauf beruhenden Bestimmungen des Gemeinsamen Bundesausschusses zu bildenden Teams sind ebenfalls Kooperationen einzugehen. „Hier entsteht das gleiche Problem wie bei den BAGs“, geben die beiden Vorstände zu bedenken.
Besonders betroffen wären die Ärztegenossenschaften vom Anti-Korruptionsgesetz. Die dort organisierten Ärzte schließen sich als Freiberufler zu einem Wirtschaftsunternehmen zusammen um im Gesundheitsmarkt besser bestehen zu können und um günstigere Kooperations- und Einkaufsgemeinschaften oder strukturfördernde Maßnahmen zu erzielen. „Das Anti-Korruptionsgesetz würde das Geschäftsgebaren von Ärztegenossenschaften per se kriminalisieren, während sich andere Berufsgruppen auch künftig zu Genossenschaften zusammenschließen dürften“, kritisiert Baumgärtner.]]>
Pressemitteilung Tue, 03 Mar 2015 16:08:00 +0100
Baumgärtner im Deutschlandradio: IGeL müssen von Ärzten erbracht werden http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=65 Was ist dran am "IGeL"-Markt in der Arztpraxis? Worauf ist zu achten, wenn der Patient aus eigener...

Hier kommen Sie zum Sendungsmitschnitt]]>
News Fri, 06 Feb 2015 16:09:00 +0100
MEDI Vize Ruebsam-Simon zu politischen und wirtschaftlichen Perspektiven für niedergelassene Ärzte http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=66 "MEDI-Vize Dipl.-Pol. Ekkehard Ruebsam-Simon geht in seinem neuen Gesundheitspolitischen Kommentar... prädestiniert sind."
Den gesundheitspolitischen Kommentar finden Sie hier. ]]>
News Fri, 30 Jan 2015 16:12:00 +0100
MEDI TIMES stellt Heilbronner Pilotprojekt zur Vernetzung vor http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=67 Um freiberuflichen Praxen eine bessere Perspektive im Wettbewerb zu bieten, hat MEDI...
Zum Artikel]]>
News Tue, 20 Jan 2015 16:14:00 +0100
Baumgärtner im Rundschreiben: Die Alternative heißt Vernetzung http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=68 Versorgungsstärkungsgesetz, Hausarzt-EBM, Umverteilungsdebatten und Hausarzt-Facharzt-Konflikte... Das gesamte Rundschreiben finden Sie hier.

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News Fri, 19 Dec 2014 13:20:00 +0100
Ärzteverbände rufen zu „Gemeinschaftsaktion gegen Ebola“ auf http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=73 16 ärztliche Spitzenverbände, darunter auch MEDI GENO Deutschland, haben auf Einladung der... 16 ärztliche Spitzenverbände, darunter auch MEDI GENO Deutschland, haben auf Einladung der Bundesärztekammer Maßnahmen im Kampf gegen Ebola beraten. Gemeinsam haben sie zu einer internationalen Kraftanstrengung zur Eindämmung der Epidemie in Westafrika aufgerufen. Die Erfahrungen aus den betroffenen Gebieten zeigen, dass der Mangel an fachkundigen Helfern, an Materialien aber auch eine unzureichende Vorbereitung und Ausbildung der Helfer die Seuchenbekämpfung vor Ort erschweren. Im Kampf gegen Ebola sind deshalb kurz-, mittel- und langfristig wirksame Interventionen notwendig. 
1. Die ärztlichen Spitzenverbände bitten Ärztinnen und Ärzte mit einschlägigen Ausbildungs- und Erfahrungskompetenzen und guten Englischkenntnissen um Unterstützung bei der Ebola-Bekämpfung vor Ort. Interessierte Kolleginnen und Kollegen sind aufgerufen, hierfür Kontakt mit dem Deutschen Roten Kreuz oder anderen Hilfsorganisationen aufzunehmen (siehe Hinweise unten).
2. Die ärztlichen Spitzenverbände fordern die politisch Verantwortlichen auf, eine ausreichende Absicherung für die Helferinnen und Helfer aus Deutschland, die sich in den Ebola-Krisengebieten einsetzen, sicherzustellen, insbesondere ausreichende Haftpflichtversicherung, Lebensversicherung, Arbeitsplatzgarantie und Versorgungsgarantien bei Krankheitsfällen, wie den Rücktransport nach Deutschland.
3. Die ärztlichen Spitzenverbände fordern Deutschland und die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, die notwendige Versorgung mit Ausrüstungen zum Schutz von Ärzten und weiteren vor Ort helfenden Mitarbeitern unverzüglich bereitzustellen und damit das Risiko von Ansteckungen zu vermeiden. Eine angemessene Vorbereitung und Ausbildung der Helfer muss sichergestellt werden.
4. Es ist unerlässlich, die Gesundheitssysteme in den betroffenen Ländern zu stärken, auch um eine Ausbreitung der Seuche in andere Weltregionen zu verhindern. Deutschland und die internationale Staatengemeinschaft sind aufgerufen, ihre finanzielle Unterstützung für die Ebola-Bekämpfung vor Ort zu intensivieren. Auch Bürgerinnen und Bürger können mit Geldspenden die Arbeit der Helfer unterstützen (siehe Hinweis unten).
5. Die ärztlichen Spitzenverbände fordern die Weltgesundheitsorganisation und die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, die künftig eine schnellere und effektivere internationale Intervention in solchen Krisenfällen ermöglichen. Notwendig sind zudem Investitionen in die Impfstoffforschung sowie wirksame Strategien zur  Durchführung von Impfungen.
Freiwillige medizinische Helfer können sich unter anderem beim Deutschen Rote Kreuz für einen Hilfseinsatz melden: https://drkhrnet.drk.de/Home
Spenden:
Aktion Deutschland Hilft, Spenden-Stichwort: Ebola,
Spendenkonto: 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
Deutsches Rotes Kreuz, Stichwort Ebola,
Spendenkonto: 41 41 41 / BLZ: 37020500
Verbände:

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)
Bundesärztekammer
Bundesverband der Knappschaftsärzte e. V.
Deutscher Ärztinnenbund e. V.
Deutscher Hausärzteverband e.V.
Freie Ärzteschaft e. V.
Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB)
Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.
Kassenärztliche Bundesvereinigung
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
MEDI GENO Deutschland e. V.
Medizinischer Fakultätentag der Bundesrepublik Deutschland
NAV-Virchow-Bund
Sanitätsdienst der Bundeswehr
Spitzenverband FachärzteDeutschlands e. V. (SpiFA)
Verband der leitenden Krankenhausärzte Deutschlands e.V.]]>
Pressemitteilung Sun, 23 Nov 2014 13:32:00 +0100
Delegierte fordern Rückkehr zur fachübergreifenden Politik http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=69 Die Delegiertenversammlung von MEDI Baden-Württemberg hat sich gegen eine Teilung der KBV und der... Die Delegiertenversammlung von MEDI Baden-Württemberg hat sich gegen eine Teilung der KBV und der KVen ausgesprochen und fordert eine Rückkehr zur fachübergreifenden Honorarpolitik der Vorstände. Darüber hinaus warnten die Delegierten die politisch Verantwortlichen davor, die ambulante fachärztliche Versorgung schrittweise über das Versorgungsstärkungsgesetz zu schädigen.

Dazu zählen Pläne wie die Terminvergabestellen, die Verpflichtung der KVen zum Aufkauf von Praxen in sogenannten überversorgten Gebieten, die Streichung des § 73c SGB V, die fehlende Bereinigungslösung bei den Hausarzt- und Facharztverträgen und die Streichung der Übergangszeit für die ambulante spezialärztliche Versorgung (ASV) im § 116b. „Die Streichung der Übergangszeit würde bedeuten, dass sich Krankenhäuser bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag weigern könnten, die ASV umzusetzen und stattdessen auf der Grundlage des alten § 116b weiterarbeiten würden“, erklärte der Vorstandsvorsitzende von MEDI Baden-Württemberg, Dr. Werner Baumgärtner. Das hieße, dass niedergelassene Fachärzte in Regionen, in denen sich Kliniken der ASV verweigern würden, nur sehr schwer an der ASV teilnehmen könnten.
Mit Unverständnis reagierten die Delegierten auf die Honorarpolitik der KBV: Zum ersten Mal hat die KBV-Spitze die Weiterentwicklung des hausärztlichen und fachärztlichen EBMs getrennt verhandelt. Durch die „inkompetente Verhandlungsführung des hausärztlichen KBV-Vorstandsmitglieds sind die Hausärzte gegenüber den Fachärzten nun im Nachteil“ kritisierte Baumgärtner. Deswegen könne nur ein Teil der Hausärzte die neue Honorierung der Praxis-MFA abrufen.

„Die meisten Niedergelassenen sind fachübergreifend tätig und organisiert“, erinnerte Baumgärtner. „Viele arbeiten in Praxisnetzen, denen die Zukunft in der ambulanten Versorgung gehört. Deshalb möchten wir, dass sich auch Krankenkassen und Kommunen an der Netzfinanzierung beteiligen.“ Zudem müssten die Netze Zuschüsse aus dem Innovationsfonds (§ 92) beantragen und erhalten. Gleiches gelte für Vertragspartner von Selektivverträgen, die zudem am Innovationsausschuss personell beteiligt werden müssen.
Um freiberuflichen Praxen eine bessere Wettbewerbsperspektive im Gesundheitsmarkt zu bieten, hat MEDI Baden-Württemberg gemeinsam mit der Audi BKK und der AOK Baden-Württemberg ein neues Projekt angestoßen: Haus- und Fachärzte einer Region, die an Selektivverträgen teilnehmen, sollen sich elektronisch vernetzen können. Als Pilotregion wurde die MEDI GbR Heilbronn auserkoren. Das Interesse der MEDI Mitglieder vor Ort ist groß: Über 100 möchten sich prinzipiell mit ihren Kolleginnen und Kollegen vernetzen, 67 MEDI Mitglieder haben bereits die erforderlichen Datenerfassungsbögen zur Vorbereitung der Vernetzung bei MEDI eingereicht.]]>
Pressemitteilung Thu, 20 Nov 2014 13:22:00 +0100
MEDI Verbund und Berufsverbände gewinnen AOK-Ausschreibung für Urologievertrag http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=70 Das bewährte Facharztprogramm im Südwesten wird durch einen neuen Versorgungsvertrag ergänzt:... Das bewährte Facharztprogramm im Südwesten wird durch einen neuen Versorgungsvertrag ergänzt: MEDI Baden-Württemberg e.V., die MEDIVERBUND AG und zwei Berufsverbände der Urologen haben den Zuschlag der AOK Baden-Württemberg für den Urologievertrag bekommen, der zum 1. Juli 2015 starten soll.

„Wir freuen uns über den Zuschlag und danken der AOK Baden-Württemberg für ihr Vertrauen“, sagt Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg und ergänzt: „Damit kommen wir unserem Ziel näher, eine landesweite hausärztliche und fachärztliche Versorgung außerhalb des KV-Systems aufzubauen.“ Der Urologievertrag wird der fünfte Facharztvertrag nach § 73c SGB V sein. Entsprechende Verträge gibt es bereits für Kardiologen, Gastroenterologen, Psychiater, Neurologen, Psychotherapeuten, Orthopäden und Chirurgen.

Auf Arztseite bekommen die Partner Unterstützung vom Berufsverband Deutscher Urologen e.V. (BDU) und von der Arbeitsgemeinschaft Niedergelassener Urologen e.V. (AGNU). Der BDU wird auf Landesebene von Dr. Michael Rug (Karlsruhe) und Dr. Marcus Ksoll (Heilbronn) vertreten. Für den AGNU wird Dr. Robert Rudolph (Kirchheim) am Verhandlungstisch sitzen. Alle drei Urologen sind außerdem MEDI Mitglieder.

Als Blaupause für den neuen Urologievertrag dienen die bisherigen Facharztverträge. „In den kommenden Tagen werden die Vertragspartner einen Termin für eine zeitnahe Auftaktveranstaltung festlegen. Im Anschluss daran bilden wir gemeinsam die entsprechenden Arbeitsgruppen“, erklärt der Vorstand der MEDIVERBUND AG, Ass.-Jur. Frank Hofmann. „Wie auch schon die vorangegangenen Verträge soll der Urologievertrag eine qualitativ hochwertige Versorgung, Termine für die Versicherten innerhalb von 14 Tagen, eine koordinierte Zusammenarbeit mit Hausärzten, die an der HZV teilnehmen, und ein planbares Honorar deutlich über dem KV-Niveau vorsehen“, ergänzt Hofmann.

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Pressemitteilung Tue, 18 Nov 2014 13:24:00 +0100
AOK will Facharztverträge auf Urologie und Rheumatologie ausweiten http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=75 Mit Ausschreibungen der beiden Fachgebiete Urologie und Rheumatologie baut die AOK... Mit Ausschreibungen der beiden Fachgebiete Urologie und Rheumatologie baut die AOK Baden-Württemberg die qualitätsorientierte ambulante Versorgung für ihre Versicherten weiter aus. Nach Kardiologie, Gastroenterologie, Psychotherapie, Neurologie und Psychiatrie sowie Orthopädie sollen alsbald diese Facharztbereiche das AOK-FacharztProgramm weiter komplettieren.
„Wir gehen den eingeschlagenen und äußerst erfolgreichen Weg für unsere Versicherten konsequent weiter und wollen mit den Urologen und Rheumatologen zwei weitere wichtige Facharztgruppen in die vernetzte Versorgungslandschaft aufnehmen“, sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg.
Das Sozialgesetzbuch (§ 73c SGB V) gibt den Krankenkassen die Möglichkeit, Verträge zur besonderen ärztlichen Versorgung direkt mit Facharztgruppen zu schließen. „Diese Aufforderung nutzen wir konsequent in Verbindung mit unserem seit mehr als sechs Jahren erfolgreichen AOK-HausarztProgramm, an dem mittlerweile mehr als 3800 Haus- und Kinderärzte im Land und rund 1,3 Millionen unserer Versicherten teilnehmen.“
Die Haus- und Facharztverträge bilden die Basis einer strukturierten Versorgung und ermöglichen eine ganzheitliche medizinische Betreuung. Die Patienten profitieren von den hohen Qualitätsanforderungen, technisch erstklassig ausgestatteten Praxen, der vorbildlichen engen Zusammenarbeit und Vernetzung sowie von kurzfristigen Terminvereinbarungen der beteiligten Praxen. „In allen Verträgen gibt es bei Terminfragen klare Regeln: am selben Tag im Akutfall, zwei Wochen im Regelfall“, sagt Hermann. Für die insgesamt bessere Behandlungsabstimmung sind die Facharztverträge für Kardiologie (seit 2010), Gastroenterologie (2011), Psychotherapie (2012), Neurologie und Psychiatrie (2013) sowie Orthopädie (2014) deshalb mit dem AOK-HausarztProgramm vernetzt. Am AOK-FacharztProgramm nehmen bereits mehr als 1.300 Fachärzte und Psychotherapeuten teil.
An der im Staatsanzeiger veröffentlichten Ausschreibung kann sich jede größere Ärztegemeinschaft beteiligen, die über eine entsprechend qualifizierte Managementstruktur verfügt und die hohen Vertragsanforderungen erfüllen kann. Das Ausschreibungsverfahren läuft noch bis zum 3. November 2014 (Urologie) bzw. bis zum 10. November 2014 (Rheumatologie).
Mit Ausschreibungen der beiden Fachgebiete Urologie und Rheumatologie baut die AOK Baden-Württemberg die qualitätsorientierte ambulante Versorgung für ihre Versicherten weiter aus. Nach Kardiologie, Gastroenterologie, Psychotherapie, Neurologie und Psychiatrie sowie Orthopädie sollen alsbald diese Facharztbereiche das AOK-FacharztProgramm weiter komplettieren.
„Wir gehen den eingeschlagenen und äußerst erfolgreichen Weg für unsere Versicherten konsequent weiter und wollen mit den Urologen und Rheumatologen zwei weitere wichtige Facharztgruppen in die vernetzte Versorgungslandschaft aufnehmen“, sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg.
Das Sozialgesetzbuch (§ 73c SGB V) gibt den Krankenkassen die Möglichkeit, Verträge zur besonderen ärztlichen Versorgung direkt mit Facharztgruppen zu schließen. „Diese Aufforderung nutzen wir konsequent in Verbindung mit unserem seit mehr als sechs Jahren erfolgreichen AOK-HausarztProgramm, an dem mittlerweile mehr als 3800 Haus- und Kinderärzte im Land und rund 1,3 Millionen unserer Versicherten teilnehmen.“
Die Haus- und Facharztverträge bilden die Basis einer strukturierten Versorgung und ermöglichen eine ganzheitliche medizinische Betreuung. Die Patienten profitieren von den hohen Qualitätsanforderungen, technisch erstklassig ausgestatteten Praxen, der vorbildlichen engen Zusammenarbeit und Vernetzung sowie von kurzfristigen Terminvereinbarungen der beteiligten Praxen. „In allen Verträgen gibt es bei Terminfragen klare Regeln: am selben Tag im Akutfall, zwei Wochen im Regelfall“, sagt Hermann. Für die insgesamt bessere Behandlungsabstimmung sind die Facharztverträge für Kardiologie (seit 2010), Gastroenterologie (2011), Psychotherapie (2012), Neurologie und Psychiatrie (2013) sowie Orthopädie (2014) deshalb mit dem AOK-HausarztProgramm vernetzt. Am AOK-FacharztProgramm nehmen bereits mehr als 1.300 Fachärzte und Psychotherapeuten teil.
An der im Staatsanzeiger veröffentlichten Ausschreibung kann sich jede größere Ärztegemeinschaft beteiligen, die über eine entsprechend qualifizierte Managementstruktur verfügt und die hohen Vertragsanforderungen erfüllen kann. Das Ausschreibungsverfahren läuft noch bis zum 3. November 2014 (Urologie) bzw. bis zum 10. November 2014 (Rheumatologie).

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Pressemitteilung Fri, 14 Nov 2014 13:39:00 +0100
Versorgungsstärkungsgesetz gefährdet Facharztverträge – Rolle rückwärts in das Kollektivvertragssystem? http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=71 Die Vertragspartner AOK, Hausärzteverband und MEDI in Baden-Württemberg sehen Teile des... Die Vertragspartner AOK, Hausärzteverband und MEDI in Baden-Württemberg sehen Teile des Referentenentwurfs zum „Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung“ (GKV-VSG) kritisch. Der vorliegende Entwurf verfolge nicht die formulierte Absicht, sondern schwäche den Qualitätswettbewerb ebenso gravierend wie er die fachärztliche ambulante Versorgung vernachlässige.
Besonders kritisch wird die Streichung des Paragrafen 73c gewertet. Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg: „Die beabsichtigte Streichung als Grundlage der Facharztverträge ist ein fatales Signal an die Fachärzte im Vertragswettbewerb. Der Gesetzentwurf verhindert den weiteren Aufbau einer zur Regelversorgung alternativen strukturierten haus- und fachärztlichen Versorgung in unserem Land. Außerdem gefährdet er die bisher erfolgreiche Arbeit aller Vertragspartner in Baden-Württemberg.“
Für die AOK Baden-Württemberg erfordert eine flächendeckende Versorgung mit qualifizierten Selektivverträgen zugunsten von Versicherten und Patienten klare Strukturen: „Die kann es aber nicht geben, wenn künftig – nach dem Willen des Gesetzgebers – der Sicherstellungsauftrag der Krankenkasse nicht mehr klar geregelt ist“, so Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. Wenn Aufsichtsbehörden bei Selektivverträgen künftig Sonderrechte mit drastischen Sanktionsmöglichkeiten erhielten, sei es für Krankenkassen nicht mehr kalkulierbar, Selektivverträge abzuschließen. „Damit werden Innovationen und unternehmerisches Handeln systematisch untergraben“, so Hermann weiter.
Auch der vorgesehene Innovationsfonds sei in seiner vorgesehenen Ausgestaltung nicht hinnehmbar. Die Bildung eines zentralen Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss sehen die Südwestpartner kontraproduktiv. Innovationen in der Versorgung könnten nicht zentral verordnet werden, sondern müssten von den Partnern in den Regionen selbstbestimmt und eigenverantwortlich gestaltet werden können – wie das in Baden-Württemberg seit langem geschehe.
Dr. Berthold Dietsche, Vorsitzender des Hausärzteverbands Baden-Württemberg, begrüßt zwar gemeinsam mit den Vertragspartnern die vorgesehene Stärkung des Hausarztes und der hausärztlichen Fortbildung. „Eine funktionierende Selektivversorgung lebt aber von dem Zusammenwirken von Haus- und Facharzt auf Augenhöhe. Die deutlichen Rückschritte bezüglich der Selektiverträge und das drohende Ungleichgewicht zu Lasten der Fachärzte birgt die Gefahr, dass das Gebäude zum Einsturz kommt. Und auch die vorgesehenen erweiterten Leistungsansprüche für Versicherte bleiben hinter dem zurück, was bei uns in Baden-Württemberg in den Hausarzt- und Facharztverträgen bereits Standard ist.“
Die mit den Selektivverträgen in Baden-Württemberg erzielten Erfolge zeigten, dass dann positive Effekte für Patientinnen und Patienten erzielbar sind, wenn die Honorierung für den Arzt angemessen und klar an der Leistung orientiert ist und darüber hinaus das Versorgungsumfeld adäquat abgebildet wird. „An diesen Erfordernissen geht der Gesetzentwurf völlig vorbei“, sind sich die Vertragspartner einig.

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Pressemitteilung Mon, 10 Nov 2014 13:28:00 +0100
MEDI klopft Ziele für Ärztekammerwahlen fest http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=72 In den kommenden Wochen wählen Ärztinnen und Ärzte in Baden-Württemberg die Delegierten für die... In den kommenden Wochen wählen Ärztinnen und Ärzte in Baden-Württemberg die Delegierten für die vier Bezirksärztekammern. Die MEDI Kandidaten schließen sich der Initiative „Gemeinsame Zukunft Baden-Württemberg“ an, einer landesweiten Liste von Fachärzten, Hausärzten und Klinikärzten in Weiterbildung. Sie möchten erreichen, dass die Kammern mehr Verständnis für die Probleme der Niedergelassenen schaffen und dass mehr Freiberufler in den Kammervorständen sitzen.
Da niedergelassene Ärztinnen und Ärzte auch Unternehmer sind, setzen sich die MEDI Kandidaten für die Stärkung der Freiberuflichkeit und der unternehmerischen Funktion ein. Die Kammern sollen dazu beitragen, dass die freie Praxis erhalten bleibt. Darüber hinaus sollen sie Rahmenbedingungen schaffen, die fachübergreifende Vernetzungslösungen im ambulanten Bereich politisch, technisch und ökonomisch fördern. Gemeinsam mit einer ambulant-stationären Vernetzung sichern solche Projekte eine gute wohnortnahe Patientenversorgung.
Außerdem sollen die Kammern mehr Weiterbildung in Arztpraxen ermöglichen und inhaltlich begleiten. Durch die zunehmende Verlagerung der ärztlichen Tätigkeit in den ambulanten Bereich könnten Kliniken viele Weiterbildungsinhalte nicht mehr vermitteln.
Die Stärkung von Kooperationsformen wie Teilgemeinschaftspraxen steht ebenfalls auf der Agenda. Im Juni hat MEDI Baden-Württemberg vor dem Bundesgerichtshof (BGH) ein Urteil erstritten, das der Diskriminierung von Teilgemeinschaftspraxen gegenüber Klinik-MVZs entgegenwirkt. Nach Auffassung des BGH ist die ärztliche Berufsordnung verfassungswidrig und muss geändert werden. Das Urteil stärkt nachhaltig die Berufsausübungs- und die Vertragsfreiheit, ist MEDI überzeugt.
Die MEDI Kandidaten kritisieren die bisherige Weiterentwicklung der GOÄ und bewerten das Verfahren der Bundesärztekammer als intransparent. Sie fordern: Keine Deckelung wie in der GOZ, Erhalt der erprobten Steigerungsfaktoren, Implementierung eines Inflationsausgleichs und keine Zustimmung der Bundesärztekammer zur Novellierung ohne diese Essentials.]]>
Pressemitteilung Mon, 03 Nov 2014 13:30:00 +0100
Wolfgang Fechter in der MEDI TIMES: MEDIVERBUND AG berät Mitglieder auch bei ASV http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=74 ASV steht für "ambulante spezialärztliche Versorgung". Sie wurde als neue Versorgungsebene für... Hier geht es zum Interview. ]]> News Fri, 17 Oct 2014 13:35:00 +0200 Arbeitsentwurf benachteiligt unsere Fachärzte http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=76 Der erste Arbeitsentwurf des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes stößt bei MEDI GENO Deutschland auf... Der erste Arbeitsentwurf des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes stößt bei MEDI GENO Deutschland auf wenig Gegenliebe. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Werner Baumgärtner kritisiert: „Der Entwurf schwächt die fachärztliche ambulante Versorgung und dünnt sie aus.“
Als Frontmann eines fachübergreifenden Verbandes und als Vertragspartner bei den Facharztverträgen nach § 73c SGB V in Baden-Württemberg ist er mit der Streichung dieses Paragrafen nicht einverstanden. „Das ist ein völlig falsches Signal an unsere Facharztpraxen und konterkariert die Arbeit der Vertragspartner im Südwesten. Der Arbeitsentwurf sieht vor, einige Inhalte des § 73c in den § 140a zu übernehmen. Das ist aber unzureichend und außerdem missverständlich formuliert“, so Baumgärtner.
Die bestehenden Probleme bei der Bereinigung bleiben ebenfalls ungelöst. „KVen haben Praxen, die an Selektivverträgen teilnehmen, finanziell stark benachteiligt und können das auch künftig tun“, befürchtet der MEDI GENO Vorsitzende.
Keine Förderung für Ärztenetze, Kritik an Wartezeitenregelung

Eine Förderung von Praxisnetzen, wie MEDI GENO sie fordert, findet nicht statt. „Die Netze werden weiterhin allein aus der Gesamtvergütung finanziert. Der Arbeitsentwurf sieht die Zuteilung eines Honorarvolumens im Rahmen der Honorarverteilung vor. Das verlagert allenfalls das Morbiditätsrisiko von der Praxis auf das Netz“, kritisiert Baumgärtner. Eine zusätzliche finanzielle Förderung von Ärztenetzen durch Gelder der Krankenkassen und Kommunen, wie von MEDI GENO gefordert, gibt es nicht. „Die Netze erhalten nicht einmal Gelder aus dem Innovationsfonds, MVZs dagegen schon“, moniert er.
Die Terminvergabe für Facharzttermine ist „erwartet inakzeptabel bei gedeckelter Vergütung. Absurd ist außerdem, dass Facharztsitze stillgelegt werden, gleichzeitig aber Wartezeiten abgebaut werden sollen und ein größerer Durchlauf von Patienten in den Facharztpraxen gefordert und bei Nichterfüllung sanktioniert wird.“
Darüber hinaus plant der Arbeitsentwurf neue Wirtschaftlichkeitsprüfungen und neue Schadensersatzregelungen für Arbeitgeber, wenn „medizinische Voraussetzungen für eine AU nicht vorlagen“.
Positiv bewertet Baumgärtner die Regelung zur Parität in der KBV und den KVen. „Sie lässt den Körperschaften noch eine letzte Gelegenheit, dieses Problem intern per eigener Satzung zu lösen.“
Lob gibt es auch für die Regelungen zur Konvergenz. „Endlich soll es keine interne Umverteilung zwischen den KVen geben, wenn die Morbidität in den verschiedenen KVen unterschiedlich bezahlt wird“, erklärt der MEDI GENO Chef, „das wird künftig in den regionalen Honorarverhandlungen gelöst, wo es auch hingehört.“
Positiv sieht Baumgärtner außerdem die Förderung der Weiterbildung für Hausärzte durch Krankenkassen und KVen. „Inzwischen gibt es aber auch bei den Facharztgruppen eine Unterversorgung, dazu schweigt das SGB V“, bemängelt er.

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Pressemitteilung Fri, 10 Oct 2014 13:41:00 +0200
Gesetzgeber soll nicht in Satzung der Körperschaften eingreifen – Kritik auch an KBV-VV http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=77 In der anhaltenden Diskussion um die Teilung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und... In der anhaltenden Diskussion um die Teilung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der KVen in ein hausärztliches und ein fachärztliches Lager hat sich nun auch die Allianz Deutscher Ärzteverbände zu Wort gemeldet. „Die Blockbildung in der Vertreterversammlung der KBV und in anderen Gremien der Selbstverwaltung muss überwunden werden“, fordert Allianz-Sprecher und MEDI GENO-Vorstandsvorsitzender Dr. Werner Baumgärtner.
Die in der Allianz organisierten Ärzteverbände sprechen sich ganz entschieden gegen eine Teilung und eine Sektionierung der ärztlichen Körperschaften aus – sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene. „Die ambulante Versorgung ist ja auch nicht teilbar und muss im Zusammenwirken von Hausärzten und Fachärzten zum Wohle der Patienten erfolgen“, so Baumgärtner weiter. „Deswegen können die Ärztinnen und Ärzte an der Basis diese Teilungsdebatte überhaupt nicht nachvollziehen - schließlich ist ihr Praxisalltag von einem fachübergreifenden Miteinander geprägt.“
Die Allianz Deutscher Ärzteverbände spricht sich entschieden dagegen aus, dass sich künftig der Gesetzgeber bei Satzungsänderungen aus der hausärztlichen und fachärztlichen Versorgung einmischt. „Das war und ist originäre Aufgabe der Gremien unserer Körperschaften und würde unsere Selbstverwaltungen nur schwächen“, so die Vorsitzenden der in der Allianz organisierten Verbände. Allerdings sind die aktuellen Versuche, die Satzung der KBV zu verändern, dringend ergänzungs- und verbesserungswürdig.
Außerdem kommt die Allianz zu dem Schluss, dass sich die Zusammensetzung der Vertreterversammlung der KBV aus hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitgliedern nicht bewährt hat und Teil des aktuellen Problems ist. Deswegen schlagen die Ärzteverbände einvernehmlich vor, die Vertreterversammlung nur noch aus ehrenamtlichen Mitgliedern zu bilden, die in Direktwahl von allen Niedergelassenen gewählt werden. ]]>
Pressemitteilung Mon, 29 Sep 2014 13:46:00 +0200
Besser betreut - Wissenschaftliche Studie zum Hausarztvertrag bestätigt: Pro Jahr allein 4.500 vermiedene Krankenhauseinweisungen und 250 hüftgelenksnahe Frakturen weniger im Südwesten http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=78 Patienten in der hausarztzentrierten Versorgung (HZV) in Baden-Württemberg sind besser betreut. Die... Patienten in der hausarztzentrierten Versorgung (HZV) in Baden-Württemberg sind besser betreut. Die neuesten wissenschaftlichen Studienergebnisse der Universitäten Frankfurt/Main und Heidelberg belegen erstmals, dass die intensivere Behandlung durch den Hausarzt in Baden-Württemberg auch hilft, mehr als 4.500 Krankenhauseinweisungen in der HZV pro Jahr zu vermeiden. Der Vertrag im Südwesten ist damit die Umsetzung par excellence des politischen Willens, eine patientenorientierte Versorgungsgestaltung zu erreichen. In ihrem Bericht bestätigen die Wissenschaftler, dass besonders chronisch Kranke und ältere Menschen von der HZV in Baden-Württemberg profitieren, beispielsweise indem schwierige Krankheitsverläufe erst gar nicht eintreten: Durch den Hausarztvertrag konnten alleine 250 Hüftgelenksfrakturen im Jahr vermieden werden.
Die HZV ist für mehr als 1,25 Millionen Versicherte und über 3.800 Hausärzte in Baden-Württemberg fest etabliert und nachweislich akzeptiert. Die Arbeit der mittlerweile über 1.500 arztentlastenden Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis (VERAH) wirkt sich für Ärzte und Patienten gleichermaßen positiv aus. „Die HZV setzt in der ärztlichen Versorgung auf den Teamgedanken und hat den Tanker Gesundheitswesen langsam, aber sicher auf einen neuen, vielversprechenden Kurs gebracht“, so die beiden Leiter der Studie, Prof. Dr. med. Ferdinand M. Gerlach, MPH, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Johann Wolfgang Goethe‐Universität Frankfurt am Main und Prof. Dr. med. Dipl. Soz. Joachim Szecsenyi, Ärztlicher Direktor der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Heidelberg, am Dienstag (09.09.2014) in Berlin.
Was im herkömmlichen System kaum existiert, heißt in der Südwest-HZV „wissenschaftlicher Beleg“. Dieser bestätigt für die nunmehr evaluierten Jahre 2011 und 2012 9.000 vermiedene Klinikeinweisungen. „Dieses Ergebnis ist nicht zufällig“, so Szecsenyi, „es ist die Folge der viel intensiveren Beziehung zwischen HZV-Arzt und Patient.“ So hätten HZV-Patienten durchschnittlich pro Jahr drei Hausarztkontakte mehr als die Versicherten in der Regelversorgung (dies entspricht 15 Prozent), überflüssige Behandlungen nähmen ab (unkoordinierte Facharztkontakte liegen um mehr als 20 Prozent unter der Regelversorgung) und es würden um ein Drittel weniger Medikamente verschrieben. Die konsequentere Arzneimittelsteuerung wirke sich aus: „Die Pharmatherapiekosten im ambulanten Bereich waren für die HZV-Versicherten pro Jahr und Patient schon ohne Rabattberücksichtigung über 100 Euro geringer als in der Regelversorgung“, so Szecsenyi weiter.
Ferdinand Gerlach ergänzt: „Eine stabile, kontinuierliche, auf eine langfristige Arzt-Patienten-Beziehung angelegte hausärztliche Versorgung der Versicherten wird nachweislich gestärkt. Die HZV-Patienten nehmen diese Veränderungen positiv wahr und schätzen es, dass auch die Informationen aus Facharztbehandlungen beim Hausarzt zusammenlaufen. HZV-Praxen betreiben ein konsequentes Patientencoaching und entwickeln sich so zur Teampraxis.“
„Die AOK investierte allein 2013 insgesamt über 300 Millionen Euro in den Hausarztvertrag, weil wir wissen, dass das insbesondere unseren Versicherten zu Gute kommt“, so der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Dr. Christopher Hermann. Die AOK Baden-Württemberg sehe sich damit in ihrem langjährigen Weg um bestmögliche, individuelle Versorgung vollauf bestätigt. „Dass überflüssige Kosten vermieden und Falschversorgung abgebaut wird, ist das eine. Nicht vergessen sollten wir das andere, nämlich die Neujustierung des Systems. Hier wird der Beweis geliefert, dass bessere Patientenversorgung und Wirtschaftlichkeit – richtig gemacht – zwei Seiten einer Medaille sind“, so Hermann.
Eine wesentliche Grundlage des Erfolgs der HZV sei, dass sie in Baden-Württemberg zu mehr Berufszufriedenheit für den Hausarzt führe und ihm bessere Perspektiven biete, betont Dr. Berthold Dietsche, Vorsitzender des Hausärzteverbands Baden-Württemberg. „Sie erfahren Wertschätzung, Berufsbestätigung sowie eine finanzielle Aufwertung. HZV-Praxen bieten bessere Rahmenbedingungen für die freiberufliche Tätigkeit und verbessern die Einnahmesituation. Dies trägt dazu bei, die hausärztliche Profession auch für jüngere Ärzte interessant zu machen, insbesondere auch was den Nachwuchs in ländlichen Gebieten anbelangt.“ Der Vorsitzende von MEDI Baden-Württemberg, Dr. Werner Baumgärtner, ergänzt: „Die Hausarzt- und Facharztverträge bilden die Basis der strukturierten Versorgung und ermöglichen eine ganzheitliche medizinische Betreuung. Die Patienten profitieren von den hohen Qualitätsanforderungen und der engen Zusammenarbeit sowie kurzfristigen Terminangeboten der Haus- und Fachärzte.“
„Gesundheitspolitische Ziele, die sich die Politik aktuell auf die Fahnen geschrieben hat, wie die Stärkung der Hausarztrolle, hohe Qualitätsorientierung und eine bessere Vernetzung, sind in der HZV Baden-Württemberg bereits Wirklichkeit“, sagt Hermann.
Weiteres Pressematerial finden Sie auf: www.neue-versorgung.de/evaluation-der-hzv.html]]>
Pressemitteilung Tue, 09 Sep 2014 13:47:00 +0200
MEDI Vize Ruebsam-Simon zur ärztlichen Arbeit und „angemessenen“ Vergütung http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=79 Der stellvertretende Vorsitzende des MEDI Baden-Württemberg Dipl.-Pol. Ekkehard Ruebsam-Simon setzt...
Den gesundheitspolitischen Kommentar finden Sie hier.

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News Tue, 02 Sep 2014 13:53:00 +0200
Baumgärtner zu Honorarverhandlungen: Arztpraxen dürfen sich über 400 Euro mehr im Monat „freuen“ http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=80 Die 800 Millionen Euro mehr, die die KBV und der GKV-Spitzenverband für die Versorgung der... Die 800 Millionen Euro mehr, die die KBV und der GKV-Spitzenverband für die Versorgung der gesetzlich Versicherten vereinbart haben, bedeuten umgerechnet auf die über 150.000 Arztpraxen in Deutschland ein Umsatzplus von rund 400 Euro pro Monat. „Damit werden Probleme wie das Praxissterben bei den Hausärzten oder zunehmende Wartezeiten in den Facharztpraxen verschärft“, bilanziert der Vorstandsvorsitzende von MEDI GENO Deutschland, Dr. Werner Baumgärtner.

Er kritisiert, in welcher Form der GKV-Spitzenverband das Ergebnis der Honorarverhandlungen immer wieder begleitet: „Jedes Jahr werden Öffentlichkeit, Versicherte und Ärzte mit hohen Millionenbeträgen konfrontiert und auf diese Weise für dumm verkauft. Das Jonglieren mit hohen Geldern löst aber nicht die Versorgungsprobleme im ambulanten Bereich, die auch weiter bestehen bleiben“, so Baumgärtner.
„Nach wie vor gibt es in der Kassenmedizin beispielsweise für Hausbesuche, Pflegeheimbesuche, Beratung und Untersuchung, Ultraschall- oder Röntgenuntersuchungen durch Haus- und Fachärzte weder feste noch angemessene Preise. Nach wie vor werden rund zehn Prozent der Leistungen im Kollektivvertrag von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt. Gleichzeitig wird unsere Gesellschaft aber älter und kränker und die Behandlungszahlen in unseren Praxen steigen um deutlich mehr als zwei Prozent, die jetzt als Umsatzplus vereinbart wurden. Darüber hinaus steigen Personalkosten, Mieten und Kosten für Energie, Technik und Ausstattung. Das alles ist mit einer 400-Euro-Flatrate im Monat nicht getan!“
Wie die Hausarzt- und Facharztverträge in Baden-Württemberg jedoch seit Jahren beweisen, ist eine angemessene und feste Bezahlung der ärztlichen Leistungen durchaus möglich. „Leider fehlt aber den meisten Krankenkassen für solche Verträge die Kompetenz und der Mut“, so der MEDI GENO Chef abschließend. ]]>
Pressemitteilung Thu, 28 Aug 2014 13:53:00 +0200
Im Facharztprogramm sind Patienten besser vor Schlaganfall geschützt dank Kostenübernahme für implantierten Herzmonitor http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=81 Der Facharztvertrag Kardiologie von AOK Baden-Württemberg, MEDI Baden-Württemberg und Bosch BKK... Der Facharztvertrag Kardiologie von AOK Baden-Württemberg, MEDI Baden-Württemberg und Bosch BKK ermöglicht als bundesweit einziger Versorgungsvertrag die ambulante Implantation eines Herzmonitors. Die Vertragspartner leisten so einen wichtigen Beitrag zur Schlaganfallprophylaxe für Patientinnen und Patienten, die innerhalb des Vertrags behandelt werden. Mit Hilfe des subkutan implantierten Ereignisrekorders wird der Anteil der Patientinnen und Patienten, bei denen nach einem unklaren Schlaganfall innerhalb von drei Jahren Vorhofflimmern diagnostiziert werden kann, verzehnfacht. Das zeigt die internationale Multicenterstudie CRYSTAL-AF, die jüngst im New England Journal of Medicine publiziert wurde.
Die Ende Juni publizierte, randomisierte Multicenterstudie CRYSTAL-AF konnte jetzt bei einem großen Patientenkollektiv von 441 Patienten mit kryptogenem Schlaganfall zeigen, dass bei einem von drei der im 24-Stunden-EKG unauffälligen Schlaganfallpatienten tatsächlich Vorhofflimmern vorliegt (N Engl J Med 2014; 370:2478-86). Der Nachweis gelang mit Hilfe eines subkutan implantierten Ereignisrekorders, auch Herzmonitor bzw. Loop-Recorder genannt. Dieses etwa USB-Stick-große Gerät wird in einem nur wenige Minuten dauernden chirurgischen Eingriff in Lokalanästhesie unter die Haut implantiert. Über zwei Gewebeelektroden wird der Herzrhythmus bis zu drei Jahre lang 24 Stunden am Tag überwacht.

 

Für die Patienten und Patientinnen ist das hoch relevant: „Wird Vorhofflimmern ent-deckt, können mit einer Antikoagulation erneute Schlaganfälle effektiv verhindert wer-den“, betont PD und MEDI-Arzt Dr. Ralph Bosch vom Cardio Centrum in Ludwigsburg. Liegt dagegen ein Vorhofflimmern vor, das nicht entdeckt und behandelt wird, ist die Gefahr eines zweiten, dann oft mit schwerer Behinderung einhergehenden Schlagan-falls, erheblich. „Ein Ereignisrekorder kann die Ursache eines Schlaganfalls oft aufdecken. Das erleichtert es uns herauszufinden, von welcher Behandlung die Patienten am stärksten profitieren“, so Bosch.
Kardiologievertrag: Ereignisrekorder inklusive
In einer Anfang Juli vorgelegten Studie des Berliner IGES-Instituts wurde auf Basis realer Daten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vorgerechnet, dass in Deutschland durch eine konsequentere Diagnose und Behandlung von Vorhofflimmern im GKV-Bereich pro Jahr mindestens 9.400 Schlaganfälle verhindert werden könnten.
Der baden-württembergische Kardiologievertrag von AOK Baden-Württemberg, Bosch BKK und MEDI Baden-Württemberg deckt – anders als in der GKV-Regelversorgung – die Kosten für die Implantation eines Herzmonitors bei Patientinnen und Patienten mit kryptogenem Schlaganfall ab – und das schon seit 2011. Der Facharztvertrag Kardiologie setzt damit neueste wissenschaftliche Standards um und ermöglicht zudem weitest-gehend eine ambulante Versorgung der eingeschrieben Patientinnen und Patienten in Baden-Württemberg.
Für den Vorstandvorsitzenden von MEDI Baden-Württemberg, Dr. Werner Baumgärtner, ist das kein Zufall: „Versorgungsverträge nach dem Vorbild des Kardiologievertrags in Baden-Württemberg sind sehr gut dazu geeignet, innovative evidenzbasierte Verfahren wie den Herzmonitor schneller in die ambulante Versorgung und damit an die Patientin bzw. den Patienten zu bringen. Im Facharztprogramm sind wir einer ganzheitlichen Sichtweise verpflichtet. Unser Fokus liegt immer auf der Gewährleistung höchster Qualitätsstandards.“
Herzpatienten im Facharztprogramm sind besser versorgt

Durch den Kardiologievertrag können sich die Ärzte mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten nehmen, weil sie diese Zeit gesondert vergütet bekommen. Der Patient hat die Gewähr, dass er in einem strukturierten Zusammenwirken von Hausarzt und Facharzt nach höchsten Qualitätsstandards versorgt wird. „Eine wichtige Maxime dabei ist, durch optimale Vernetzung den Informationsstand aller behandelnden Ärzte hoch zu halten und vermeidbare Krankenhauseinweisungen vorzubeugen. Die Kostenübernahme der Implantation eines Herzmonitors ist eine Maßnahme von vielen, die uns hilft, das Ziel einer qualitativ immer hochwertigeren Versorgung in Baden-Württemberg zu erreichen“, sind sich Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, und Dr. Gertrud Prinzing, Vorständin der Bosch BKK, einig.
Dass Herzpatienten und -patientinnen im Facharztvertrag Kardiologie medizinisch besser versorgt sind als in der Regelversorgung hat  der im Rahmen der Qualitätssicherung Invasive Kardiologie (QuIK) erstellte Qualitätsbericht 2012 belegt. So gelang es beispielsweise, die Strahlendosis, der Patienten bei invasiven Herzkathetereingriffen ausgesetzt sind, zu halbieren. Und die Komplikationsrate für perkutane Interventionen bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit ist im Rahmen des Facharztprogramms Kardiologie in Baden-Württemberg nur halb so hoch wie in der Regelversorgung.]]>
Pressemitteilung Wed, 13 Aug 2014 13:55:00 +0200
Jubel bei MEDI: Landesärztekammer reagiert auf BGH-Urteil http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=82 Künftig gibt es kein Verbot der Zusammenarbeit einer Teil-Berufsausübungsgemeinschaft mit... Künftig gibt es kein Verbot der Zusammenarbeit einer Teil-Berufsausübungsgemeinschaft mit Radiologen und anderen Fachärzten mehr. Die Landesärztekammer (LÄK) Baden-Württemberg hat dieses aus ihrer Berufsordnung gestrichen. Der Vorstandsvorsitzende von MEDI Baden-Württemberg, Dr. Werner Baumgärtner, freut sich über die Entscheidung: "Das ist ein Schritt in die richtige Richtung! Schließlich kann es nicht sein, dass Niedergelassene über die Berufsordnung benachteiligt werden, während solche Kooperationen beispielsweise in MVZs möglich sind. Aktuell können wir aber noch nicht beurteilen, ob die Maßnahmen der Landesärztekammer dem Urteil vollständig gerecht werden."
Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte am 15. Mai entschieden, dass das in der baden-württembergischen Berufsordnung für Ärzte ausgesprochene pauschale Verbot der Zusammenarbeit einer Teil-Berufsausübungsgemeinschaft mit Radiologen und anderen, nur auf Überweisung hin tätig werdenden Arztgruppen bzw. die rein medizinisch-technische Leistungen anbieten, verfassungswidrig ist. Der Vorstand der Landesärztekammer Baden-Württemberg hat daher der Vertreterversammlung am vergangenen Freitag (25.07.2014) eine Änderungssatzung vorgelegt, mit der die beanstandete Passage in § 18 aus der Berufsordnung gestrichen wird. Zuvor hatte die Landesärztekammer die beabsichtigte Änderung mit ihrer Aufsichtsbehörde, dem Sozialministerium Baden-Württemberg, abgestimmt. Damit wurde vom Vorstand zum frühest möglichen Zeitpunkt auf das BGH-Urteil reagiert, was von der Vertreterversammlung bei der Annahme dieser Änderung ausdrücklich begrüßt wurde.
Demnach dürfen künftig, nach Genehmigung der Satzung durch das Sozialministerium und Veröffentlichung im Ärzteblatt Baden-Württemberg, niedergelassene Ärzte auch mit Radiologen und anderen Fachärzten, die reine medizinisch-technische Leistungen erbringen, in Teil-Berufsausübungsgemeinschaft zusammenarbeiten. Beachtet werden muss jedoch auch weiterhin, dass ein Zusammenschluss zur gemeinsamen Ausübung des Berufs zum Erbringen einzelner Leistungen nur dann erfolgen darf, wenn er nicht einer Umgehung des § 31 der Berufsordnung für Ärzte ("Unerlaubte Zuweisung") dient.
Über die Gewinnverteilung innerhalb von Teilberufsausübungsgemeinschaften wird noch das Oberlandesgericht Karlsruhe entscheiden müssen. In dieser Frage erfolgte eine Rücküberweisung vom Bundesgerichtshof an die Vorinstanz.]]>
News Tue, 29 Jul 2014 14:00:00 +0200
Hofmann im MEDITIMES-Interview: Von diesen Projekten profitiert auch Ihre Praxis http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=83 Der Vorstand der MEDIVERBUND AG, Ass.jur. Frank Hofmann, kann sich vorstellen, dass sich die...
Hier geht es zum Interview.
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News Fri, 11 Jul 2014 14:05:00 +0200
Allianz begrüßt TK-Reformvorschlag für Ärztehonorare als „Schritt in die richtige Richtung“ http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=84 Die jahrelange Forderung der Allianz Deutscher Ärzteverbände nach festen und angemessenen Preisen... Die jahrelange Forderung der Allianz Deutscher Ärzteverbände nach festen und angemessenen Preisen für die ambulanten ärztlichen Leistungen könnte Wirklichkeit werden. Die Techniker Krankenkasse stellte heute gemeinsam mit dem IGES Institut ein Modell von Einzelleistungsvergütungen vor, das als Mengenbegrenzungsmaßnahme eine Trennung in Fixkosten und variable Kosten vorsieht. „Das wäre das Ende von Honorarverteilung, Muschelwährung, Hamsterrad und Fallzahlbegrenzung“, kommentiert Allianz-Sprecher und Vorstandsvorsitzende von MEDI GENO Deutschland, Dr. Werner Baumgärtner, den Vorschlag.
Die innerärztlichen Honorarverteilungskämpfe, die „für einen freien Beruf unwürdig sind“, würden dann der Vergangenheit angehören. Baumgärtner bewertet das vorgestellte Modell als ein „echtes Einzelleistungssystem“, bei dem die Krankenkasse das Fallzahlrisiko für die variablen Kosten übernehmen würde. „Das wäre ein Quantensprung“, so der Sprecher der Allianz. Die Einzelleistungsvergütung wäre auch für die jungen Ärztinnen und Ärzte, die sich niederlassen möchten, ein „tolles Signal weil die Kolleginnen und Kollegen dadurch endlich besser planen könnten“.
Gleichzeitig sieht Baumgärtner einige Problembereiche die unbedingt noch gelöst werden müssen: „Das dem jetzigen EBM zugrunde liegende kalkulatorische Arzthonorar muss neu kalkuliert werden. Und für die Hausärzte, die bundesweit inzwischen fast alle ihre Fälle oder Leistungen bezahlt bekommen, wäre das Einzelleistungssystem nur dann interessant, wenn die einzelnen Leistungen besser vergütet würden.“
Darüber hinaus befürchtet er in der Einführungsphase Umverteilungen – sowohl innerhalb einzelner Praxen als auch zwischen den Fachgruppen. „Insbesondere die technischen Fächer werden weniger Vergütung über die Begrenzung der Fixkosten erhalten. Dennoch wäre die Einzelleistungsvergütung besonders für die Fachärzte attraktiv, weil sie derzeit rund 20 Prozent der abgerechneten Fälle oder Leistungen nicht bezahlt bekommen.“
Aus Sicht der Allianz bleiben einige Fragen offen, die es zu klären gilt, dennoch befürwortet sie jeden Weg zu festen und angemessenen Ärztehonoraren. „In diesem Sinne unterstützen wir den Vorstoß der TK als Schritt in die richtige Richtung“, so Baumgärtners Fazit.
Das aktuelle Rundschreiben von Dr. Baumgärtner finden Sie hier.]]>
Pressemitteilung Thu, 26 Jun 2014 14:10:00 +0200
BGH gibt MEDI Recht: Berufsordnung ist verfassungswidrig http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=85 Niedergelassene Ärzte dürfen mit Radiologen und anderen Fachärzten, die reine... Niedergelassene Ärzte dürfen mit Radiologen und anderen Fachärzten, die reine medizinisch-technische Leistungen erbringen, in Teilgemeinschaftspraxen (TGP) zusammenarbeiten. So lautet ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH). Damit ist der § 18 der Berufsordnung in Baden-Württemberg, der ein Berufsverbot vorschreibt, in Teilen verfassungswidrig und auch die Musterberufsordnung (MBO) muss geändert werden. „Wir begrüßen das Urteil sehr, da wir ambulante fachübergreifende Teilgemeinschaftspraxen unterstützen und fördern“, so Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg. „Es kann nicht sein, dass die Ärztekammern Niedergelassene über die Berufsordnung benachteiligen, während solche Kooperationen beispielsweise in MVZs möglich sind.“
Das Verbot der Zusammenarbeit von niedergelassenen Ärzten mit Radiologen verstoße gegen die in Artikel 12 Grundgesetz gewährleistete Berufs-ausübungsfreiheit, heißt es im Urteil. Es sei auch im Hinblick auf die medizinisch-technische Überweisungsfächer für „Kick-back-Leistungen“ nicht gerechtfertigt, da Ärztekammern über entsprechende Kontrollmechanismen verfügen und Gesellschaftsverträge prüfen können. Der BGH hat mit seinem Urteilsspruch das Urteil des OLG Karlsruhe aufgehoben und das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts Mosbach bestätigt, wonach das berufsrechtliche Verbot der Zusammenarbeit mit Radiologen verfassungswidrig und damit nichtig ist.
Offen bleibt noch die Klärung der Gewinnverteilung innerhalb ärztlicher TGPs. Diesen Sachverhalt muss das OLG Karlsruhe entscheiden. „Auch hier hoffen wir auf eine Rechtssprechung in unserem Sinne, dass niedergelassene Ärzte im Vergleich zu anderen freien Berufen nicht im Nachteil sind“, so Baumgärtner.
(AZ: I ZR 137/12)

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Pressemitteilung Wed, 18 Jun 2014 14:13:00 +0200
Nach einem Jahr mehr als 300 VERAHmobil-Fahrzeuge im Einsatz http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=86 Das VERAHmobil in der hausarztzentrierten Versorgung Baden-Württemberg (HZV) ist ein voller Erfolg... Das VERAHmobil in der hausarztzentrierten Versorgung Baden-Württemberg (HZV) ist ein voller Erfolg und ermöglicht landesweit die Versorgung chronisch kranker Patienten zu Hause. Der Hausarzt wird entlastet und kann sich auf akute und schwere Fälle konzentrieren, da die VERAH Hausbesuche übernimmt. Die Praxen erhalten zudem für die VERAH eine besondere Vergütung, so dass sich die VERAH-Mobilität auch auszahlt. Ein Jahr nach Einführung der günstigen Leasing-Verträge für den markanten Dienstwagen haben bereits mehr als 300 Hausärzte ihre Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis (VERAH) mit einem fahrbaren Untersatz ausgestattet. Fast täglich kommen neue hinzu.
Seit Mai 2013 können Hausärzte, die im Rahmen des HZV-Vertrags in Baden-Württem­berg eine VERAH einsetzen, einen Kleinwagen zu besonders günstigen Konditionen erwerben. Für das VERAHmobil werden Leasing-Gebühren in Höhe von 99,- Euro im Monat fällig. Die restlichen 100,- Euro übernehmen die Vertragspartner des HZV-Vertrags.
Versorgung chronisch kranker Menschen ist Teamwork

Die VERAH dient im Rahmen der HZV der Entlastung des Hausarztes insbesondere im Zusammenhang mit der Versorgung chronisch kranker Menschen. „In Zukunft werden auf Grund der demografischen Entwicklung immer mehr chronisch Kranke versorgt werden müssen. Wenn wir den Hausarzt als Lotsen wollen, müssen wir Strukturen schaffen, die eine gesteuerte Versorgung nicht nur in der Praxis, sondern auch zu Hause bei den Patienten ermöglichen“, betont Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg.
Die VERAH ist ideal dafür: Sie macht die Hausarztpraxis zur Teampraxis, entlastet damit den Hausarzt und es profitieren davon auch alle Patienten. Rund 1200 der 3800 am AOK-Hausarztvertrag teilnehmenden Ärzte haben Medizinische Fachangestellte (MFA) mit der VERAH-Zusatzqualifikation eingestellt. Sie kommen bei Hausbesuchen chronisch kranker Patienten, aber auch im Rahmen des Anfang 2014 eingeführten hausärztlichen Fallmanagements für Schwerstkranke zum Einsatz.
VERAHmobil macht Hausarztpraxis sichtbarer

„Da wir wissen, dass fast drei von vier VERAHs in Landarztpraxen eingesetzt werden, war es naheliegend, sich darüber Gedanken zu machen, wie die Mobilität besser gewährleistet wird“, erläutert der Vorsitzende des Hausärzteverbands Baden-Württem­berg, Dr. Berthold Dietsche. „Wir freuen uns, dass wir mit dem VERAHmobil einen Nerv getroffen haben und unseren HZV-Ärzten ein weiteres attraktives Angebot machen können. Die hausärztliche Tätigkeit wird organisatorisch unterstützt und die speziell ausgebildeten VERAHs werden in ihrer Tätigkeit gefördert. Insbesondere die Versorgung chronisch kranker und immobiler Patienten wird dadurch nachhaltig verbessert.“
Einer der ersten Hausärzte, die ein VERAHmobil bestellt und erhalten haben war Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg. „Das Fahrzeug ist für die Mitarbeiterinnen ein großer Gewinn, weil sie dadurch sehr flexibel unsere chronisch kranken und älteren Patienten versorgen können. Außerdem hat VERAHmobil bei diesen Patienten einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht und wird von ihnen sehr positiv wahrgenommen.“
Wissenschaftler sehen spürbare Entlastung

Nicht nur von Hausärzten und Medizinischen Fachangestellten, auch von Seiten der Wissenschaft bekommt der VERAH-Einsatz im Rahmen der Hausarztzentrierten Versorgung in Baden-Württemberg gute Noten. Die Experten des Instituts für Allgemeinmedizin, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, bestätigen, dass eine VERAH hausärztlich relevante Aufgaben übernimmt und eine zeitliche Entlastung des Arztes mit sich bringt.
Ein weiterer Vorteil wird darin gesehen, dass chronisch kranke Patienten eine kontinuierliche Betreuung durch zusätzliche Ansprechpartner in Anspruch nehmen können. Für die Berufsgruppe der MFA werden die neuen Berufsperspektiven positiv hervorgehoben (Karola Mergenthal et al; ZEFQ 2013; 6:386-93). ]]>
Pressemitteilung Mon, 16 Jun 2014 14:15:00 +0200
Fortbildungsinitiative für MFAs kommt gut an http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=36 Drei Monate nach dem Start der neuen Fortbildungsinitiative, den „MFA-Tagen“, zieht MEDI... Drei Monate nach dem Start der neuen Fortbildungsinitiative, den „MFA-Tagen“, zieht MEDI Baden-Württemberg eine positive Bilanz. „Unsere Schulungen stoßen auf großes Interesse und sind gut besucht. Manchmal ist die Nachfrage an bestimmten Angeboten so groß, dass wir vertiefenden Kleingruppen-Seminare organisieren müssen“, sagt Frank Hofmann, Vorstand der MEDIVERBUND AG. Die MFA-Tage richten sich an Mitarbeiterinnen von MEDI Praxen, die an Facharztverträgen nach § 73c SGB V teilnehmen. Parallel dazu liegt ein Schwerpunkt auf der Weiterbildung zur „Entlastungsassistentin in der Facharztpraxis“ (EFA).

Allgemeine Schulungen für Praxismitarbeiterinnen, wie beispielsweise zum Impfmanagement oder zur Wundversorgung, hat MEDI auch schon in den vergangenen Jahren angeboten. Neu an den MFA-Tagen ist, dass die Inhalte fachgruppenspezifisch vermittelt werden.

Die MFA-Tage finden für gewöhnlich an einem Mittwochnachmittag in den Räumen der MEDI Geschäftsstelle in Stuttgart statt und sind kostenfrei. Dort erfahren die Praxisteams von den MEDI Referenten alles über die Qualitätsanforderungen und Abrechnung „ihres“ Facharztvertrages und was sie bei der Umsetzung der Verträge im Praxisalltag wissen müssen. Im zweiten Teil der MFA-Tage werden sie zu Themen wie Notfallmanagement in der Praxis oder Kommunikation geschult.

Darüber hinaus lernen die MFAs das EFA-Programm kennen. Diese „Entlastungsassistentin in der Facharztpraxis“ kann, ähnlich der VERAH in Hausarztpraxen, delegationsfähige Aufgaben übernehmen, die entweder auf einzelne Facharztgruppen (Gastro-EFA, Kardio-EFA) oder auf bestimmte Erkrankungen innerhalb einer Facharztgruppe zugeschnitten sind. So werden beispielsweise im Rahmen des PNP-Vertrages spezielle EFAs für Demenz, Epilepsie, Multiple Sklerose und Parkinson ausgebildet. Die dafür notwendigen Curricula hat das „Institut für fachübergreifende Fortbildung und Versorgungsforschung der MEDI Verbünde“ (IFFM) ausgearbeitet.

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Pressemitteilung Tue, 10 Jun 2014 15:49:00 +0200
HZV in Baden-Württemberg: Passgenaues Fortbildungskonzept bringt Allgemeinärzten Qualitätsvorteil gegenüber der Regelversorgung http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=33 Die hausarztzentrierte Versorgung Baden-Württemberg (HZV) bietet Allgemeinärzten ein... Die hausarztzentrierte Versorgung Baden-Württemberg (HZV) bietet Allgemeinärzten ein flächendeckendes Fortbildungsangebot nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Inhaltlich ist es genau auf die Bedürfnisse der hausärztlichen Praxis zugeschnitten. Wissenschaftliche Studien belegen, dass strukturierte und interessenunabhängige Qualitätszirkel das Verschreibungsverhalten und somit die Patientenversorgung positiv verändern. Die von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe deutschlandweit geforderte Qualitätsorientierung in der ärztlichen Fortbildung wird im Südwesten also schon längst gelebt.

In Baden-Württemberg werden für die an der HZV teilnehmenden Ärzte praxisbezogene Fortbildungen auf höchstem Niveau angeboten. Der Fokus liegt auf der niedergelassenen allgemeinmedizinischen Praxis. Speziell für diese Fortbildungen geschulte Moderatoren informieren aktuell und konkret über Themen, die für die tägliche Arbeit des Hausarztes relevant sind.
Die Qualitätszirkel und Fortbildungen werden flächendeckend im ganzen Land vom Hausärzteverband Baden-Württemberg und MEDI Baden-Württemberg ausgerichtet. „Jedes Quartal erreichen wir mit unseren Fortbildungen zwischen 1.500 und 2.000 Ärzte von Angesicht zu Angesicht“, erklärt Dr. Berthold Dietsche, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg. Die einzelnen Veranstaltungen widmen sich dabei den allgegenwärtigen Schwerpunktthemen des hausärztlichen Alltags, wie etwa dem Diabetes mellitus, dem Themenkreis der Herz-Kreislauferkrankungen oder auch der Gelenkserkrankungen. Zusätzlich zu medizinischen Inhalten wird den Teilnehmern Aktuelles zur HZV und zur Berufspolitik vermittelt.
Klar strukturiert, landesweit koordiniert und neutral nach dem Lehrprinzip
„Hausärzte für Hausärzte“
Für HZV-Ärzte sind mindestens zwei Fortbildungen zu hausarzttypischen Behandlungsproblemen pro Jahr verpflichtend. Zusätzlich ist die Teilnahme an vier Qualitätszirkeln zur Pharmakotherapie pro Jahr obligatorisch, die sich ebenfalls auf hausärztliche Themen konzentrieren.
Zentrale Inhalte der hausärztlichen Fortbildungen werden von der Fortbildungskommission Allgemeinmedizin erarbeitet. Diese setzt sich aus Mitgliedern des gesamten haus-ärztlichen Spektrums zusammen und kooperiert mit Vertretern der Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), des KompetenzZentrums Allgemeinmedizin Baden-Württemberg, des Instituts für hausärztliche Fortbildung im Deutschen Hausärzteverband (IhF) und des Landesverbands Baden-Württemberg des Deutschen Hausärzteverbands. Als interessenunabhängiges Gremium garantiert die Fortbildungskommission Allgemeinmedizin neutrale und rein auf die Belange des Hausarztes abgestimmte Themen und Inhalte nach neuestem wissenschaftlichen Kenntnisstand gemäß den relevanten Leitlinien. MEDI Baden-Württemberg mit seinem Fortbildungsinstitut IFFM unterstützt für seine hausärztlichen Mitglieder die Konzeption der HZV mit eigenen Qualitätszirkeln und Fortbildungsveranstaltungen. Bei Themen, die große Schnittmengen mit dem fachärztlichen Bereich haben, organisiert es die Mitarbeit von Fachärzten an diesen Qualitätszirkeln.
Es stehen derzeit 350 ärztliche Moderatoren für die Qualitätszirkel und Fortbildungen zur Verfügung. Diese werden zur Qualitätssicherung stetig weitergebildet und dabei vom neutralen AQUA-Institut unterstützt.
AQUA steht für die angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen. Im Rahmen der HZV stellt das Institut Fortbildungsinformationen zur Arzneimittelverordnung und Diagnostik zur Verfügung, die aus Daten der AOK Baden-Württemberg arztindividuell und auf die Region anonymisiert aufbereitet werden. Grundlage bleiben immer die aktuell erarbeiteten Behandlungsleitlinien.
Die Kooperation und die neutralen Analysen des AQUA-Instituts, sowie die geschulten Moderatoren aus dem hausärztlichen Bereich und darüber hinaus die regelmäßigen Qualitätszirkeln und Fortbildungen insbesondere auch für Arzthelferinnen in der HZV Baden-Württemberg, stellen für die Vertragspartner – zu denen neben MEDI Baden-Württemberg und Hausärzteverband Baden-Württemberg die AOK Baden-Württemberg gehört – eines der größten Qualitätsprojekte dieser Art dar. Die Wirksamkeit von Qualitätszirkeln ist durch wissenschaftliche Studien nachgewiesen.*
Die Daten der AOK und des AQUA-Instituts bedeuten für den einzelnen HZV-Arzt ein persönliches Verordnungsfeedback, das dem teilnehmenden Vertragsarzt die Auswertung seiner persönlichen Verschreibungsgewohnheiten im Vergleich zum regionalen Durchschnitt im unmittelbaren Bezug auf die ärztlichen Kollegen vorgestellt wird. Der dafür ausgehändigte Verordnungsspiegel enthält zusätzlich pharmaindustrieunabhängige und evidenzbasierte Informationen über die verschriebenen Arzneimittel mit aktuellen Therapiehinweisen.


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Pressemitteilung Tue, 27 May 2014 10:53:00 +0200
Ärzteverbände und AOK Baden-Württemberg sehen Versorgung in guten Händen – Direktverträge bringen bereits Sicherheit für 3.800 Hausärzte und ihre Patienten http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=38 Für die Ärzteverbände und die AOK in Baden-Württemberg ist die Praxisnachfolgerfrage, insbesondere... Für die Ärzteverbände und die AOK in Baden-Württemberg ist die Praxisnachfolgerfrage, insbesondere auf dem Land, kein eindimensionales Thema. „Wenn die Infrastruktur in einzelnen ländlichen Regionen ausdünnt, dann ist die Schwierigkeit, einen Hausarztnachfolger zu finden, nur eines von weiteren Problemen. Deshalb müssen hier alle Beteiligten ihren aktiven Beitrag leisten“, so der Chef des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg, Dr. Berthold Dietsche, am Donnerstag (15.05.2014) in Stuttgart. Sein Verband habe deshalb eine gemeinsame Initiative mit der AOK Baden-Württemberg und weiteren Beteiligten gegründet, um die angehenden Hausärzte nicht nur in den Universitäten anzusprechen, sondern auch mit Gemeinden und Landkreisen Lösungswege aufzuzeigen. Dietsche: „Wir sind auf einem guten Weg. Zugpferd  unserer Initiative ist der Hausarztvertrag, den wir mit MEDI Baden-Württemberg und der AOK Baden-Württemberg vor sechs Jahren erfolgreich auf den Weg gebracht haben.“
Bereits 1,2 Millionen AOK-Versicherte im Land sind freiwillig beim Hausarztvertrag dabei. „Und die Versorgung ist besser, so haben renommierte Wissenschaftler festgestellt, als irgendwo anders in der Bundesrepublik. Unser Hausarztvertrag hat einen wesentlichen Anteil daran, auch weiterhin die hausärztliche Versorgung überall im Land dauerhaft zu erhalten und ist mit den heute insgesamt 3.800 teilnehmenden Hausärzten das Rückgrat einer nachhaltigen Versorgungssicherheit für unsere Versicherten”, so der Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg, Dr. Christopher Hermann.
„Die in dieser Form in Deutschland einmalige Zusammenarbeit von freien Verbänden und der größten Krankenkasse im Land ist für teilnehmende Hausärzte die beste Voraussetzung dafür, dass die Attraktivität ihrer Praxen, insbesondere in ländlichen Gebieten, langfristig gesichert ist“, so MEDI-Chef Dr. Werner Baumgärtner.
Laut Ärztechef Dietsche sind in den letzten Wochen durch die Initiative “Perspektive Hausarzt” weitere Praxisnachfolger gefunden worden: „Das schaffen wir durch den Hausarztvertrag. Zusammen mit dem Engagement der Gemeinden und Landkreise sind wir im Südwesten bei der Lösung der Landarztproblematik gut unterwegs.“

Pressekontakt (Pressestellen)
AOK Baden-Württemberg
Telefon: 0711 2593-231

Hausärzteverband Baden-Württemberg:
Telefon: 0172 201 0390

MEDI Baden-Württemberg:
Telefon: 0711 806079-223

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Pressemitteilung Thu, 15 May 2014 10:54:00 +0200
MEDI GENO begrüßt UGOM-Beitritt zu MEDI Bayern http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=37 Das „Unternehmen Gesundheit Oberpfalz Mitte“ (UGOM) hat sich MEDI Bayern angeschlossen. Nach den... Das „Unternehmen Gesundheit Oberpfalz Mitte“ (UGOM) hat sich MEDI Bayern angeschlossen. Nach den Beitritten von GO IN (Gesundheitsorganisation Ingolstadt) und UGEF (Unternehmen Gesundheit Franken) im vergangenen Jahr ist UGOM das dritte regionale Ärztenetz, das den standespolitischen Schulterschluss mit MEDI Bayern vollzogen hat. Bei UGOM sind 92 Ärzte organisiert.

Dr. Alfried Schinz, Vorstandsvorsitzender von MEDI Bayern, freut sich über das neue Mitgliedsnetz: „UGOM ist eine bewährte Gemeinschaft aus Hausärzten, Fachärzten, MVZs und Krankenhäusern der Region Oberpfalz. Solche regional etablierten Netze sind die Zukunft einer hochwertigen und sektorenübergreifenden Gesundheitsversorgung unserer Patienten.“ Nach dem Beitritt von UGOM zählt MEDI Bayern rund 1.000 Mitglieder.

Auch der Vorstandsvorsitzende von MEDI GENO Deutschland, Dr. Werner Baumgärtner, begrüßt die Entwicklung im Freistaat: „Wir werden UGOM wie alle anderen Mitgliedsnetze in allen Fragen unterstützen, denn die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Ärztenetze müssen dringend verbessert werden. Ärztenetze müssen besser gefördert werden, damit sie auch künftig dazu betragen können, die Qualität und Effektivität der vertragsärztlichen Versorgung im Rahmen einer intensivierten fachübergreifenden Zusammenarbeit zu verbessern.“ Bereits im Februar hat MEDI GENO einen eigenen Gesetzesvorschlag ausgearbeitet, wie Ärztenetze sinnvoller als bisher gefördert werden können.

MEDI GENO Deutschland zählt bundesweit rund 17.000 niedergelassene Mediziner und Psychotherapeuten und vertritt über 100 Ärztenetze. Dazu gehören auch die regionalen MEDI GbRen.  

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Pressemitteilung Fri, 09 May 2014 10:54:00 +0200
Prognostizierter Anstieg von Darmkrebsneuerkrankungen in 2014: Vorsorgekampagne „Darm-Check 2014“ startet jetzt http://www.medi-geno.de/index.php?id=19&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=41 Aktuelle Daten des Robert-Koch-Instituts sagen für 2014 beinahe 64.000 Darmkrebsneuerkrankungen... Aktuelle Daten des Robert-Koch-Instituts sagen für 2014 beinahe 64.000 Darmkrebsneuerkrankungen voraus. Alleine in Baden-Württemberg versterben jedes Jahr etwa 3.000 Menschen an Darmkrebs. Die Vorsorgezahlen sind trotz dieser alarmierenden Zahlen rückläufig – und das obwohl bei keiner an-deren Krebsart durch Früherkennung so viel erreicht werden kann: Darmkrebs ist – wenn frühzeitig erkannt und behandelt – heilbar. Deshalb starten AOK Baden-Württemberg, Bosch BKK, MEDI Baden-Württemberg und der Hausärzteverband Baden-Württemberg jetzt ihre Kampagne „Darm-Check 2014“ erneut zur Unterstützung beratender Hausärzte und Gastroenterologen. Neu in diesem Jahr ist, dass schon ab einem Alter von 50 Jahren Versicherte teilnehmen können, die im FacharztProgramm der beiden Krankenkassen eingeschrieben sind. In der Regelversorgung ist dies erst ab einem Alter von 55 Jahren vorgesehen.

Die Darmspiegelung (Koloskopie) stellt die zuverlässigste und sicherste Vorsorgemaßnahme zur Erkennung von Darmkrebs und seiner Vorstufen dar.
Darmkrebs steht in Deutschland auf Platz zwei der Krebserkrankungen, wie Auswertungen des Zentrums für Krebsregisterdaten im Robert-Koch-Institut belegen. Für 2014 wird ein Anstieg der Neuerkrankungen erwartet. Die Vorsorgezahlen sind allerdings rückläufig, wie die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) bedauert. Doch bei keiner anderen Krebsart kann durch Früherkennung so viel erreicht werden: Die Darmspiegelung (Koloskopie) ist erwiesenermaßen die zuverlässigste und sicherste spezielle Vorsorgemaßnahme.
Um möglichst viele ihrer Versicherten für die Vorsorgeuntersuchung zu motivieren, haben AOK Baden-Württemberg und Bosch BKK zusammen mit MEDI und dem Hausärzte-verband, dem Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) und dem Bundesverband niedergelassener fachärztlich tätiger Internisten (BNFI) die Kampagne „Darm-Check 2014“ gestartet. Die Vorsorgeinitiative findet dieses Jahr bereits zum vierten Mal statt – neu mit der Herabstufung des Teilnahmealters. Nach der Statistik steigt die Häufigkeit, an Darmkrebs zu erkranken, ab dem Alter von 50 Jahren an. Das FacharztProgramm von AOK Baden-Württemberg und Bosch BKK verbessert also den Zugang zur lebensrettenden Früherkennung.

Die Versicherten werden zur Darmkrebsaktion gezielt angeschrieben. Praxisposter und Flyer machen im Wartezimmer auf die Kampagne aufmerksam. Auf der Website www.darmcheck2014.de finden Interessierte Informationen sowie weiterführende Links und Adressen der am FacharztProgramm teilnehmenden Gastroenterologen.

Hauptrisikofaktoren: wenig Bewegung und falsche Ernährung
Darmkrebs entsteht meist aus gutartigen Vorformen – sogenannten adenomatösen Polypen oder Adenomen –, die sich oft unbemerkt über einen Zeitraum von etwa zehn bis 15 Jahren zu einer Krebserkrankung (Karzinom) entwickeln.

Symptome, die auf Darmkrebs hinweisen können, sind veränderte Stuhlgewohnheiten wie länger anhaltende Durchfälle oder Verstopfung, die auch abwechselnd auftreten können. Außerdem können Änderungen bei der Verdauung, Blässe und Blutarmut oder Blut im Stuhl bei Darmkrebs auftreten. Bei solchen Anzeichen sollte man unbedingt zum Arzt gehen.
Zu den Risikofaktoren für Darmkrebs gehören insbesondere Bewegungsmangel und Übergewicht. Auch regelmäßiger Tabak- und Alkoholkonsum sowie der übermäßige Genuss von rotem Fleisch gelten als riskant. Ungünstig wirkt sich außerdem eine an Ballaststoffen und Gemüse arme Ernährung aus. Bekannt ist darüber hinaus, dass bei Vor-kommen von Darmkrebs in der Familie oder bei nahen Verwandten die Wahrscheinlichkeit erhöht ist, selbst an Darmkrebs zu erkranken. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen und einige seltene genetische Erkrankungen gelten ebenfalls als Risiko. Männer haben ein erheblich höheres Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, als Frauen.
Die Koloskopie ist eine wenig belastende Untersuchung, bei der nach einer schonenden Reinigung des Darms eine Kamera an einem dünnen Schlauch mit Lichtquelle und Lupe in den Enddarm eingeführt und langsam bis zum Dünndarm vorgeschoben wird. Der Arzt betrachtet sorgfältig die gesamte Innenseite des End- und Dickdarms, entfernt im gleichen Untersuchungsgang bedarfsweise sofort und vollständig Darmkrebsvorstufen oder auf Krebs verdächtiges Gewebe und lässt diese im Speziallabor weiter untersuchen.
Die Darmspiegelung ist kein Grund, ängstlich zu sein. Die Gabe eines Beruhigungsmittels oder einer Kurznarkose ermöglichen auf Wunsch des Patienten die schonende und schmerzfreie Durchführung. Nach etwa 30 Minuten ist die Untersuchung meist schon wieder vorbei.

Zu den FacharztProgrammen
Als bundesweit erste Krankenkasse hat die AOK Baden-Württemberg zusammen mit dem Ärzteverbund MEDI Baden-Württemberg und Hausärzteverband Baden-Württemberg vor fast sechs Jahren den Vertrag zur Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) ins Leben gerufen. Daraufhin folgte das FacharztProgramm, bestehend aus den Facharztverträgen Kardiologie (2010), Gastroenterologie (2011), Psychotherapie (2012), Psychiatrie und Neurologie (2013) sowie seit Jahresbeginn Orthopädie. Ziel ist es, Qualität und Wirtschaftlichkeit der gesundheitlichen Versorgung zu verbessern. Das FacharztProgramm fördert die Zusammenarbeit von Haus- und Fachärzten und es stärkt die Rolle des Hausarztes als ersten Ansprechpartner für Patienten.

Inzwischen nehmen rund 3.800 Hausärzte, Kinder- und Jugendärzte sowie 1.200 Fachärzte daran teil. 1,2 Millionen Versicherte bei der AOK Baden-Württemberg und Bosch BKK, die im jeweiligen HausarztProgramm der beiden Kassen eingeschrieben sind, können sich zusätzlich in das FacharztProgramm einschreiben. Fast 300.000 Versicherte haben von dieser Gelegenheit bereits Gebrauch gemacht.

Nähere Informationen erhalten Interessierte bei den Vertragspartnern und bei teilnehmenden Ärzten sowie auf den Seiten www.aok-bw.de/programme, www.bosch-bkk.de/facharztprogramm, www.medi-verbund.de und www.hausarzt-bw.de (jeweils in der Rubrik „Verträge“). Der teilnehmende Facharzt in der Nähe lässt sich unter www.aok-bw.de/facharztsuche finden.

Zusatzinformationen:
1) Zitateblatt
2) Faktenblatt: Eckpunkte und Vergütung des Gastro-Vertrags
Pressekontakt (Pressestellen):
AOK Baden-Württemberg – Telefon: 0711 2593-231
Bosch BKK – Telefon: 0711 811-30790
MEDI Baden-Württemberg – Telefon: 0711 806079-223
Hausärzteverband Baden-Württemberg – Telefon: 0172 201 0390]]>
Pressemitteilung Wed, 07 May 2014 16:04:00 +0200